Wenn man schon einmal in Segovia ist, sollte man sich einen Besuch in der Alcálzar nicht entgehen lassen. Die alte Festungsanlage gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und zieht allein deshalb schon viele Besucher an. Zu erreichen ist mittelalterliche Festung entweder zu Fuß oder mit dem Bus, oder mit beidem zusammen. Vom Bahnhof aus bin ich mit dem Bus zum Aquädukt gefahren, dann Richtung Kathedrale gegangen und dann durch einen kleinen Weg zur Alcálzar.
Um in das Gelände reinzukommen muss man erst einmal durch eine Art prachtvolles Tor, gelangt dann in den Garten und sieht dann das ocker-sandfarbene Gebäude. Soweit so gut. Möchte man dann in das Museum rein, was sich allein schon wegen der Aussicht lohnt, die man von oben über die ganze Landschaft hat, muss man dann Tickets kaufen. Das habe ich dann auch gemacht.
Die Tickets gibt es in einem – auch auf Englisch ausgeschildertem Gebäude – das sich, wenn man durch den Park geht, auf der linken Seite befindet. Betritt man das Gebäude am Plaza de la Reina Victoria Eugenia, s/n dann auch innerhalb der Öffnungszeiten (Sommer10- 19 Uhr, im Winter (Oktober bis März schließt es eine Stunde früher), ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nen Ticket bekommt auch relativ hoch, wenn man denn fließend Spanisch spricht. Wenn nicht, hat man ja immer noch Hände und Füße.
Für den Eintritt bezahlt man als Erwachsener 4,00 Euro, die reduzierte Version gibt es für 3,00 Euro. Aber dazu braucht man dann auch einen dementsprechenden Ausweis – mein ISIC war da recht nützlich. Noch besser ist es allerdings am 3. Dienstag im Monat dort aufzukreuzen, wenn man nämlich EU Bürger ist, und der Tag nicht auf einen Feiertag fällt (Vorsicht, die Spanier feiern so ziemlich jeden Marienefeiertag…) kommt man umsonst rein.
Die Ausstellung an sich ist ganz nett gemacht, die Räume sind Gott sei Dank nicht so voll gepackt, wie in üblichen Schlössern, dazu gibt es einen tollen Patio, der zum relaxen einlädt und allein schon die Aussicht, die man von oben über die Landschaft hat, fand ich wirklich super. Man konnte nicht nur über die einzelnen Teile des Alcálzar (nettes Gärtchen…) gucken, sondern auch die malerische Landschaft ansehen – ich hätte wirklich Stunden dort bleiben können, vor allem da die Temperatur auch recht angenehm war…
Die einzelnen Räumchen innerhalb zeigen von der Kapelle, bis zum Ess- und Schlafzimmer alles, und im unteren Bereich der Festung gibt es auch verschiedene Wechselausstellungen zu sehen – als ich da war, ging es um christliche Kunst (hauptsächlich Tryptischen), was nicht so wirklich mein Fall war, eine Reihe von Rentnern konnte sich allerdings sehr wohl dafür begeistern.
Je nach dem, wie intensiv man sich die Festung angucken will, sollte man schon ein gutes Stündchen mitbringen. Auch vor dem Alcálzar kann man nen gutes Stündchen im Park verbringen, ich habe da ein paar Leute picknicken gesehen, genügend Bänke zum Ausspannen sind auch vorhanden.
Also 4* für ein interessantes Ausflugsziel.
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