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Tipps Kolímbia

4.0 stars
Pommesfritzl
Sonntag, 24.05.2009 Der Abreisetag – Der Urlaub ist zu Ende 3 Sterne
Dass auch der schönste Urlaub leider allzu schnell endet, musste ich an diesem Morgen leider feststellen und so war ich doch ein wenig traurig ob der bevorstehenden Abreise. So genoss ich noch einmal das reichliche Frühstücksbuffet und wenig später verfrachten wir unser ganzes Gepäck in den Mietwagen und um ca. 9:45 verließen wir das Hotel in Richtung Paradisi zum Flughafen. Durch einen falschen Hinweis meiner Schwester landeten wir kurz auf der falschen Straße, sonst verlief die Fahrt ohne Hindernisse. Um ca. 10:20 Uhr erreichten wir Paradisi. Am Flughafen setzte ich meine Schwester inkl. Gepäck in der Abflughalle ab, denn ich musste ja noch das Mietauto retournieren. Die Rückgabe des Fahrzeuges verlief problemlos, ohne Besichtigung oder sonstigen Hürden. Ich gab der Dame von Holiday Cars bloß den Autoschlüssel und machte mich dann zu Fuß auf den Weg in die Abflughalle, die einige Meter vom Mietwagenschalter entfernt lag. Auf dem Flughafen herrschte reger Betrieb, etliche Menschenmassen warteten an den vielen Schaltern auf ihre Tickets. Die Ticketausgabe unseres Rückfluges nach Graz war noch nicht an der Reihe, trotzdem stellten wir uns am Schalter an, dessen Nummer auf der Infotafel ersichtlich war. Etliche Warteminuten später erhielten wir unsere Tickets und ich war erstaunt, dass meine Reisetasche nur um die 19,5 Kilo wog. Ich hatte nämlich mehr Gewicht befürchtet. Mit den Tickets in der Hand mussten wir unsere Koffer und Taschen noch durch eine Sicherheitskontrolle bringen, welche sich als ein einziges Förderband für alle Flüge mit einer Mitarbeiterin zeigte. Davor warteten Mengen von Reisenden und es dauerte doch lange, bis wir das Gepäck abgeben durften. Wir begaben uns hinauf zur letzten Sicherheits- u. Passkontrolle. Als ich mich durch die elektronische Kontrolle bewegte, erschallte sofort ein schriller Alarm. Hurtig war ein Sicherheitsbeamter zur Stelle, der mich auf mögliche Waffen oder sonstige gefährliche Gegenstände untersuchte. Natürlich wurde er nicht fündig, der Grund des Alarms war aber schnell gefunden, denn ich hatte in der Eile vergessen, die Sonnenbrille aus der Hemdtasche zu entfernen.
Nach diesen Torturen landeten wir dann endlich in der überfüllten Wartehalle, worin sich um die 12 Gates befanden. Auch diese Räume waren stark frequentiert, so dass es sehr schwer war, einen Sitzplatz zu finden. Schließlich fanden wir dann doch in Gate 12 eine Sitzgelegenheit. Der Monitor mit den Fluginformationen befand sich in der Mitte der Großen Halle, und aus den Lautsprechern ertönten laute Passagieraufrufe in verschiedenen Sprachen, gelegentlich machte sich ein lautes, schrilles Pfeifen aus den Lautsprechern bemerkbar.
Unser Flug zeug sollte eigentlich um 13:20 nach griechischer Zeit starten. Doch wie zu Beginn des Urlaubs gab es eine Verspätung von ca. 1 Stunde. Also hieß es, zwischen Gate und Infotafel hin und her zu laufen, damit wir das richtige Gate finden. Dem Flug war nämlich noch immer kein Gate zugeteilt.
Während unseres Wartens trafen wir unseren Bekannten aus dem Hotel wieder, den wir auf unseren Erkundungen oft trafen. Es stellte sich heraus, dass er aus Salzburg war, und natürlich auch auf den Rückflug wartete. Auch bei diesem Flug wurde eine Verspätung angekündigt. Um ca. 13:30 sah ich dann eine Lauda/AUA Maschine, wie sie zur Landung ansetzte. Leider war es aber nur der Flieger nach Salzburg, also mussten wir noch ein wenig warten. Um ca. 14:15 landete dann endlich unsere Maschine, aber die Gate nummer wurde dennoch nicht auf der Infotafel angezeigt. Etwas später ertönte dann der Aufruf für den Grazer Flug aus den Lautsprechern, eine weibliche Stimme rief „Austrian Airline Flug 9090 nach Graz Gate 6 und 7“ Schnell ergriffen wir unser Handgepäck und eilten zum entfernten Gate, da wir ja noch in Gate 12 warteten. Dann ging alles sehr schnell, ab durch die Ticket- u. Passkontrolle hinaus auf Zubringerbus zum Flugzeug. Obwohl das Flugzeug nicht weit vom Gateausgang entfernt parkte, führte uns ein Bus zum Flieger. Hinein in den Flieger, diesmal hatte ich den Platz 3C und meine Schwester 3 D, also saß ich links, und sie Rechts vom Flugzeuggang. Das Flugzeug rollte auf die Startbahn und ohne Verzögerung beschleunigte das Flugzeug bis wir abhoben. Diesmal machte mir der Start nicht so viel aus. Beim Steigflug verspürte ich dann doch einige unerwartete Turbulenzen, die das Flugzeug ordentlich durchrüttelten. Der normale Reiseflug war bis auf einige Rüttler ruhig. Ich freute mich diesmal auf mein Mittagessen, den ich hatte schon Hunger, und mir ging es während des Fluges recht gut. Zur Auswahl standen Champignonnudeln oder Wienersschnitzel. Ich wählte die Nudeln, Jasmine wählte das Schnitzel. Neben mir saß ein Mann mit einem Kleinkind, das die meiste Zeit schlief, seine Frau mit dem anderen Kind saß neben Jasmine und die Kleine war etwas unruhiger.
Hinter meiner Schwester saß ein ca. 9 Jahre altes Mädchen, das sich während des gesamten Fluges, trotz so mancher Durchrüttler nicht beirren ließ und sich köstlich unterhielt und auch zu singen begann. Vor mir saß ein paar mit einem Kleinkind, das kurz vor jeder Turbulenz zu weinen begann, als ob es das Kind ahnte.
Endlich wurde das Essen serviert und diesmal aß ich alles auf. Ungefähr zur Hälfte des Fluges blickte ich aus dem gegenüberliegenden Fenster und sah blauen Himmel, während sich auf der linken Seite dunkelgraue bis Schwarze Gewitterwolken zeigten. Da bemerkte ich, wie wir zusätzlich an Höhe zulegten, dies wurde mir durch den Monitor im Flugzeug, wo man sich über viele Details wie Reisehöhe, Geschwindigkeit, Position u. vieles mehr, informieren konnte. Wir stiegen von 38.000 auf 40.000 Fuß Höhe, nach der Gewitterfront wieder langsam zurück auf 37.000 Fuß. Nicht lange danach begann der Sinkflug und je tiefer es ging, umso mehr spürte ich wieder richtig das Blut in meinen Adern fließen.
Kurz vorm Landeanflug machte dann das Flugzeug dann eine etwas harte Links-Rechts Kombination, wo ich schon der Meinung war, der Wind hätte das Flugzeug vom Kurs abgebracht und verweht. Ich irrte mich, denn es war ein geplantes Manöver und so landeten wir schließlich weich um etwa 15 Uhr 30 nach österreichischer Zeit am Flughafen in Graz. Es war sehr trüb, aber warm und schwül.
Nun mussten wir noch an die Gepäckausgabe und endlich nach einiger Zeit bewegte sich das Förderband und lieferte etliche Taschen u. Koffer an die darauf wartenden Menschen. Ich erhielt diesmal zuerst meine Tasche und etwas später traf der Koffer von meiner Schwester ein.
Mit Reise – u. Handgepäck quälten wir uns durch die Zollkontrolle hin zum Parkplatz, wo die letzte Suche, die Suche nach meinem Auto, anstand. „Ah, da drüben steht er!“ Ich wusste nicht mehr genau, wo ich mein Auto geparkt hatte, aber dieses Fahrzeug stach mit seiner türkisgrünen Farbe hervor. Es stellte sich dann aber heraus, dass es doch ein anderer Wagen war. Der Parkplatz war vollgefüllt mit Autos, weit mehr als beim Abflug. Eigentlich dachte ich, das Auto mein Auto müsste ich ja mit meiner Auffälligen Farbe sofort finden, aber ich wurde des besseren belehrt. Schließlich wurde ich dann in der Mitte des Platzes fündig, wo wir das Gepäck in meinem Suzuki verstauten und uns Richtung Eisenerz auf den Weg machten. Diesmal aber nur über die Normale Autobahn Richtung Bruck , Leoben und nicht durch den Gleinalmtunnel.
Um etwa 17:45 Uhr erreichten wir dann Eisenerz, wo man ganz gespannt auf unsere Rückkehr und den Reisebericht harrte.


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Pommesfritzl
Samstag, 23.05.2009 Reges Treiben auf der Insel – Straussenzoo, Therme und ein Historien Park 4 Sterne
Am vorletzten Urlaubstag steuerte ich das Mietauto über die Straße zum Schmetterlingstal in Richtung Straussenzoo. Dort tummelten sich neben Sträußen unter anderem auch Affen, Enten, Ziegen, Wildschweine, Kamele, Lamas und ein etwas faules Känguru, das sich von den Besuchern gar nicht zum Bewegen ermuntern ließ. Aber auch der Waschbär lag nur etwas unmotiviert auf seinem Schlaflager, einem in einem Käfig angebrachten, dicken Ast.
Wir machten uns weiter auf die Reise zu der Therme in Kalithea und etwas später zu einem Historischen Park in Faliraki, welcher im Reiseführer gar nicht erwähnt wurde. Der Historische Park befindet sich zwar anders als erwartet nicht im Freien sondern in einem Gebäude, ist aber doch sehr sehenswert.
Das nächste geplante Ziel war Charaki, wo sich auf einer Anhöhe das verlassene Kloster Mon Kamiru befindet. Der Weg führte uns wieder über eine holprige Steinstrasse hinauf, vorbei an einer etwas kahlen, unheimlich wirkenden Landschaft. Das Kloster war zwar versperrt, jedoch hing der Schlüssel neben der Tür, sodass wir dennoch einen Blick in den Innenhof werfen konnten.

