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Jingcha
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Visa-Beschaffung und Grenzübergang in Erenhot
Ihr seid also in Erenhot, dem Grenzort zwischen China und der Mongolei, angekommen und wollt „nach Drüben“? Es wird meistens nicht in Butter laufen, aber es geht. Erenhot ist rein chinesisch, auf mongolischer Seite, 1-2 km jenseits der Grenze, befindet sich lediglich der Bahnhof für den Zug nach Ulan Bator. Hierfür braucht Ihr ein Visum, das ihr theoretisch am Generalkonsulat in der Stadtmitte bekommen könnt. Wir hatten Glück im Unglück: am jeweiligen Tag fand natürlich keine Sprechstunde statt. Wie sollte es auch anders sein?! Aber wir hatten ein sympathisches Lächeln auf den Lippen und ein bisschen Verhandlungsgeschick, sodass wir, nach 8 Stunden Wartezeit, unser Visum bekommen haben. Die Konsulatsangestellten waren so perfekt im Timing, dass wir, mit dem Visum in der Hand, gerade genug Zeit hatten, mit dem Taxi zur Grenze zu fahren (2 km), darum betteln zu können, zu Fuss vom chinesischen zum mongolischen Grenzposten laufen zu können (Taxi hätte viel zu viel gekostet) und dann, endlich in der Mongolei, 2km durch die Wüste zu traben, um am Bahnhof die Tickets zu kaufen und in den Zug zu steigen... Die haben das mit Sicherheit absichtlich gemacht. Wir kamen rechtzeitig an, aber nur um ein paar Minuten. Der nächste Zug wäre einen Tag später gefahren. Also: Entweder auf Nummer Sicher gehen und Visum in Peking beschaffen, oder Roulette in Erenhot!
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Jingcha
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Visumsbeschaffung für die Mongolei
Es gibt grundsätzlich zwei Wege, sich ein Visum für die Mongolei zu beschaffen, den Fall einmal ausgeklammert, dass Ihr aus Deutschland, Österreich oder Schweiz bereits eines habt. Entweder Ihr geht zur Botschaft in Peking, hinterlegt Euren Pass, füllt den Antrag aus und ein paar Tage später habt Ihr das Visum, das in der Regel 30 Tage Aufenthalt genehmigen sollte. Es ist unkompliziert und nicht mit den Schikanen zu vergleichen, die man hat, wenn man ein Visum für andere ehemalige SSR beantragen will. Variante zwei besteht darin, einfach nach Erenhot (siehe anderen Reise-Tipp) zu fahren (Zug, Bus...) und am mongolischen General-Konsulat auf eigene Faust anzuklopfen und zu versuchen, möglichst preisgünstig ein Visum zu verhandeln. Natürlich gibt es in Peking eine Vielzahl von Reiseunternehmen, die einen komplette Touren nach Erenhot, zum Konsulat und dann zum eigentlichen Grenzübergang anbieten. Wir hatten so eine Tour gebucht und wir wurden einfach in der Stadt abgesetzt mit einer Karte in der Hand und der Himmelsrichtung, wo der Grenzübergang ist. Macht es gleich auf eigene Faust, spart Geld und Nerven.
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Jingcha
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An der Grenze zwischen der Mongolei und China: Erenhot
Erenhot oder Erlian Haute (Mandarin) ist an sich wahrscheinlich keine Reise wert. Dieses Städtchen mit keinen 20.000 Einwohnern, also für China sehr klein, liegt mitten in der Wüste Gobi und genau an der Grenze, dem Hauptgrenzübergang zwischen der Mongolei und der VR China. Solltet Ihr keinen Direktzug von Peking nach Ulan Bator nehmen – für diesen müsst Ihr alle Formalitäten in Peking erledigen – ist Erenhot der Wahrscheinlichste Zwischenstop. Es gibt sowohl chinesische Züge als auch Nachtbusse aus Peking hierher. Visa-Formalitäten können hier erledigt werden. Außerdem habt Ihr die Gelegenheit, im Transit quasi, zu sehen, was es heißt, in der Inneren Mongolei, also dem mongolischen Siedlungsgebiet auf chinesischem Staatsgebiet, zu Leben. Kurzum: Mongolen werdet Ihr dort kaum anfinden... Im Zentrum von Erenhot gibt es alle möglichen kleinen Imbisse und auch eine Bank und ein paar Shops. Macht Gebrauch hiervon, wenn Ihr nicht bis UB durchfahrt, sondern in der Pampa aussteigt.
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