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Kolímbia: Weiter geht’s – das Schmetterlingstal und die Felsengräber - Donnerstag 21.05.2009

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Veröffentlicht am 14:21 03.07.2009 von Pommesfritzl



Die Insel hatte ja noch allerhand sehenswertes zu bieten, und so machten wir uns heute auf die Reise ins Schmetterlingstal. Über viele Holzbrücken und einige Stiegen ging es durch diese schöne Landschaft, inmitten von Teichen und kleinen Bächen. Es herrschte eine angenehme Stille und außer ein paar zwitschernden Vögeln und das Rauschen der Bäche war nichts zu hören. Der Hinweistafel zu Beginn entnahmen wir, das man sich ganz behutsam und sehr leise durch das Gebiet bewegen soll. Der Ausgang vom Schmetterlingstal führte uns über die Zubringerstraße zu einem kleinen Kloster mit Taverne. Hier machten wir kurz Rast und genossen die Schöne Aussicht und die Ruhe. Nach getaner Erholungspause gingen wir zurück durch das Tal zum Naturkundlichen Museum, wo wir auf eine Krabbe trafen, die sich munter seitwärts über den steinigen Weg bewegte. Das Museum selbst war nicht sehr aufregend. Wir erhofften uns Hinweise auf die von uns gesichteten Echsen und Spinnen zu erhalten. Aber nirgends war davon etwas zu finden, lediglich zahlreiche ausgestopfte Schmetterlinge und schon bekannte Tiere wie Fuchs, Feuersalamander udgl.
Von den Schmetterlingen selbst war im Tal nichts zu sehen, was man einerseits auf die Jahreszeit, andererseits auf die Touristen schob, da diese die Tiere zusätzlich verscheucht hätten. Angesichts der Ausgestopften Schmetterlinge bin ich mir aber nicht sicher, ob das nicht auch ein Grund ist, warum immer weniger Schmetterlinge dieses Tal bewohnen.
Auf einer Küstenstrasse fuhren wir dann weiter Richtung Monolithos mit Johaniterfestung. Über Theologos, wo es Tempelreste zu sehen gab ging es dann zur Küste Kap Farni. Der Weg dorthin führte uns über eine recht holprige, teilweise schmale Straße, wo man vom Straßenrand in den sich auftuenden, furchterregenden Abgrund blickte. An der Küste angekommen, suchten wir den Weg zu den Felsengräbern. Wohin wir auch blickten, nirgends ein Hinweis. Nicht unweit des Strandes ragte ein höherer etwas zerklüftet wirkender Felsen empor, der sich teilweise aus lockerem Sandgestein zusammensetzte. Und dahinauf wollte meine Schwester. Ich sah aber nirgends einen Weg und hatte schon die Befürchtung, dass sie in ihrem Erkundungswahn über das unsichere Felsengestein in luftiger Höhe klettern wollte. Einige gerade angekommene Touristen spazierten wohlgemut einen von uns zuerst unentdeckten Weg Richtung Felsen hinauf, und wir folgten diesen Leuten. Eine kurze Wanderung später standen wir schon oben am Felsen und erfreuten uns über die schöne Aussicht weit über das Meer hinaus. Am Ende der Klippe tat sich ein Steinhaufen auf, den meine Schwester als Leuchtturmreste deklarierte. Ein wenig abwärts gelegen fanden wir auch dann die vielen Felsengräber, und in Meeresnähe entdeckten wir so eine Art Auffangbecken mit eingemeißelten Stufen, worin sich etwas tiefer das Wasser des Meeres erstreckte. Welch eine Verwunderung überkam mich, als mich meine Schwester fragte, ob der Mann in der Ferne nicht unser Hotelmitbewohner sei, den wir auch schon am Vortag getroffen hatten. Ich war mir nicht sicher, und meinte, meine Schwester leidet ein wenig unter der Hitze, da sie schon Sinnestäuschungen zu haben schien. Doch als er näher kam, bestätigte sich die Vermutung meiner Schwester. Schon etwas seltsam, so klein ist die Insel nun auch wieder nicht, umso lustiger, das man ohne Absprache dasselbe Ziel zur selben Zeit auswählte. Vielleicht hat man unsere Pläne ja am Frühstückstisch gar belauscht?
Es wehte an diesem Tage ein starker warmer Wind, man kann sogar sagen, ein Sturm. Das Wetter selbst war warm und teilweise bedeckt. In Kolymbia hat es wieder geregnet, was wir bei der Ankunft im Hotel bemerkten.

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