Die Zeit vergeht bei solchen Ausflügen ja rasend schnell, und so verstrich auch dieser Tag wieder in Windeseile. Im Hotel angekommen, nahmen wir das letzte Abendessen ein, nach erfolgtem Abendmahle mussten leider schon die Koffer für die Abreise gepackt werden. „So ein Mist“ schimpfte ich heimlich mit mir „Warum habe ich soviel unnützes Zeug mitgenommen, die Tasche geht ja gar nicht zu!“ ich hatte nämlich viel zu viel Gewand und Handtücher mitgenommen. Da meine Schwester für ihre Andenken u. frisch gekauften Utensilien auch noch ein wenig Platz in meiner Reisetasche beanspruchte, musste ich doch einige Sachen im Hotel lassen. Nach langem hin und her entschied ich mich für ein paar alte Handtücher, die nur viel Platz wegnahmen und auch einiges an Gewicht wogen. Zusätzlich ließ ich noch einige unnütze Kosmetikartikel liegen, für das ich überhaupt keinen Platz mehr in meiner Tasche übrig hatte.
Das Wetter war an diesem Tag endlich wieder mal ganztägig schön und heiß.


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Pommesfritzl
Freitag, 22.05.2009 Die Sonneninsel Rhodos – Regen, Müll und die Suche nach der verlorenen Stadt 4 Sterne
Wie gehabt folgte nach dem Frühstück eine weitere Erkundung der Insel. Unser erstes Ziel an diesem Tag war die Stadt Pylonas, welche in der unmittelbaren Nähe von Lindos liegt. An diesem Ort gab es einige mykenische Gräber zu besichtigen. Leider waren die Grabzugänge stark verwachsen, so dass wir uns doch nicht in das Innere wagten, denn es könnten ja irgendwo Spinnen und Schlangen lauern. Also fuhren wir weiter über Laerma zum Kloster Mon Tharie, welches wir aber nur von außen besichtigten, denn es war das Betreten nur mit geschlossener Kleidung möglich, und wir hatten luftige Sommerkleidung an. Außerdem durfte man nur mit Führung hinein, was mir aber weniger Freude bereite hätte. Wie wir dann später erfuhren, hätte man uns etwas zum drüber ziehen gereicht, aber so interessant war das Klosterinnere dann sicher doch nicht. In der Zwischenzeit verdunkelte sich der Himmel stark durch die aufkommenden grauen Wolken, und ich verspürte sogar einige Regentropfen während unserer Klosterbesichtigung.
Davon unberührt machten wir uns auf in Richtung Südküste, auf der Suche nach der antiken Stadt Vrolia und der Erkundung des eigentlich nicht richtig zur Insel gehörenden Teiles Prasionissi, das gelegentlich von der Flut von Rhodos abgeschnitten wurde.
Als wir dann am Strand ankamen, gingen wir zu Fuß einer steinigen, felsigen Küstenstrasse entlang, wo wir mit den Unschönen Seiten der Insel Bekanntschaft machten. Auf Wiesen und den Stränden lagen überall Müllberge, ja selbst im Meer trieben verschiedene Teile umher, wie Schuhe, Reste von Tischen u. Stühlen.
Mangels Wegweiser, was scheinbar auf dieser Insel zur Normalität gehört, wussten wir noch nicht genau, wo wir die antike Stadt finden könnten. Vor uns tat sich ein Felsen auf, den wir erklommen, und wenig später mit der doch noch zwischen den Wolken herausragenden Sonne im Nacken entdeckten wir die ersten Mauerreste der Stadt, die sich auf dem Hügel über eine große Fläche ausbreitete. Auf dem Weg dorthin sammelte mein Schwesterlein einige Tonscherben auf.
In der Zwischenzeit verschwandt die Sonne wieder hinter dunkelgrauen Wolken, und ab und zu konnte man Donnergeräusche von einem sich anbahnenden Gewitter hören. Nichts mit den vielen sonnigen Tagen der Sonneninsel. Nun ging es wieder abwärts über den manchmal überfluteten Strand, wo sich das Ausmaß der Vermüllung erst richtig zeigte. Zusätzlich zum Müll hatte das Meer Mengen von Algen angeschwemmt. Während des Weges sammelte meine Schwester einige Muscheln aus dem Meer auf, und wir bewegten uns weiter hinauf auf die Anhöhe in Richtung Prasionisi. Hier führte eine sandige, mit vielen großen Rinnen vorhandene Straße hinauf. Wir entdeckten eine kleine Hütte und neben ein Steingrab mit einem Kreuz. Auf der Anhöhe befanden sich etliche Figurenähnlich zusammengelegte Steinhaufen. Eigentlich wollten wir weiter an das Ende der Insel, aber der blitzartig auftretende Regen zwang uns zur Umkehr. Regen sollte ja auf der Insel selten sein, doch Ausnahmen gibt es ja scheinbar immer wieder, was wir unfroh über uns ergehen lassen mussten.
Als wir einen Teil des Weges zurück fuhren, mussten wir unerwartet einen Halt einlegen. Eine Armee aus lauter Ziegen überquerte wohlgemut die Straße, es schien schier kein Ende zu nehmen. Als das letzte Tier die Straße verlassen hatte, ging es über die Westküste, weiter durch das Inselinnere zurück nach Kolymbia, wo wir unter anderem ein Dorf namens Vati entdeckten.


Kurz vor Kolymbia führte uns unsere Reise noch zum Kloster Iera Moni Panagias auf einem 300 Meter hohen Felsengebirge liegend, welchen man vom Hotel aus gut sehen konnte. Laut Reiseführer sollte eine gut ausgebaute Straße hinauf auf den Berg führen, wir aber fanden nur eine etwas holprige, steinige Straße vor. Oben angelangt parkten wir auf einer sehr schrägen Fläche, sodass ich schon befürchtete, das Auto könnte umkippen. Über 305 Stufen, die etwas weiter auseinanderlagen, erreichten wir dann das Kloster. Während des etwas mühsamen Aufstieges wurden wir mit wunderschönen Aussichten auf das Meer und die Umgebung belohnt. Das Wetter war zu dieser Zeit wieder sehr schön und warm und wenige Wolken bedeckten den Himmel, sodass die Sonne wieder ungehindert ihre Strahlen herunterschicken konnte.
Vom Kloster selbst hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die Hotelanlagen, den Strand u. die Stadt Kolymbia. Auf dem Berg selbst befanden sich neben dem Kloster etliche Funk u. Satellitenantennen.
So wurde aus dem Anfangs verregneten, doch noch ein schöner sonniger Urlaubstag.


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Pommesfritzl
Donnerstag, 21.05.2009 Die Erkundungen gehen weiter – die wandelnde Krabbe, das Schmetterlingstal und Felsengräber 4 Sterne
Diese Insel hatte ja noch allerhand sehenswertes zu bieten, und so machten wir uns an diesem Urlaubstag auf die Reise ins Schmetterlingstal. Über viele Holzbrücken und einige Stiegen ging es durch diese schöne Landschaft, inmitten von Teichen und kleinen Bächen. Es herrschte eine angenehme Stille und außer ein paar zwitschernden Vögeln und das Rauschen der Bäche war nichts zu hören. Der Hinweistafel zu Beginn entnahmen wir, das man sich ganz behutsam und sehr leise durch das Gebiet bewegen soll. Am anderen Ende des Schmetterlingstales gelangten wir über die Zubringerstraße zu einem kleinen Kloster mit Taverne. Hier machten wir kurz Rast und genossen die schöne Aussicht und die Ruhe. Nach getaner Erholungspause gingen wir wieder zurück durch das Tal zum Naturkundlichen Museum, wo wir auf eine Krabbe trafen, die sich munter seitwärts über den steinigen Weg bewegte. Das Museum hatte wenig Neues zu bieten. Wir hofften, hier Hinweise auf die von uns gesichteten Echsen und Spinnen zu finden. Wir konnten lediglich zahlreiche ausgestopfte Schmetterlinge und schon bekannte Tiere wie Fuchs, Feuersalamander bestaunen.
Von den Schmetterlingen selbst war im Tal nichts zu sehen, was man einerseits auf die Jahreszeit, andererseits auf die Touristen schob, da diese die Tiere zusätzlich verscheucht hätten. Angesichts der Ausgestopften Schmetterlinge bin ich mir aber nicht sicher, ob das nicht auch ein Grund ist, warum immer weniger Schmetterlinge dieses Tal bewohnen.
Auf einer Küstenstrasse fuhren wir dann weiter Richtung Monolithos mit Johanniterfestung. Über Theologos, wo Tempelreste liegen ging es dann hinunter zur Küste Kap Fourni. Der Weg dorthin führte uns über eine recht holprige, teilweise schmale Straße, wo man am Straßenrand in den sich auftuenden, furchterregenden Abgrund blickte. An der Küste angekommen, suchten wir den Weg zu den Felsengräbern. Wohin wir auch blickten, kein Weg hinauf war ersichtlich. Nicht unweit des Strandes ragte ein höherer etwas zerklüftet wirkender Felsen empor, der sich teilweise aus lockerem Sandgestein zusammensetzte. Auf diesen Felsen zeigte meine Schwester. Ich sah aber nirgends einen Weg und hatte schon die Befürchtung, dass sie in ihrem Erkundungswahn über das unsichere Felsengestein hinauf in luftige Höhen klettern wollte, während einige gerade angekommene Touristen wohlgemut einen von uns zuerst unentdeckten Weg Richtung Felsen hinauf spazierten. Sofort folgte meine Schwester diesen Wanderern und ich schritt hinterher. Eine kurze Wanderung später standen wir schon am Felsen und ergötzten uns an der schöne Aussicht, hinweg über das Meer. Am Ende der Klippe tat sich ein Steinhaufen auf, den meine Schwester als Leuchtturmreste deklarierte. Ein wenig abwärts gelegen fanden wir auch dann die vielen Felsengräber, und in Meeresnähe entdeckten wir so eine Art Auffangbecken mit eingemeißelten Stufen, worin sich etwas tiefer das Wasser des Meeres erstreckte. Welch eine Verwunderung überkam mich, als mich meine Schwester fragte, ob der Mann in der Ferne nicht unser Hotelmitbewohner sei, den wir auch schon am Vortag getroffen hatten. Ich war mir nicht sicher, und meinte, meine Schwester leidet ein wenig unter der Hitze, da sie schon Sinnestäuschungen zu haben schien. Doch als er näher kam, bestätigte sich ihre Vermutung.
Schon etwas seltsam, so klein ist die Insel nun auch wieder nicht, umso lustiger, das man ohne Absprache dasselbe Ziel zur selben Zeit auswählte. Vielleicht hat man unsere Pläne ja am Frühstückstisch gar belauscht?
Es wehte an diesem Tage ein starker warmer Wind, man kann sogar sagen, ein Sturm. Das Wetter selbst war warm und teilweise bedeckt. In Kolymbia hat es wieder geregnet, was wir bei der Ankunft im Hotel bemerkten.


