Sollte man einmal die Möglichkeit haben, die ehemalige spanische Hauptstadt Toledo zu besuchen, dann ist der Besuch des stadthistorischen Museums, dem Centro de Interpretación del Toledo Histórico, unbedingt zu empfehlen.
Das Museum befindet sich in einem großen alten Haus mit einem riesigen Portal im Herzen Toledos, zwischen Kathedrale und Bahnhof, genauer gesagt in der Calle Trinidad Nummer 7.
Geöffnet hat das Museum von Dienstags bis Sonntags, und zwar von 10:30 Uhr morgens bis 19:30 Uhr abends, Sonntags schließt das Museum allerdings schon um halb Zwei. Wie in so ziemlich jedem spanischen Museum geht es verschiedene Eintrittspreise, die von zwischen gratis (Kinder unter 10 Jahren sowie Einwohner Toledos am ersten Mittwoch im Monat von 14:30 – 20:30 Uhr), 2 Euro (Rentner, Telefonicakunden, Studenten mit ISIC) und 4 Euro (alle die keinen Anspruch auf irgendeine Ermäßigung haben).
Gezeigt wird im Centro de Interpretación del Toledo Histórico eine Ausstellung zur Stadtgeschichte Toledos, die „Claves de Toledo“ (zu Deutsch: Schlüssel zu Toledo) heißt und auf die Geschichte Toledos als Stadt der drei Kulturen eingeht. Neben jüdischen Reliquien und Infos zur maurischen Kultur findet auch das christliche Toledo Berücksichtigung.
In der Ausstellung selbst ist alles in Spanisch beschriftet, auf Wunsch bekommt man jedoch ein Booklet mit entsprechenden Übersetzungen. Da ich recht gut Spanisch spreche, war es für mich allerdings kein Problem, die Spanischen Schildchen zu lesen und den animierten Filmchen zu folgen. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Sachen zu bestaunen, neben Säulen und anderen archäologischen Überbleibseln kann man religiös-kultische Gegenstände, aber auch Postkarten und Bilder ansehen. So beispielsweise im ersten Teil der Ausstellung, wo man im abgedunkelten Museum (im ganzen Erdgeschoss ist es dunkel) eine verschieden angeleuchtete Graphik zu den „CLaves de Toledo“ findet, auf der verschiedene mehr oder weniger bekannte Leute, die etwas mit Toledo zu tun hatten. Weiter vorbei geht es dann an diversen landwirtschaftlichen Nutzgeräten und archäologischen Resten, bis man schließlich an einer riesigen Zeitleiste ist.
Auf der zweiten Etage gibt es nicht nur die Toiletten, sondern auch die Wechselausstellung, als ich da war gab es eine interessante Postkartenausstellung. Einziges Manko: Rollstuhlfahrer und Kinderwagenbesitzer müssen leider unten bleiben, da es in dem recht alten Gebäude keinen Aufzug gibt.
Die Ausstellung ist jedenfalls beeindruckend, die Museumsmitarbeiter waren hilfsbereit und sollte es mal regnen, ist das Museum ein Nachmittags füllendes Programm.
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