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Reiseführer Französisch Guayana

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Französisch Guayana - Reiseführer




In dem weitläufigen Regenwaldgebiet ruhen sich Faultiere aus, während nicht weit entfernt Raketen gestartet werden; Goldsucher probieren ihr Glück, Kalina-Indianer leben nach ihren alten Traditionen und auch Voodoo wird noch praktiziert; zur gleichen Zeit wird mit EURO bezahlt und morgens frisch aus Paris gebrachtes Baguette gegessen.

Französisch-Guayana, das Überseedepartment Frankreichs, ist ein Flecken Europa an der Nordostküste von Südamerika. Im Norden grenzt es an den Atlantischen Ozean, im Osten und Süden an Brasilien und im Westen an Suriname.

Lange galt es als ein Niemandsland, abschreckend für Touristen durch seine Geschichte als französische Strafkolonie, die u.a. den autobiographischen Roman Papillon von Henri Charrière inspirierte. Auf dem „Archipel der Verdammten“, den vorgelagerten Îles du Salut mit der berühmten Insel, Île du Diable (Teufelsinsel), kann man noch heute Überreste der Strafanstalten finden.
Besuchern mit Interesse für diese Geschichte sei eine Ausstellung der Kirche in Iracoubo empfohlen, welche Malereien und andere Kunststücke der Insassen präsentiert. Allerdings bieten die Inseln heute auch Anreiz zu Ausflügen in ihre paradiesische Natur, unentdeckt vom Massentourismus und einladend zum Spazieren, Schwimmen oder Angeln.

Für Naturliebhaber ist Französisch-Guayana sowieso ein Traum – ca. 90 Prozent der Fläche sind von tropischem Regenwald bedeckt. Viele entlegene Dschungelgebiete kann man nur per Boot erreichen und die fast unberührte Natur ist die Heimat einer großen Artenvielfalt. An der Küste wachsen Mangroven und es werden Mais, Reis, Maniok, Ananas, Yams, Bananen und Zuckerrohr angepflanzt.
Das Trésor und Kaw Natur Reservat bietet die Möglichkeit, den geheimnisvollen Wald auf der Suche nach einem Jaguar zu erkunden oder in der Savanne von Kaw Kaimane zu entdecken.
Anders als in den benachbarten Ländern gibt es hier Dank der finanziellen Unterstützung aus Paris keine Bedrohung durch Brandrodung.

Einen starken Kontrast zur urtümlichen Natur stellt die Weltraumstation in Kourou dar. Hier werden die Ariane-Raketen in den Himmel geschossen. Wer sich noch nie mit der Raumfahrt beschäftigt hat, der kann hier besser als anderswo durch Führungen per Bus oder im Raumfahrtmuseum begeistert werden. Außerdem ist das Schauspiel eines Raketenstarts eine einmalige Erfahrung – nicht nur für diejenigen, die sich an ihre Kindheitsträume vom Astronautendasein erinnern.

Die Hauptstadt Cayenne, benannt nach dem gleichnamigen Pfeffer, verdeutlicht noch mal die vielen unterschiedlichen Einflüsse: Kreolische Holzhäuser mit ihren Wellblechdächern; ein lebendiger Markt - Treffpunkt verschiedener ethnischer Gruppen; französische Kolonialarchitektur oder der Karneval im Winter, der karibische und französische Gewohnheiten vereint. All dies bildet einen unnachahmlichen und aufregenden Mix.

Für Abenteurer und Entdecker von fast unberührten Plätzen kann es also nur heißen: Bon Voyage!


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Französisch Guayana allgemein

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Lange hieß es, Französisch-Guayana sei nur eine Sackgasse, wenn man auf dem Landweg von Westen her kommt. Dies soll jetzt angeblich anders sein. Ich für meinen Teil habe diese beschwerliche Reise nach Brasilien jedoch nicht ausprobiert. Mir reichte schon das, was ich sah. Französisch-Guayana ist ein Departement von Frankreich und zugleich das ärmste von allen. Trotzdem ist es aber ein Teil der EU und so wird auch mit dem Euro bezahlt. Viel vom Land sieht man aber ohne Ausflüge in den Regenwald nicht, da es praktisch nur eine Straße (N1) gibt, die von der Grenze zu Suriname bis zum Frachtschiffhafen 12 km östlich von Cayenne verläuft. [mehr]

Cayenne allgemeine Infos

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Die Hauptstadt des französischen Überseedepartements entspricht meiner... [mehr]

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