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Pommesfritzl
Mittwoch, 20.05.2009 Die Stadt Rhodos – Altstadt, der Sonnenstich und die Souvenirläden 4 Sterne
An diesem Tag planten wir einen Ausflug in die Stadt Rhodos. Schon am Morgen fühlte ich mich ein wenig geschlaucht, vermutlich durch die vergangenen Anstrengungen, das ungewohnte Klima und vielleicht auch durch das nicht gerade schöne Wetter an diesem Tag. Es war stark bewölkt und drückende Schwüle umgab die schon mehr als feuchte Luft. Kurz vor Rhodos Stadt musste ich dann an einer Kreuzung wegen einer roten Ampel halten, als urplötzlich ein kleines Mädchen die stehenden Autos abklapperte, vermutlich um Geld zu erbetteln. Nun wäre es ja zu schön gewesen, wenn wir auf unserer Fahrt mal den richtigen Weg genommen hätten, aber bei meiner Schwester als Navigator erreicht man meist andere Orte als es ursprünglich geplant war. So steuerte ich das Fahrzeug inmitten der Großstadt, quer durch Rhodos. Hier herrschte eine für Griechenland untypische Hektik, die mich ein wenig mitriss und etwas nervös machte. Wir hofften irgendwo in der Nähe der Akropolis einen Parkplatz zu finden, aber das war schier unmöglich. Und wie immer bei unseren Ausflügen fuhren wir einige Ehrenrunden, bis wir dann letztendlich auf einer Anhöhe mit Blick auf den Strand u. das Meer einen Platz zum Parken gefunden haben. Ich wusste zwar nicht, ob hier Parken erlaubt war, da ich aber nirgends ein Verbotsschild entdeckte, stellte ich das Fahrzeug ab. Trotzdem hatte ich kein gutes Gefühl, denn das Auto könnte ja auch gestohlen, oder dennoch aus irgendwelchen Gründen abgeschleppt werden. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Akropolis. Der Weg dahin führte uns durch die Großstadt, vorbei an schönen Häusern, Geschäften und großen Hotelanlagen. Rund eine viertel Stunde später trafen wir dann bei der Akropolis ein. Auf dem Vorplatz befand sich ein großes antikes Stadion mit einem Amphitheater, etwas weiter oben lagen Reste der Akropolis. Zu Fuß ging es weiter in Richtung Altstadt von Rhodos und die nicht enden wollende schwüle und feuchte Luft erschwerte jeden einzelnen Schritt. Nach etlichen Gehminuten später trafen wir vor den Mauern der Alten Stadt ein, und erfreuten uns am Anblick. Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit etwas verbessert, die Schwüle löste sich nach und nach auf, und der anfangs wolkenbedeckte Himmel erstrahlte nun im schönsten Blau. Eine Steinbrücke führt zum Tor der Altstadt, und im Innenbereich erwarteten uns etliche Tavernen u. Souvenirläden, und natürlich wimmelte es wieder von Menschen verschiedener Nationen. Die Gastwirte hier sind teilweise sehr aufdringlich, wollten sie doch jeden zu einem Trink und Essen überreden. Wir aber ließen uns dadurch nicht beirren und marschirrten weiter. Zuerst erkundeten wir das Museum mit vielen schönen Ausstellungsstücken wie reichlich verzierte Tonkrüge, Statuen in verschiedenen Größen und etliches mehr. Nun ging es weiter zum Großmeisterpalast, indem sich auch ein Museum mit noch mehr Sehenswürdigkeiten befindet. Als wir den Palast verließen, brannte die Mittagssonne stark vom Himmel und da ich meine Kopfbedeckung nicht mit hatte, war ich dem Sonnenstich nahe. Als dann meine liebe Schwester einen Souvenirladen nach den anderen abklapperte und etliche Zeit darin verbrachte, war mir das ein wenig zu viel und ich rannte ein wenig planlos, vermutlich durch den sich ankündigenden Sonnenstich durch die Menschenmengen, so Recht hatte ich mich kurzzeitig nicht im Griff. Außerdem hatte ich wenig getrunken. Natürlich hätte ich nur in einen der Läden bzw. Tavernen gehen müssen, um meinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, aber daran dachte ich komischerweise nicht. Meine Schwester fing mich dann schon zu suchen an, und nach einiger Zeit fanden wir uns wieder. Der Weg führte uns über die Küstenstrasse retour zum Auto, und ich war heilfroh, als es dann unversehrt am selben Platz noch aufzufinden war. Man weiß ja nie, was alles so in einer fremden Umgebung passieren kann. Die Klimaanlage erleichterte die Fahrten erheblich, und wir fuhren über Filerimos ins Hotel zurück. Das Wetter war an diesem Tag wie erwähnt etwas unbeständig, und in Kolymbia hat es stark geregnet, was wir an den zahlreich vorhandenen Wasserlacken im Bereich des Hotels bemerkten.


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Pommesfritzl
Dienstag, 19.05.2009 Weitere Erlebnisse – die 7 Quellen, Grillen und der 2 Euro Inder 4 Sterne
Die nächste Erkundung der Insel führte uns ins Tal der 7 Quellen – Epta Piges. Der Weg dorthin führte uns über eine kurvenreiche Straße, inmitten einer mit üppiger Vegetation versehenen Landschaft, hinein in das Inselinnere. Anders als auf den Hauptverkehrsrouten der Insel herrschte hier beinahe kein Verkehr. Während unserer Fahrt bemerkten wir einen Radfahrer, der mit einem Gast unseres Hotels starke Ähnlichkeit aufzeigte.
Nach einigen Minuten Fahrt parkten wir unser Auto am Straßenrand und wanderten über einen steinigen Waldweg etwas bergauf, vorbei an einem kleinen Bach in Richtung der 7 Quellen. Etliche Minuten später erreichten wir einer großen Fläche, bedeckt von Bäumen u. Sträuchern, indem sich ein Gasthaus befand. Vor dem Gasthaus lag ein Wassertunnel, der etliche Meter unterirdisch verlief und ein paar Zentimeter Wasser führte. Wir aber gingen weiter auf der Suche nach den 7 Quellen und so führte uns der Weg vorbei an einem Bachbecken mit Quellen, hinauf in das obere Tal, wo wir dann in unmittelbarer Nähe eines Felsens stehenblieben. Darunter befand sich ein kleiner Teich, nur von den Quellen war noch nichts zu sehen. Auf einer Anhöhe entdeckten wir einige Ziegen, die munter drauflos spazierten. Weiter ging die Wanderung über einen steilen Weg. Etliche Fußschritte später eröffnete sich uns dann ein kleines Feld, umgeben von Olivenbäumen. Am Boden machten sich Armeen von Grillen breit und ohne auf eine zu treten, war Angesichts der immensen Anzahl der Insekten fast unmöglich. Vorsichtig schritten wir hindurch, etwas entfernt erblickte ich eine Geiß mit Geißlein, welches gerade von der Mutter gestillt wurde. Unsere Anwesenheit störte die Beiden wohl gar nicht. Wir waren immer noch der Meinung, die 7 Quellen lägen irgendwo weiter oben. Wir mussten uns aber dann vom Gegenteil überzeugen lassen. Nichts als Felder über Felder, mit Olivenbäumen, mehr fanden wir nicht. Auch die Blicke in den Reiseführer, den meine Schwester in der Hand hielt, halfen nicht viel. Auf den Bildern sah das alles ganz anders aus, viel mehr Teiche, Dämme u. dgl. Schließlich entschlossen wir uns, wieder talwärts zu marschieren. Als wir uns dann wieder in der Nähe des Gasthauses befanden, waren wir sehr überrascht, naja, ich zumindest. Auf einer Hinweistafel, die wir wahrscheinlich zuvor übersehen hatten, wurden wir fündig, sie zeigte in Richtung Gasthaus, wo sich nicht unweit der Teich mit den 7 Quellen befand und wo wir zu Beginn unserer Wanderung eigentlich achtlos verbeigegangen sind. „Das sollen die 7 Quellen sein?“ ich schaute meine Schwester etwas enttäuscht an, den die berühmten 7 Quellen war nichts anderes als kleine Quellen, die nebeneinander in einen Teich flossen. „Das finden wir ja bei uns in Österreich auch, im Reiseführer sah das alles viel toller aus!“ bemerkte ich, mit vorwurfsvollem Blick zu meiner Schwester. Aber dennoch war der Ausflug schön und auch sehenswert, ich hatte mir jedoch ein wenig mehr erwartet.
Wir wanderten zurück zum Parkplatz, wo wir nach kurzer Unterredung unsere Erkundungen weiter fortsetzten. Die Fahrt führte uns noch tiefer in das Inselinnere hinein. Für unsere nächste Tour hatten wir uns den 2. Höchsten Berg der Insel Rhodos ausgesucht, den Profitias Illias, der stolze 798 Meter über den Meeresspiegel hinausragte. Die im guten Zustand, aber doch etwas schmale Höhenstrasse führte uns dann zur höchsten, befahrbaren Stelle hinauf. Hier hielten wir auf einem kleinen Parkplatz an, wo es eine kleine Kirche, die Agios Nikolaus Fourtouki, anzusehen gab. Aber zuerst erfrischten wir uns an einem kleinen Brunnen, der sich gleich neben dem Parkplatz befand. Nach getaner Erfrischung und Erkundungen des Terrains ging es dann talwärts über eine schmale, mit vielen engen Kurven versehene Straße. Die Straße in jeder Kurve ging in eine gefährliche Schräglage über, welche durch einen vor uns fahrenden Reisebus sehr deutlich zu erkennen war. Bei der Durchfahrt dieser Kurven neigte sich der Bus sehr stark, so das es den Anschein hatte, dieses Fahrzeug könnte jeden Moment Umfallen. Er kippte gottlob nicht um, deshalb mussten wir aber mit geringer Geschwindigkeit hinterherfahren, den an ein Überholen war bei dieser Engen u. kurvenreichen Straßen nicht zu denken. Als wir dann endlich wieder im Tal angelangt waren, fuhren wir weiter über Embonas nach Kritina, wo ich unseren Mietwagen durch weitere engen, mit allerlei Fahrzeugen u. Menschen stark frequentierte Gassen navigieren musste. Dank meiner Schwester als Navigator blieb mir diese Anstrengung nicht erspart, obwohl es eine schöne, gut ausgebaute Umfahrungstrasse gab, wie sich später herausstellte.
Wenig später trafen wir in Kamiros Skala ein, um die schöne u. gut erhaltene Johanniterburgruine zu erkunden, mit Ausblick auf die Inseln Alina, Chalki u. Ataviros. Als wir aus unserem Auto ausstiegen, trauten wir unseren Augen nicht. Es kam uns genau der Radfahrer entgegen, den wir auf dem Weg zu den 7 Quellen gesehen haben. Wir schauten ihn etwas verwundert an und plauderten ein bisserl. Dann machten wir uns sogleich auf den Weg zur Ruine. Hier wurde unsere Aufmerksamkeit auf mehrere Inder gelenkt, die scheinbar hier allerlei verschiedene Arbeit verrichteten. Hier auf der Burgruine wimmelte es nur so von Touristen, aber das ist auf dieser Insel nichts Außergewöhnliches. Den Blick auf die nahegelegenen Inseln genossen wir, wenngleich die Aussicht durch etwas Nebel über dem Meer etwas trüb erschien. In der Zwischenzeit waren die Touristen verschwunden und auch wir gingen in Richtung Ausgang um das Bauwerk zu verlassen, während ich so spazierte, schien jemand hinter mir nachzugehen. Ich drehte mich aber nicht um, obwohl in mir ein seltsames Gefühl aufkam. Nachdem keine Touristen mehr vor Ort waren, konnte es sich nur um einen Arbeiter handeln. Eine Tür etwas weiter links unten vom Haupteingang erregte meine Aufmerksamkeit und ich wollte erkunden, was es da zu sehen gab. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich einiges an Werkzeug der Arbeiter, die Tür war aber verschlossen. Beim Rückweg saß plötzlich ein Inder neben dem Eingang, welcher eine ca. 50 cm lange Säge in der Hand hielt und mich komisch anblickte und nach einigen Sekunden der prüfenden Blicke fragte er mich auf Englisch:“Do you have 2 Euro for me?“ Etwas seltsam, aber was sind den schon 2 Euro? Ich gab sie ihm und erwiderte auf Englisch, das es heute sehr heiß sei. Aber irgendwie schien ihm das doch egal zu sein, er war scheinbar nur an den Euros interessiert. Mit 2 Euro weniger erreichten wir dann den Parkplatz und fuhren los nach Kamiros zum Besuch der antiken Stadt.



