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Reiseführer Krakau

5.0 stars

Krakau - Reiseführer




Krakau (polnisch Kraków) liegt im Südwesten Polens. Die Stadt an der Weichsel (Wisła) überstand beide Weltkriege nahezu unversehrt und gilt als Juwel unter den polnischen Metropolen. 1978 wurde die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Einen ersten Eindruck vermittelt der Spaziergang auf dem ehemaligen Königsweg zum Florianstor (Brama Florianska). Der Marktplatz pulsiert vor Leben, trotzdem herrscht in den mittelalterlichen Gassen eine beschauliche Atmosphäre. In manchen Winkeln scheint die Zeit stillzustehen. Dennoch ist Kraków eine junge Stadt. Rund ein Sechstel der knapp 755.000 Einwohner sind Studenten. Die „heimliche Hauptstadt Polens“ ist Finanzmetropole und Technologiezentrum. Zugleich bietet sie mit fünf Naturschutzgebieten und 40 Parkanlagen eine Vielzahl grüner Oasen. Dazu kommt ein überwältigendes Kulturangebot mit 16 Theatern, unzähligen Kabaretts, 40 Festivals sowie mehr als 3500 Konzerten pro Jahr. Kein Wunder, dass man Krakau zur Europäischen Kulturhauptstadt 2000 wählte.

Stadtgeschichte

Krakau war mehr als 500 Jahre lang die Hauptstadt Polens und gehörte ab 1430 zur Hanse. Ihre Blütezeit erlebte die Handelsmetropole unter der Regentschaft der Jagiellonen-Könige (bis 1572). Danach geriet sie unter schwedische Besatzung. 1596 verlegten die Wasa-Könige den Regierungssitz nach Warschau. Bei der dritten Teilung Polens wurde Krakau dem österreichischen Königreich Galizien einverleibt. Ab 1815 genoss die Krakauer Republik ihre Unabhängigkeit, bevor sie 1846 erneut von Österreich annektiert wurde. Das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz war eine selbständige Stadt mit eigener Synagoge, bis die Bewohner 1941 von den deutschen Besatzern ins Krakauer Ghetto Podgórze abtransportiert wurden. Auf eine wechselvolle Geschichte blickt auch die Krakauer Jagiellonen Universität zurück. 1364 gegründet, errang sie bald Weltruf und ist mit 18 Universitäten bis heute das akademische Zentrum Polens.

Krakaus Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Wawel

Die erste Burg wurde angeblich vom legendären Heerführer Krak errichtet, Stammesfürst der Wislanen und Namensgeber der Stadt. Auf dem Wawelhügel residierten die polnischen Könige. In der Kathedrale mit den 18 Kapellen wurden sie gekrönt und begraben. Der Wawel gilt als die prächtigste Schlossanlage in Polen. Das Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert beherbergt die Staatliche Kunstsammlung mit dem Kronschatz. Wer vom Burgberg hinunter zum Weichselufer spaziert, kommt an der Drachenhöhle (Smocza Jama) vorbei. Hier, so will es die Legende, erschlug Fürst Krak das Ungeheuer. Den Eingang zur Grotte bewacht heute eine moderne Drachenskulptur, und die spukt tatsächlich Feuer.

  • Marktplatz

Der Marktplatz (Rynek Glówny) ist einer der schönsten und größten mittelalterlichen Plätze Europas. Zentrales Element sind die imposanten Tuchhallen (Sukiennice). Nach einem Brand wurde der gotische Bau während der Renaissance um ein Stockwerk erweitert und diente wohlhabenden Tuchhändlern zur Repräsentation ihrer Waren. Heute finden sich hier kleine Geschäfte, Werkstätten mit Kunsthandwerk und Souvenirläden.

Die Nationalgalerie im Obergeschoss widmet sich der polnischen Malerei des 19. Jahrhunderts.

Das Rathaus wurde 1832 abgerissen. Geblieben ist der freistehende Rathausturm (Wieża Ratuszowa). Von der obersten Plattform bietet sich eine fantastische Aussicht über den Platz.

  • Marienkirche

Von den zahlreichen Kirchen Krakaus ist die Marienkirche (Kościół Mariacki) wohl die faszinierendste. Wahrzeichen der gotischen Basilika sind die beiden unterschiedlich hohen Türme und der imposante Hochaltar. Der 11x13 Meter große Lindenholzaltar wurde vom Nürnberger Bildhauer Veit Stoß geschaffen, der von 1477 bis 1489 an diesem Meisterwerk arbeitete. In der Bläserstube des Nordturms spielt ein Feuerwehrmann zur vollen Stunde das Krakauer Trompetensignal, das an den Einfall der Tartaren erinnern soll.

  • Salzbergwerk Wieliczka

Wieliczka liegt rund 17 km südöstlich von Krakau und wurde 1971 als Kurort anerkannt. Das Salzbergwerk gehört seit 1978 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Jedes Jahr bewundern über eine Million Besucher die kunstvollen Salzschnitzereien in den unterirdischen Kapellen. Zu den schönsten Werken gehören die Altarbilder in der Kapelle der Heiligen Kinga. Das Relief „Das letzte Abendmahl” schuf Bildhauer Antoni Wyrodek nach dem Vorbild des Gemäldes von Leonardo da Vinci. Kronleuchter und Fußböden dieser Kunigunden-Kapelle sind ebenso aus Salz gefertigt wie das Denkmal für Papst Johannes Paul II.


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Die besten Baguettes und gröβten Schnitzel in Krakau – Beinahe jedes Mal wenn ich in Krakau bin und günstig und schnell essen will, dann begebe ich mich auf den Marktplatz im alten jüdischen Viertel Kazimierz. Dort in einer kleinen Bude, die auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders verlockend aussieht, kann man nicht nur die besten warmen Käsebaguettes mit Champignons, Salami, Schinken oder auch für Vegetarier frisch aus dem Steinofen in Krakau kaufen sondern auch die gröβten Schnitzel. Aufgrund der Superlative des Angebotenen ist der Ort wohlbekannt. Der Mann, der diese Spezialitäten verkauft, trägt immer ein T-Shirt mit einem Engel, alle Leute in Krakau kennen ihn und gehen... [mehr]

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