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Kuba - Reiseführer
Hört man den Namen Kuba, so fallen einem sofort die weltberühmten Zigarren, oder auch der kubanische Rum ein. Jedoch hat die größte Insel der Karibik weit mehr zu bieten, als eben die Zigarre und den Rum. Kuba zählt zweifelsohne zu den abwechslungsreichsten und buntesten Ländern der Erde. Die Insel hat einen einmaligen Charme mit ihren Menschen, der malerischen Hauptstadt Havanna, den endlosen paradiesischen Stränden und nicht zuletzt mit dem kubanischen Salsa!
Das Land stand nach dem Zerfall der UdSSR (Anfang der 1990er Jahre) kurz vor dem Ruin, da damit der wichtigste Handelspartner Kubas wegfiel. Jedoch kämpfte sich das kleine temperamentvolle Land zurück und verfügt heute über eine recht stabile Wirtschaft, die beinahe ausschließlich vom Tourismus lebt.
Kuba zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Welt und begrüßt jährlich mehrere Millionen Touristen. In dieser Hinsicht, hat das sozialistische Inselland eine große, von vielen als unmöglich bezeichnete Wende vollzogen, um in der kapitalistischen Welt der „Großen“ bestehen zu können. So wurden Ferienanlagen, Shoppingmeilen, Nationalparks, Clubs und Bars und viele weitere Attraktionen geschaffen, um dem Besucher einen unvergesslichen Aufenthalt zu ermöglichen.
Eine erste Sympathiewelle für die Karibik-Insel erreichte Europa mit dem Wim Wenders-Film „Buena Vista Social-Club“. Durch diesen Film wurde ein verstärktes Interesse der Europäer an Kuba geweckt und der Grundstein für den Aufbau des Tourismus gelegt.
Ein anderes Phänomen Kubas sind dessen Bewohner, deren Mentalität man bei Erkundungsausflügen hautnah mitbekommt. Viele Kubaner bewohnen, besonders außerhalb der Städte, einfache Hütten. Jedoch verfügen viele über einen hohen Bildungsstand und machen sich sehr viele Gedanken über das Leben und vor allem über ihr Land. Durch die sehr bewegte Vergangenheit Kubas äußern viele Bewohner große Kritik an dem politischen System. Heute ist vieles etwas entspannter, jedoch existieren immer noch strenge Regeln in Bezug auf die Freiheit der Menschen (z. B. mangelnde Pressefreiheit). Trotz dieser Unstimmigkeiten verträgt der Kubaner nur schlecht Kritik von Außenstehenden, denn jeder Kubaner identifiziert sich sehr stark mit seinem Land.
Nach der Revolution gab der „Herrscher“ Kubas, Fidel Castro, das Land an das Volk zurück, und schuf damit eine einmalige Solidargemeinschaft in Lateinamerika. Dieser Umstand ist auch heute noch sehr stark bei den Menschen zu spüren: Bei einer Reise durch Kuba, wird man zum Grenzgänger zwischen dem sozialistischen- und dem touristischen Leben.
Um diesen Balanceakt bestehen zu können, unterhält man „Schutzzonen“ für beide Parteien. So existieren auf der einen Seite Erholungsanlagen nur für Kubaner und auf der anderen Seite die oben beschriebenen „Urlaubsparadiese“ für Touristen. Aus diesem Grund besteht für den Ausländer auch nahezu keine Möglichkeit des dauerhaften Lebens auf der schönen Karibikinsel, eine Einwanderung aus einem fremden Land ist nur sehr schwer möglich. Jedoch sind Urlauber das ganze Jahr über willkommene Gäste.
Die Eigenheiten des Landes, sowohl die abwechslungsreiche Landschaft, als auch die Besonderheit der Menschen und die allgegenwärtigen Gegensätze, machen eine Reise nach Kuba zum einmaligen Erlebnis und sind mit so gut wie keinem anderen Land vergleichbar.
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