Nach reichlichen Erkundungen ging die Reise dann weiter nach Filerimos. Hier erwarteten uns die Akropolis, ein Kloster, eine byzantinische Ruine und letztendlich einige Reste eines altgriechischen Tempels.
Die Fahrt dorthin hatte es aber wie schon so oft auf dieser Insel in sich. Zuerst folgten wir dem Wegweiser, der uns auf eine Rundreise quer durch Filerimos brachte, teilweise wieder durch enge, verkehrsreiche Gassen. Immer wieder sahen wir den Berg mit dem Kreuz, unseren nächsten Haltepunkt. Mit dem Ziel vor Augen steuerte ich den Wagen durch die beschriebenen Gassen, der Weg hinauf war einfach nicht zu finden. Viel Zeit verstrich, bis wir uns endlich mehr durch Zufall den durch Hinweise, auf der richtigen Straße befanden. Oben angekommen schauten wir zuerst zu dem großen Kreuz, das einige Meter entfernt vom Kloster lag. Auf dem Weg dorthin machten wir Bekanntschaft mit einem Pfau, der uns stolz ein wenig folgte. Das große Kreuz, etwa 15 bis 20 Meter hoch, war Innen hohl und mit einer Wendeltreppe versehen, mit der man Spitze erreichen konnte. Als ich ein paar Stufen erklommen hatte, drehte ich dann doch wieder um, da mir diese nicht besonders sicher vorkamen. Wir spazierten wieder retour und schauten uns die anderen Sehenswürdigkeiten an.

Die Zeit verging bei solchen Ausflügen wie im Flug, und so machten wir uns dann wieder auf die Heimreise in Richtung Hotel. Auch an diesem Tag war das Wetter sehr schön und natürlich sehr heiß.


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Pommesfritzl
Montag 18.05.2009 In neuer, fremder Umgebung – der Urlaub beginnt 4 Sterne
Die erste Nacht im Hotel verlief für mich etwas unruhig, geplagt von starken Kopfschmerzen schlief ich nicht besonders gut, bewirkt durch den anstrengenden Anreisetag und vor allem durch das andere Klima.
Das Frühstücksbuffet eröffnete täglich um 7:30 Uhr und der Saal schloss um etwa 9 Uhr seine Pforten. Genug Zeit, um ein ausreichend zu speisen.
Um 6 Uhr meldete sich der Wecker meines Handys, den ich aber doch anfangs ignorierte. Im Urlaub wollte ich mich keinem unnötigen Zeitdruck aussetzen, deshalb drehte ich mich noch mehrmals gemütlich im Bett nach, ehe ich kurz vor 7 Uhr meinen Schlafplatz verließ und langsam in Richtung Badezimmer schlenderte. Etwas gerädert erschien ich dann im Speisesaal, während meine Schwester schon gierig alles Ess- u. Trinkbare wie ein Tier nach dem Winterschlaf in sich hineinstopfte, als ob sie tagelang nichts zu essen bekommen hätte.
Vom Müsli, Joghurt, Honig, Marmelade bis hin zu verschiedenen Wurstsorten, Eier, Tomaten, Paprika, Gurken fand man alles, was der hungrige Urlaubermagen so begehren konnte. Als weiteres konnte man natürlich Brötchen, Weißbrot, ja sogar Mehlspeisen und Croissants auf dem Speisetisch finden, Kaffee, Tee und verschiedene Fruchtsäfte rundeten das ganze Angebot ab. Der Kaffee war nicht ganz mein Geschmack, deshalb trank ich meist schwarzen Tee. Am meisten aber wurde meine Freude getrübt, als ich mich auf die Eier stürzte, die in zahlreicher Menge in einer Schüssel lagen. Ich malte mir schon den herrlich gelben, noch flüssigen Eidotter, umgeben von gut gehärtetem Eiweiß aus. Wie war ich da enttäuscht, als mich nach Entfernen der Schale ein hartgekochtes Ei anlachte! „Na, dann eben nicht!“ sprach ich leise zu mir selbst.
Nachdem wir uns sattgegessen hatten, was bei meiner Schwester eher selten der Fall ist, stiegen wir in dem am Hotelparkplatz abgestellten Mietwagen und machten uns auf die erste Reise, auf ins nicht weit von Kolymbia entfernte Lindos.
Doch zuerst machten wir kurz nach der Ausfahrt an einer nahegelegenen Kreuzung einen Abstecher in Richtung Tsambika Beach, wo wir eine kleine Kapelle besichtigten, die aber leider durch einen versperrten Zaun unzugänglich war. Wir erfreuten uns an der schönen Landschaft und eine Echse lenkte unsere Aufmerksamkeit auf das tierische Leben der Insel. Nach dem kurzen Halt fuhren wir weiter nach Lindos und fanden dann etwas außerhalb des Dorfes einen großen Parkplatz, dort stellten wir unseren Wagen ab. Zu Fuß schritten wir gut gelaunt bergab Richtung Hauptplatz, vorbei an einem Esel, der neben der Straße ein groß angelegtes Revier bewohnte. Schließlich erreichten wir dann die Gassen von Lindos, die uns in Richtung Akropolis führen sollten. Dort wimmelte es nur von Souvenirläden u. Tavernen, und natürlich auch von Touristen.
Die Wahl meines Schuhwerkes und das Fehlen von Socken stellten sich als großer Fehler heraus, denn schon nach einigen Schritten fingen mich die Schuhe an, schmerzhaft aufzureiben. Naja, eigentlich waren es weniger die Schuhe, mehr die Füße, die meine Bewegungslust aufgrund der Reibung und den daraus entstehenden Verletzungen eindämmten. Zur Linderung dieser Leiden stopfte ich Papiertaschentücher in meine Schuhe, was mir letztendlich auch ein wenig Erleichterung schaffte, doch von einer ganzen Befreiung der Beschwerden konnte nicht die Rede sein. Da ich ja auch kein Indiana bin und auch nicht werden will, half mir das Sprichwort „ ein echter Indianer kennt keinen Schmerz!“ gar wenig. Dennoch biss ich meine unechten Zähne zusammen und trottete langsam humpelt hinter meiner Schwester her, die bei fast jedem Souvenirladen stoppte und mit großen Augen diesen auch betrat. Es war in etwa 10:20 Uhr, natürlich nach griechischer Zeitmessung, als den Haupteingang der Akropolis erreichten. Neben dem Eingang war eine Tafel mit den Öffnungszeiten angebracht.
Anders als im Reiseführer und in den Informationen des Hotels ersichtlich, wurde das Tor in das antike Bauwerk erst um 13:30 Uhr geöffnet. Meine Schwester machte den Vorschlag, dass wir eben zuerst das Amphitheater und später das Felsengrab besichtigen sollen. Mir blieb keine andere Wahl und so marschierten wir um die Akropolis über eine Wiese talwärts, hier lauerte schon die nächste Begegnung der unbekannten Art. In einem Spinnennetz, das sich großflächig über die Wiese, an Büschen befestigt, erstreckte, harrte ein grässliches, von uns noch nie gesehenes Spinnentier auf Beute.
Von diesem Schock erholt, ging es weiter zum Amphitheater, wir machten aber wiederum vor einigen Souvenirläden halt. Eine Hinweistafel mit Aufschrift „Ancient Theatre“ gab es wohl, aber nur einen, und die Wege in den Gassen glichen wiedermal einem Labyrinth, und wen wundert’s, das wir erst einige Zeit planlos umherirrten, bis das Gesucht Objekt endlich im Blickfeld unserer neugierigen Augen erschien.
Nach kurzer Besichtigung dieser antiken Stätte, nicht fern eines reichlich mit Pflastersteinen und Bänken versehenen Platzes sollte es ein wenig hinauf zum Felsengrab gehen, doch von einem Wegweiser fehlte jede Spur. Die brennende Mittagssonne zwang uns dann zu einer kleinen Rast, die wir auf einer Stufe abhielten, umgeben von Häusern, mit Blick auf das in der Ferne gewaltig erscheinende Grab. Aufgrund des sich nicht eröffnen wollenden Weges verzichteten wir auf diese Besichtigung und wanderten nun wieder zurück zur Akropolis.
Dort angekommen, stand das Eingangstor schon weit offen und zu unserer Freude sagte der Eintrittskartenverkäufer:“ Freier Eintritt an diesem Tag!“ Vor uns lag das prächtige und guterhaltene Innere eines beeindruckenden antiken Bauwerkes. Ziemlich oben auf meterhohe Säulen, die vermutlich früher ein Hallengebäude trugen, breiteten sich weitere Vertreter dieser schon zuvor auf der Wiese entdeckten Spinnenart aus. Ich war sehr froh, dass sie in dieser sicheren Entfernung ihre Netze gesponnen hatten.
Nach längerem Aufenthalt setzten wir unsere Erkundungsfahrt fort. Der nächste Haltepunkt, den wir anfuhren, war Asklipio. Hier erforschten wir eine Johanniterburgruine, ein Kloster und ein Museum.
Über dieselbe Strecke ging es wieder zurück und hielten bei Archangelos an, um eine weitere Johanniterfestung anzusehen. Als wir genug erkundet hatten, führen in Richtung Kolymbia, zuvor bogen wir aber in Richtung Tsambika ab, vorbei an der von uns am Morgen entdeckten Kapelle zum Strand von Tsambika. Einige Leute lagen noch ganz faul am schönen Sandstrand und so mancher Körper erschien wie ein durchgebratenes Grillhendel.
Da es schon an der Zeit war, fuhren wir zurück ins Hotel, denn solche Expeditionen machen hungrig, und so kosteten wir, vor allem meine ewig hungrige Schwester, das Buffet voll aus. Das Wetter an diesem Tag war wieder sehr schön und heiß. Und nach erfolgtem Abendmahl war es wieder an der Zeit, sich über weitere Besichtigungstouren des kommenden Tages Gedanken zu machen.


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Pommesfritzl
Vorwort - Die Insel Rhodos – der Koloss und andere interessante Fakten 4 Sterne
Wer denkt da nicht sogleich an das 7.Weltwunder, den Koloss von Rhodos, welcher durch ein Erdbeben im Jahre 227 n. Christus zerstört wurde?

Rhodos ist die Hauptinsel der griechischen Inselgruppe Dodekanes (12 Inseln) der OST-Ägäis. Rund 117.000 Einwohner besiedeln die Insel, wobei sicher mehr als die Hälfte in der Stadt Rhodos leben. Das Wort selbst leitet sich von dem Altgr. Wort „Rose“ ab, wobei heutzutage eher die Heckenrose, auch Hibiskus genannt, gemeint sein könnte. Als Wappentier dient der springende Hirsch „Elafos“.
Die Insel erstreckt sich mit einer Länge von 78 km und eine Breite von 38 km übers Meer. Mit 1215 m ist der Attaviros die höchste Erhebung dieser Insel.
Rhodos zählt zu den sonnigsten Regionen Europas, von Mitte Mai bis Mitte September ist angeblich kaum Regen zu erwarten, Ausnahmen gibt es immer wieder.
Für den geschichtlich interessierten Reisenden bietet Rhodos jede Menge antike Stätten, wie z.b. die Akropolis von Lindos und die Altstadt von Rhodos. Auch der Naturliebhaber kommt voll auf seine Kosten, allein die Erkundung des Schmetterlingstales ist eine Reise wert.

Ich kann nur jeden wärmstens empfehlen, sich einen Mietwagen zu leisten, jedoch sollte man dann einen fähigen Navigator neben sich haben, welcher des Kartenlesens mächtig ist, den nicht immer kann man den Wegweisern trauen, manchmal fehlen sie gar, oder sind nur von einer Fahrtrichtung zu erkennen.
Der Treibstoffpreis lag etwa im selben Bereich wie in Österreich zum Zeitpunkt des Urlaubes.
Banken u. Geldautomaten gibt es auf Rhodos, allerdings nicht immer leicht zu finden. Manche Automaten sind dem Touristen mit einer normalen ECE Karte gar nicht gut gesinnt, sie geben einfach kein Geld her! Aber keine Sorge, es wird nichts abgebucht was man nicht erhalten hat. Also unbedingt auf das EC-Logo achten, das entweder direkt am Bankomaten aufgedruckt ist, oder auch nur gelegentlich am Bildschirm erscheint. Fremdsprachenkenntnisse sind hier wünschenswert, da die Menüpunkte nur in 2 Sprachen, griechisch oder englisch erscheinen.
Aber nun genug der Vorrede, tauchen Sie nun ein in eine Welt voll Mythen, schöne Landschaften und Überreste antiker Stätten, und nehmen Sie teil an meinen Urlaubserlebnissen, die in einer kleinen, nicht ganz unbedeuteten Österreichischen Stadt ihren Anfang nehmen.


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Pommesfritzl
Der Abreisetag – Der Urlaub ist zu Ende -Sonntag, 24.05.2009 3 Sterne
Dass auch der schönste Urlaub leider allzu schnell endet, musste ich an diesem Morgen leider feststellen und so war ich doch ein wenig traurig ob der bevorstehenden Abreise. So genoss ich noch einmal das reichliche Frühstücksbuffet und wenig später verfrachten wir unser ganzes Gepäck in den Mietwagen und um ca. 9:45 verließen wir das Hotel in Richtung Paradisi zum Flughafen. Durch einen falschen Hinweis meiner Schwester landeten wir kurz auf der falschen Straße, sonst verlief die Fahrt ohne Hindernisse. Um ca. 10:20 Uhr erreichten wir Paradisi. Am Flughafen setzte ich meine Schwester inkl. Gepäck in der Abflughalle ab, denn ich musste ja noch das Mietauto retournieren. Die Rückgabe des Fahrzeuges verlief problemlos, ohne Besichtigung oder sonstigen Hürden. Ich gab der Dame von Holiday Cars bloß den Autoschlüssel und machte mich dann zu Fuß auf den Weg in die Abflughalle, die einige Meter vom Mietwagenschalter entfernt lag. Auf dem Flughafen herrschte reger Betrieb, etliche Menschenmassen warteten an den vielen Schaltern auf ihre Tickets. Die Ticketausgabe unseres Rückfluges nach Graz war noch nicht an der Reihe, trotzdem stellten wir uns am Schalter an, dessen Nummer auf der Infotafel ersichtlich war. Etliche Warteminuten später erhielten wir unsere Tickets und ich war erstaunt, dass meine Reisetasche nur um die 19,5 Kilo wog. Ich hatte nämlich mehr Gewicht befürchtet. Mit den Tickets in der Hand mussten wir unsere Koffer und Taschen noch durch eine Sicherheitskontrolle bringen, welche sich als ein einziges Förderband für alle Flüge mit einer Mitarbeiterin zeigte. Davor warteten Mengen von Reisenden und es dauerte doch lange, bis wir das Gepäck abgeben durften. Wir begaben uns hinauf zur letzten Sicherheits- u. Passkontrolle. Als ich mich durch die elektronische Kontrolle bewegte, erschallte sofort ein schriller Alarm. Hurtig war ein Sicherheitsbeamter zur Stelle, der mich auf mögliche Waffen oder sonstige gefährliche Gegenstände untersuchte. Natürlich wurde er nicht fündig, der Grund des Alarms war aber schnell gefunden, denn ich hatte in der Eile vergessen, die Sonnenbrille aus der Hemdtasche zu entfernen.
Nach diesen Torturen landeten wir dann endlich in der überfüllten Wartehalle, worin sich um die 12 Gates befanden. Auch diese Räume waren stark frequentiert, so dass es sehr schwer war, einen Sitzplatz zu finden. Schließlich fanden wir dann doch in Gate 12 eine Sitzgelegenheit. Der Monitor mit den Fluginformationen befand sich in der Mitte der Großen Halle, und aus den Lautsprechern ertönten laute Passagieraufrufe in verschiedenen Sprachen, gelegentlich machte sich ein lautes, schrilles Pfeifen aus den Lautsprechern bemerkbar.
Unser Flug zeug sollte eigentlich um 13:20 nach griechischer Zeit starten. Doch wie zu Beginn des Urlaubs gab es eine Verspätung von ca. 1 Stunde. Also hieß es, zwischen Gate und Infotafel hin und her zu laufen, damit wir das richtige Gate finden. Dem Flug war nämlich noch immer kein Gate zugeteilt.
Während unseres Wartens trafen wir unseren Bekannten aus dem Hotel wieder, den wir auf unseren Erkundungen oft trafen. Es stellte sich heraus, dass er aus Salzburg war, und natürlich auch auf den Rückflug wartete. Auch bei diesem Flug wurde eine Verspätung angekündigt. Um ca. 13:30 sah ich dann eine Lauda/AUA Maschine, wie sie zur Landung ansetzte. Leider war es aber nur der Flieger nach Salzburg, also mussten wir noch ein wenig warten. Um ca. 14:15 landete dann endlich unsere Maschine, aber die Gate nummer wurde dennoch nicht auf der Infotafel angezeigt. Etwas später ertönte dann der Aufruf für den Grazer Flug aus den Lautsprechern, eine weibliche Stimme rief „Austrian Airline Flug 9090 nach Graz Gate 6 und 7“ Schnell ergriffen wir unser Handgepäck und eilten zum entfernten Gate, da wir ja noch in Gate 12 warteten. Dann ging alles sehr schnell, ab durch die Ticket- u. Passkontrolle hinaus auf Zubringerbus zum Flugzeug. Obwohl das Flugzeug nicht weit vom Gateausgang entfernt parkte, führte uns ein Bus zum Flieger. Hinein in den Flieger, diesmal hatte ich den Platz 3C und meine Schwester 3 D, also saß ich links, und sie Rechts vom Flugzeuggang. Das Flugzeug rollte auf die Startbahn und ohne Verzögerung beschleunigte das Flugzeug bis wir abhoben. Diesmal machte mir der Start nicht so viel aus. Beim Steigflug verspürte ich dann doch einige unerwartete Turbulenzen, die das Flugzeug ordentlich durchrüttelten. Der normale Reiseflug war bis auf einige Rüttler ruhig. Ich freute mich diesmal auf mein Mittagessen, den ich hatte schon Hunger, und mir ging es während des Fluges recht gut. Zur Auswahl standen Champignonnudeln oder Wienersschnitzel. Ich wählte die Nudeln, Jasmine wählte das Schnitzel. Neben mir saß ein Mann mit einem Kleinkind, das die meiste Zeit schlief, seine Frau mit dem anderen Kind saß neben Jasmine und die Kleine war etwas unruhiger.
Hinter meiner Schwester saß ein ca. 9 Jahre altes Mädchen, das sich während des gesamten Fluges, trotz so mancher Durchrüttler nicht beirren ließ und sich köstlich unterhielt und auch zu singen begann. Vor mir saß ein paar mit einem Kleinkind, das kurz vor jeder Turbulenz zu weinen begann, als ob es das Kind ahnte.
Endlich wurde das Essen serviert und diesmal aß ich alles auf. Ungefähr zur Hälfte des Fluges blickte ich aus dem gegenüberliegenden Fenster und sah blauen Himmel, während sich auf der linken Seite dunkelgraue bis Schwarze Gewitterwolken zeigten. Da bemerkte ich, wie wir zusätzlich an Höhe zulegten, dies wurde mir durch den Monitor im Flugzeug, wo man sich über viele Details wie Reisehöhe, Geschwindigkeit, Position u. vieles mehr, informieren konnte. Wir stiegen von 38.000 auf 40.000 Fuß Höhe, nach der Gewitterfront wieder langsam zurück auf 37.000 Fuß. Nicht lange danach begann der Sinkflug und je tiefer es ging, umso mehr spürte ich wieder richtig das Blut in meinen Adern fließen.
Kurz vorm Landeanflug machte dann das Flugzeug dann eine etwas harte Links-Rechts Kombination, wo ich schon der Meinung war, der Wind hätte das Flugzeug vom Kurs abgebracht und verweht. Ich irrte mich, denn es war ein geplantes Manöver und so landeten wir schließlich weich um etwa 15 Uhr 30 nach österreichischer Zeit am Flughafen in Graz. Es war sehr trüb, aber warm und schwül.
Nun mussten wir noch an die Gepäckausgabe und endlich nach einiger Zeit bewegte sich das Förderband und lieferte etliche Taschen u. Koffer an die darauf wartenden Menschen. Ich erhielt diesmal zuerst meine Tasche und etwas später traf der Koffer von meiner Schwester ein.
Mit Reise – u. Handgepäck quälten wir uns durch die Zollkontrolle hin zum Parkplatz, wo die letzte Suche, die Suche nach meinem Auto, anstand. „Ah, da drüben steht er!“ Ich wusste nicht mehr genau, wo ich mein Auto geparkt hatte, aber dieses Fahrzeug stach mit seiner türkisgrünen Farbe hervor. Es stellte sich dann aber heraus, dass es doch ein anderer Wagen war. Der Parkplatz war vollgefüllt mit Autos, weit mehr als beim Abflug. Eigentlich dachte ich, das Auto mein Auto müsste ich ja mit meiner Auffälligen Farbe sofort finden, aber ich wurde des besseren belehrt. Schließlich wurde ich dann in der Mitte des Platzes fündig, wo wir das Gepäck in meinem Suzuki verstauten und uns Richtung Eisenerz auf den Weg machten. Diesmal aber nur über die Normale Autobahn Richtung Bruck , Leoben und nicht durch den Gleinalmtunnel.
Um etwa 17:45 Uhr erreichten wir dann Eisenerz, wo man schon gespannt auf unsere Rückkehr und den Reisebericht harrte.


FAZIT:

empfehlenswerte Insel, Hotel auch ganz ok.

Nie dem Reiseführer (Buch) vertrauen, gibt oft weitaus mehr zu sehen, als drinnen steht.
Ausflüge immer mit Trekkingsandalen od. ähnliches starten, sonst gibts schmerzende Füsse.
Den Wegweisern auf der Strasse nicht immer trauen u. immer auch Rückwärts blicken, den da könnte der gesuchte Hinweis stecken...


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Pommesfritzl
Reges Leben auf der Insel – Straussenzoo, Therme und ein Historien Park - Samstag, 23.05.2009 4 Sterne
Der vorletzte Urlaubstag brachte uns über die Straße zum Schmetterlingstal in Richtung Straussenzoo. Dort tummelten sich neben Sträußen unter anderem auch Affen, Enten, Ziegen, Wildschweine, Kamele, Lamas und ein etwas faules Känguru, das sich von den Besuchern gar nicht zum Bewegen ermuntern ließ. Aber auch der Waschbär lag nur etwas unmotiviert auf seinem Schlaflager, einem in einem Käfig angebrachten, dickeren Ast.
Wir machten uns weiter auf die Reise zu der Therme in Kalithea und etwas später zu einem Historischen Park in Faliraki, welcher im Reiseführer gar nicht erwähnt wurde. Der Historische Park befand sich zwar anders als erwartet nicht im Freien sondern in einem Gebäude, war aber doch sehr sehenswert.
Das nächste geplante Ziel war Charaki, wo sich auf einer Anhöhe das verlassene Kloster Mon Kamiru befindet. Der Weg führte uns wieder über eine holprige Steinstrasse hinauf vorbei an einer etwas kahlen, unheimlich wirkenden Landschaft. Das Kloster war zwar versperrt, jedoch hing der Schlüssel neben der Tür, sodass wir dennoch einen Blick in den Innenhof werfen konnten.
Die Zeit vergeht bei solchen Ausflügen ja rasend schnell, wie ich schon des Öfteren erwähnt habe, und so verging auch dieser Tag wieder in Windeseile. So ging es zurück ins Hotel, wo ich nach dem Abendessen dann leider schon die Koffer für die Abreise packen musste. „So ein Mist“ schimpfte ich heimlich mit mir „Warum habe ich soviel unnützes Zeug mitgenommen, die Tasche geht ja gar nicht zu!“ ich hatte nämlich viel zu viel Gewand und Handtücher mitgenommen. Da meine Schwester für ihre Andenken u. frisch gekauften Utensilien auch noch ein wenig Platz in meiner Reisetasche beanspruchte, musste ich doch einige Sachen im Hotel lassen. Nach langem hin und her entschied ich mich für ein paar alte Handtücher, die nur viel Platz wegnahmen und auch einiges an Gewicht wogen. Zusätzlich ließ ich noch einige Kosmetikartikel liegen, wie z.b. das Duschbad, für das ich überhaupt keinen Platz mehr in meiner Tasche hatte.
Das Wetter war an diesem Tag endlich wieder mal ganztägig schön und heiß.


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Pommesfritzl
Die Sonneninsel Rhodos – Regen, Müll und die Suche nach der verlorenen Stadt - Freitag, 22.05.2009 4 Sterne
Wie gehabt ging es nach dem Frühstück ab zu weiteren Erkundungen der Insel. Unser erstes Ziel an diesem Tag war die Stadt Pylonas, welche in der unmittelbaren Nähe von Lindos liegt. An diesem Ort gab es einige mykenische Gräber zu besichtigen. Leider waren die Grabzugänge stark verwachsen, so dass wir uns doch nicht in das Innere wagten, denn es könnten ja irgendwo Spinnen und Schlangen lauern. Also fuhren wir weiter über Laerma zum Kloster Mon Tharie, welches wir aber nur von außen besichtigten, denn es war das Betreten nur mit geschlossener Kleidung möglich, und wir hatten luftige Sommerkleidung an. Außerdem durfte man nur mit Führung hinein, was mir aber weniger Freude bereite hätte. Wie wir dann später erfuhren, hätte man uns etwas zum drüber ziehen gereicht, aber so interessant war das Klosterinnere dann sicher doch nicht. In der Zwischenzeit verdunkelte sich der Himmel stark durch die aufkommenden grauen Wolken, und ich verspürte sogar einige Regentropfen während unserer Klosterbesichtigung. Davon unberührt machten wir uns auf in Richtung Südküste, auf der Suche nach der antiken Stadt Vrolia und der Erkundung des eigentlich nicht richtig zur Insel gehörenden Teiles Prasionissi, das gelegentlich von der Flut von Rhodos abgeschnitten wurde.
Als wir dann am Strand ankamen, gingen wir zu Fuß einer steinigen, felsigen Küstenstrasse entlang, wo wir mit den Unschönen Seiten der Insel Bekanntschaft machten. Auf Wiesen und den Stränden lagen überall Müllberge, ja selbst im Meer trieben verschiedene Teile umher, wie Schuhe, Reste von Tischen u. Stühlen und dgl. Mehr.
Mangels Wegweiser, was scheinbar auf dieser Insel normal ist, wussten wir noch nicht genau, wo wir die antike Stadt finden könnten. Vor uns tat sich ein Felsen auf, den wir erklommen, und wenig später mit der doch noch zwischen den Wolken herausragenden Sonne im Nacken entdeckten wir die ersten Mauerreste der Stadt, die sich auf dem Hügel über eine große Fläche ausbreitete. Auf dem Weg dorthin sammelte mein Schwesterlein einige Tonscherben auf.
In der Zwischenzeit verschwandt die Sonne wieder hinter dunkelgrauen Wolken, und ab und zu konnte man Donnergeräusche von einem sich anbahnenden Gewitter hören. Nichts mit den vielen sonnigen Tagen der Sonneninsel.
Nun ging es wieder abwärts über den manchmal überfluteten Strand, wo sich das Ausmaß der Vermüllung erst richtig zeigte. Zusätzlich zum Müll hatte das Meer Mengen von Algen angeschwemmt. Während des Weges sammelte meine Schwester einige Muscheln aus dem Meer auf, und wir bewegten uns weiter hinauf auf die Anhöhe in Richtung Prasionisi. Hier führte eine sandige, mit vielen großen Rinnen vorhandene Straße hinauf. Wir entdeckten eine kleine Hütte und neben ein Steingrab mit einem Kreuz. Auf der Anhöhe befanden sich etliche Figurenähnlich zusammengelegte Steinhaufen. Eigentlich wollten wir weiter an das Ende der Insel, aber der blitzartig auftretende Regen zwang uns zur Umkehr. Regen sollte ja auf der Insel selten sein, doch Ausnahmen gibt es ja scheinbar immer wieder, was wir unfroh über uns ergehen lassen mussten. Als wir einen Teil des Weges zurück fuhren, mussten wir unerwartet einen Halt einlegen. Eine Armee aus lauter Ziegen überquerte wohlgemut die Straße, es schien schier kein Ende zu nehmen. Als das letzte Tier die Straße verließ´, ging es in Richtung Koloymbia über die Westküste und weiter durch das Inselinnere zurück nach Kolymbia, wo wir unter anderem ein Dorf namens Vati entdeckten. Kurz vor Kolymbia führte uns unsere Reise noch zum Kloster Iera Moni Panagias auf einem 300 Meter hohen Felsengebirge liegend, welchen man vom Hotel aus gut sehen konnte. Laut Reiseführer sollte eine gut ausgebaute Straße hinauf auf den Berg führen, wir aber fanden nur eine etwas holprige, steinige Straße vor. Oben angelangt parkten wir auf einer sehr schrägen Fläche, sodass ich schon befürchtete, das Auto könnte umkippen. Über 305 Stufen, die etwas weiter auseinanderlagen, erreichten wir dann das Kloster. Während des etwas mühsamen Aufstieges wurden wir mit wunderschönen Aussichten auf das Meer und die Umgebung belohnt. Das Wetter war zu dieser Zeit wieder sehr schön und warm und wenige Wolken bedeckten den Himmel, sodass die Sonne wieder ungehindert ihre Strahlen herunterschicken konnte.
Vom Kloster selbst hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die Hotelanlagen, den Strand u. die Stadt Kolymbia. Auf dem Berg selbst befanden sich neben dem Kloster etliche Funk u. Satellitenantennen.
So wurde aus dem anfangs verregneten doch noch ein schöner sonniger Urlaubstag.


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Pommesfritzl
Weiter geht’s – das Schmetterlingstal und die Felsengräber - Donnerstag 21.05.2009 4 Sterne
Die Insel hatte ja noch allerhand sehenswertes zu bieten, und so machten wir uns heute auf die Reise ins Schmetterlingstal. Über viele Holzbrücken und einige Stiegen ging es durch diese schöne Landschaft, inmitten von Teichen und kleinen Bächen. Es herrschte eine angenehme Stille und außer ein paar zwitschernden Vögeln und das Rauschen der Bäche war nichts zu hören. Der Hinweistafel zu Beginn entnahmen wir, das man sich ganz behutsam und sehr leise durch das Gebiet bewegen soll. Der Ausgang vom Schmetterlingstal führte uns über die Zubringerstraße zu einem kleinen Kloster mit Taverne. Hier machten wir kurz Rast und genossen die Schöne Aussicht und die Ruhe. Nach getaner Erholungspause gingen wir zurück durch das Tal zum Naturkundlichen Museum, wo wir auf eine Krabbe trafen, die sich munter seitwärts über den steinigen Weg bewegte. Das Museum selbst war nicht sehr aufregend. Wir erhofften uns Hinweise auf die von uns gesichteten Echsen und Spinnen zu erhalten. Aber nirgends war davon etwas zu finden, lediglich zahlreiche ausgestopfte Schmetterlinge und schon bekannte Tiere wie Fuchs, Feuersalamander udgl.
Von den Schmetterlingen selbst war im Tal nichts zu sehen, was man einerseits auf die Jahreszeit, andererseits auf die Touristen schob, da diese die Tiere zusätzlich verscheucht hätten. Angesichts der Ausgestopften Schmetterlinge bin ich mir aber nicht sicher, ob das nicht auch ein Grund ist, warum immer weniger Schmetterlinge dieses Tal bewohnen.
Auf einer Küstenstrasse fuhren wir dann weiter Richtung Monolithos mit Johaniterfestung. Über Theologos, wo es Tempelreste zu sehen gab ging es dann zur Küste Kap Farni. Der Weg dorthin führte uns über eine recht holprige, teilweise schmale Straße, wo man vom Straßenrand in den sich auftuenden, furchterregenden Abgrund blickte. An der Küste angekommen, suchten wir den Weg zu den Felsengräbern. Wohin wir auch blickten, nirgends ein Hinweis. Nicht unweit des Strandes ragte ein höherer etwas zerklüftet wirkender Felsen empor, der sich teilweise aus lockerem Sandgestein zusammensetzte. Und dahinauf wollte meine Schwester. Ich sah aber nirgends einen Weg und hatte schon die Befürchtung, dass sie in ihrem Erkundungswahn über das unsichere Felsengestein in luftiger Höhe klettern wollte. Einige gerade angekommene Touristen spazierten wohlgemut einen von uns zuerst unentdeckten Weg Richtung Felsen hinauf, und wir folgten diesen Leuten. Eine kurze Wanderung später standen wir schon oben am Felsen und erfreuten uns über die schöne Aussicht weit über das Meer hinaus. Am Ende der Klippe tat sich ein Steinhaufen auf, den meine Schwester als Leuchtturmreste deklarierte. Ein wenig abwärts gelegen fanden wir auch dann die vielen Felsengräber, und in Meeresnähe entdeckten wir so eine Art Auffangbecken mit eingemeißelten Stufen, worin sich etwas tiefer das Wasser des Meeres erstreckte. Welch eine Verwunderung überkam mich, als mich meine Schwester fragte, ob der Mann in der Ferne nicht unser Hotelmitbewohner sei, den wir auch schon am Vortag getroffen hatten. Ich war mir nicht sicher, und meinte, meine Schwester leidet ein wenig unter der Hitze, da sie schon Sinnestäuschungen zu haben schien. Doch als er näher kam, bestätigte sich die Vermutung meiner Schwester. Schon etwas seltsam, so klein ist die Insel nun auch wieder nicht, umso lustiger, das man ohne Absprache dasselbe Ziel zur selben Zeit auswählte. Vielleicht hat man unsere Pläne ja am Frühstückstisch gar belauscht?
Es wehte an diesem Tage ein starker warmer Wind, man kann sogar sagen, ein Sturm. Das Wetter selbst war warm und teilweise bedeckt. In Kolymbia hat es wieder geregnet, was wir bei der Ankunft im Hotel bemerkten.


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Pommesfritzl
Die Stadt Rhodos – Der Sonnenstich und die Souvenirläden - Mittwoch, 20.05.2009 4 Sterne
An diesem Tag planten wir einen Ausflug in die Stadt Rhodos. Schon am Morgen fühlte ich mich ein wenig geschlaucht, vermutlich durch die vergangenen Anstrengungen, das ungewohnte Klima und vielleicht auch durch das nicht gerade schöne Wetter an diesem Tag. Es war stark bewölkt und die Luft war sehr schwül. Kurz vor Rhodos Stadt musste ich dann an einer Kreuzung wegen einer roten Ampel halten, als urplötzlich ein kleines Mädchen die stehenden Autos abklapperte, vermutlich um Geld zu erbetteln. Nun wäre es ja zu schön gewesen, wenn wir auf unserer Fahrt mal den richtigen Weg genommen hätten, aber bei meiner Schwester als Navigator ist das wohl nicht gut möglich. So steuerte ich das Fahrzeug inmitten der Großstadt, quer durch Rhodos, und was war da für eine Hektik, ich fühlte mich wie in Wien oder sonstwo. Wir hofften irgendwo in der Nähe der Akropolis der Stadt Rhodos einen Parkplatz zu finden, aber das war schier unmöglich. Obwohl es, wie wir später entdeckten, einige große Flächen in der Nähe gab, die wir aber aus dem Auto nicht so recht erkannt hatten. Und wie immer bei unseren Ausflügen fuhren wir einige Ehrenrunden, bis wir dann letztendlich auf einer Anhöhe mit Blick auf den Strand u. das Meer einen Platz zum Parken gefunden haben. Ich wusste zwar nicht, ob man da Parken darf, aber ich entdeckte nirgends ein Verbotsschild. Trotzdem hatte ich kein gutes Gefühl, das Auto könnte ja auch gestohlen, oder dennoch aus irgendwelchen Gründen abgeschleppt werden. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Akropolis. Der Weg dahin führte uns durch die Großstadt, vorbei an schönen Häusern, Geschäften und großen Hotelanlagen. Rund eine viertel Stunde später trafen wir dann bei der Akropolis ein. Auf dem Vorplatz befand sich ein großes antikes Stadion mit Amphitheater, etwas weiter oben lagen Reste der Akropolis.
Zu Fuß ging es weiter in Richtung Altstadt von Rhodos und die Schwüle, feuchte Luft erschwerte jeden einzelnen Schritt. Nach etlichen Gehminuten trafen wir dann vor den Stadtmauern der Alten Stadt ein, und erfreuten uns am Anblick. Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit sehr verbessert, die Schwüle löste sich nach und nach auf, und der anfangs wolkenbedeckte Himmel erstrahlte nun im schönsten Blau. Eine Steinbrücke führte zum Tor der Altstadt, und im Innenbereich erwarteten uns etliche Tavernen u. Souvenirläden, und natürlich wimmelte es wieder von Menschen verschiedener Nationen. Die Gastwirte waren teilweise sehr aufdringlich, wollten sie doch jeden zu einem Trink und Essen überreden. Wir aber ließen uns dadurch nicht beirren und marschirrten weiter. Zuerst erkundeten wir das Museum mit vielen schönen Ausstellungsstücken wie reichlich verzierte Tonkrüge, Statuen in verschiedenen Größen uvam. Nun ging es weiter zum Grossmeisterpalast, wo sich auch ein Museum befand, welches noch mehr Sehenswürdigkeiten beinhaltete. Als wir den Palast verließen, brannte die Mittagssonne stark vom Himmel und da ich meine Kopfbedeckung nicht mit hatte, war ich dem Sonnenstich nahe. Als dann meine liebe Schwester einen Souvenirladen nach den anderen abklapperte und etliche Zeit darin verbrachte, war mir das ein wenig zu viel und ich rannte ein wenig planlos, vermutlich durch den sich ankündigenden Sonnenstich durch die Menschenmengen, so Recht hatte ich mich kurzzeitig nicht im Griff. Außerdem hatte ich wenig getrunken. Natürlich hätte ich nur in einen der Läden bzw. Tavernen gehen müssen, um meinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, aber daran dachte ich komischerweise nicht. Meine Schwester fing mich dann schon zu suchen an, und nach einiger Zeit fanden wir uns wieder. Der Weg führte uns über die Küstenstrasse retour zum Auto, und ich war heilfroh, als es dann unversehrt am selben Platz noch aufzufinden war. Man weiss ja nie, was alles so in einer fremden Umgebung passieren kann.
Die Klimaanlage erleichterte die Fahrten erheblich, und wir fuhren über Filerimos ins Hotel zurück.
Das Wetter war an diesem Tag wie erwähnt etwas unbeständig, und in Kolymbia hat es stark geregnet, was wir an den großen Wasserlacken im Bereich des Hotels bemerkten.


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Pommesfritzl
Weitere Erlebnisse – die 7 Quellen und der Inder - Dienstag, 19.Mai 2009 4 Sterne
Die nächste Erkundung der Insel führte uns ins Tal der 7 Quellen – Epta Piges, welches auch nicht sehr weit vom Hotel entfernt lag. Es ging durch kurvenreiche schöne Straßen mit üppiger Vegetation ins Inselinnere. Diese Straße war anders als auf der Hauptstrecke verkehrsarm, was mich natürlich erfreute. Während unserer Fahrt bemerkten wir einen Radfahrer, was an und für sich nichts Besonderes ist. Allerdings handelte es sich dabei um einen Gast aus unserem Hotel.
Nach einigen Minuten Fahrt parkten wir unser Auto am Straßenrand und wanderten über einen steinigen Waldweg etwas bergauf, vorbei an einem kleinen Bach in Richtung der 7 Quellen. Etliche Minuten später kamen wir auf einer großen Fläche an, bedeckt von Bäumen u. Sträuchern, indem sich ein Gasthaus befand. Im Wald vor dem Gasthaus war ein Wassertunnel, der etliche Meter unterirdisch verlief und ein paar Zentimeter Wasser führte. Wir aber gingen weiter auf der Suche nach den 7 Quellen und so führte uns der Weg vorbei an einem Bachbecken mit Quellen hinauf in das obere Tal, wo wir dann nahe einem Felsen hielten. Darunter befand sich ein kleiner Teich, nur von den Quellen war noch nichts zu sehen. Weiter oben entdeckten wir einige Ziegen, die munter drauflos spazierten. Weiter ging die Wanderung über einen steilen Weg. Etliche Fußschritte weiter eröffnete sich uns dann ein kleines Feld, umgeben von Olivenbäumen. Etwas weiter entfernt erblickte ich eine Geiß mit Geißlein, welches gerade von der Mutter gestillt wurde. Wir glaubten noch immer, die 7 Quellen seien irgendwo weiter oben. Wir mussten uns aber dann vom Gegenteil überzeugen lassen. Felder über Felder, mit Olivenbäumen, mehr fanden wir nicht. Auch die Blicke in den Reiseführer, den meine Schwester in der Hand hielt, halfen nicht viel. Auf den Bildern sah das alles ganz anders aus, viel mehr Teiche, Dämme u. dgl. Schließlich entschlossen wir uns, wieder talwärts zu marschieren. Als wir uns dann wieder in der Nähe des Gasthauses befanden, waren wir sehr überrascht, naja, ich zumindest. Auf einer Hinweistafel, die wir wahrscheinlich zuvor übersehen hatten, wurden wir fündig, sie zeigte in Richtung Gasthaus, wo sich nicht unweit der Teich mit den 7 Quellen befand und wo wir zu Beginn unserer Wanderung eigentlich achtlos verbeigegangen sind. „Das sollen die 7 Quellen sein?“ ich schaute meine Schwester etwas enttäuscht an, den die berühmten 7 Quellen war nichts anderes als kleine Quellen, die nebeneinander in einen Teich flossen. „Das finden wir ja bei uns in Österreich auch, im Reiseführer sah das alles viel toller aus!“ bemerkte ich, mit vorwurfsvollem Blick zu meiner Schwester. Aber dennoch war der Ausflug schön und auch sehenswert.
Ein wenig enttäuscht von diesem Reiseziel machten wir uns dann weiter auf den Weg. Die Fahrt führte uns tiefer in das Inselinnere hinein. Für unsere nächste Tour hatten wir uns den 2. Höchsten Berg der Insel Rhodos ausgesucht, den Profitias Illias, der stolze 798 Meter über den Meeresspiegel hinausragte. Die im guten Zustand, aber doch etwas schmale Höhenstrasse brachte uns dann zur höchsten, befahrbaren Stelle hinauf, die aber doch ein wenig tiefer als der ganze Berg lag. Hier hielten wir auf einem kleinen Parkplatz an, wo es eine kleine Kirche, die Agios Nikolaus Fourtouki, anzusehen gab. Aber zuerst erfrischten wir uns aus einem kleinen Brunnen, der sich gleich neben dem Parkplatz befand. Nach getaner Erfrischung und Erkundungen des Terrains ging es wieder talwärts, ebenso auf einer sehr schmalen Straße, die jedoch in den Kurven eine gewisse Schräglage aufzeigte, welches durch einen vor uns fahrenden Reisebus sehr deutlich zu erkennen war. In jeder Kurve neigte sich der Bus sehr stark, so das es den Anschein hatte, dieses Fahrzeug könnte jeden Moment umkippen. Er kippte gottlob nicht um, deshalb mussten wir aber mit geringer Geschwindigkeit hinterherfahren, den an ein Überholen war bei dieser Engen u. kurvenreichen Straßen nicht zu denken. Als wir dann endlich wieder im Tal angelangt waren, fuhren wir weiter über Embonas nach Kritina, wo ich unseren Mietwagen durch die engen, mit allerlei Fahrzeugen u. Menschen stark frequentierte Gassen navigieren musste. Dank meiner Schwester als Navigator blieb mir diese Anstrengung nicht erspart, obwohl es eine schöne, gut ausgebaute Umfahrungstrasse gab, wie sich später herausstellte.
Wenig später trafen wir in Kamiros Skala ein, um die schöne u. gut erhaltene Johanniterburgruine zu erkunden, mit Ausblick auf die Inseln Alina, Chalki u. Ataviros. Als wir aus unserem Auto ausstiegen, trauten wir unseren Augen nicht. Es kam uns genau der Radfahrer entgegen, den wir auf dem Weg zu den 7 Quellen gesehen haben. Wir schauten ihn etwas verwundert an und plauderten ein bisserl. Dann machten wir uns sogleich auf den Weg zur Ruine. Hier wurde unsere Aufmerksamkeit auf mehrere Inder gelenkt, die scheinbar hier allerlei verschiedene Arbeit verrichteten. Hier auf der Burgruine wimmelte es nur so von Touristen, aber das ist auf dieser Insel nichts Außergewöhnliches. Den Blick auf die nahegelegenen Inseln genossen wir, wenngleich die Aussicht durch etwas Nebel über dem Meer etwas trüb erschien. In der Zwischenzeit waren die Touristen verschwunden und wir machten uns dann auch auf den Weg in Richtung Auto. Als ich dann in Richtung Ausgang ging, bemerkte ich, wie mich scheinbar jemand verfolgte. Nachdem keine Touristen mehr vor Ort waren, konnte es sich nur um einen Arbeiter handeln. Ich hatte zwar ein komisches Gefühl, dachte mir aber vor lauter Begeisterung über dieses Bauwerk nicht viel dabei. Eine Tür etwas weiter links unten vom Eingang erregte meine Aufmerksamkeit und ich wollte erkunden, was es da zu sehen gab. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich einiges an Werkzeug der Arbeiter, die Tür war aber verschlossen. Beim Rückweg saß plötzlich ein Inder neben dem Eingang, welcher eine ca. 50 cm lange Säge in der Hand hielt und mich komisch anblickte und nach einigen Sekunden der prüfenden Blicke fragte er mich auf Englisch:“Do you have 2 Euro for me?“ Etwas seltsam, aber was sind den schon 2 Euro? Ich gab sie ihm und erwiderte auf Englisch, das es heute sehr heiß sei. Aber irgendwie schien ihm das doch egal zu sein, er war scheinbar nur an den 2 Euros interessiert. Ich war dennoch froh, als ich dann diesen Ort verließ.
Unserer Fahrt führte uns dann nach Kamiros, in die Antike Stadt, wo es natürlich wie überall viel interessantes zu sehen gab. Nach reichlichen Erkundungen ging es dann weiter nach Filerimos, wo es die Akropolis, ein Kloster, Reste eines griech. Tempel u. eine byzantinische Ruine zu erforschen gab. Die Fahrt dorthin hatte es aber wie schon so oft auf dieser Insel in sich. Zuerst folgten wir dem Wegweiser, der uns auf eine Rundreise quer durch Filerimos brachte, teilweise wieder durch enge, verkehrsreiche Gassen. Immer wieder sahen wir den Berg mit dem Kreuz, wo wir hin wollten. Aber nirgends war so schnell eine Straße hinauf zu erblicken. Viel Zeit verging, bis wir uns endlich mehr durch Zufall den durch Hinweise, auf der richtigen Straße befanden. Oben angekommen schauten wir zuerst zu dem großen Kreuz, das einige Meter entfernt vom Kloster lag. Auf dem Weg dorthin machten wir Bekanntschaft mit einem Pfau, der uns stolz ein wenig folgte. Das große Kreuz, etwa 15 bis 20 Meter hoch war innen hohl und mit einer Wendeltreppe versehen, wo man scheinbar bis in die Spitze raufgehen konnte. Als ich ein paar Stufen erklommen hatte, drehte ich dann doch wieder um, da mir diese nicht besonders sicher vorkamen. Wir spazierten wieder retour und schauten uns die anderen Sehenswürdigkeiten an.Die Zeit verging bei solchen Ausflügen wie im Flug, und so machten wir uns dann wieder auf die Heimreise in Richtung Hotel.
Auch an diesem Tag war das Wetter sehr schön und natürlich sehr heiß.


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