Reiseführer Sachsen-Anhalt
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Sachsen-Anhalt - Reiseführer
Frühgeschichtliches Siedlungszentrum, Wiege der Reformation, Deutschlands Region mit der höchsten Dichte an UNESCO-Weltkulturerbestätten - das kleine Bundesland Sachsen-Anhalt mit seinen 2,3 Millionen Einwohnern spielt zu Unrecht eine Nebenrolle in vielen Reiseführern. Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft, seinen pittoresken, vom Fachwerkbau geprägten Altstädten und seine überaus reichhaltige Kulturgeschichte ist Sachsen-Anhalt mehr als nur einen Kurzbesuch wert.
Das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts gehört zu den ältesten Siedlungsschwerpunkten in Deutschland. Wie durch zahlreiche archäologische Funde belegt ist, war die Region schon in der Jungsteinzeit ein bedeutendes Zentrum der europäischen Kultur. Von der frühgeschichtlichen Blüte Sachsen-Anhalts zeugen noch heute ein 5000 Jahre altes Steinkammergrab bei Langeneichstädt sowie das steinerne Sonnenobservatorium in Goseck, dem mit 7000 Jahren ältesten Observatorium in Europa. Wer tiefer in die Vergangenheit Sachsen-Anhalts eintauchen möchte, für den empfiehlt sich ein Besuch im Landesmuseum für Frühgeschichte in Halle-Saale, wo auch die legendäre Himmelsscheibe von Nebra zu sehen ist.
Sachsen-Anhalt gilt auch als die Wiege der Reformation und als Heimat Martin Luthers. Der wichtigste Ausgangspunkt der Reformationsbewegung war die Stadt Wittenberg, an deren Schlosskirche Martin Luther im Jahre 1517 seine berühmten 95 Thesen anschlug. Die Hauptwirkungsstätten des großen Reformators in Eisleben und Wittenberg erhielten 1996 den Rang eines UNESCO-Weltkulturerbes. Mit einem großen Stadtfest feiert Wittenberg jedes Jahr am zweiten Juniwochenende den Hochzeitstag Martin Luthers.
Eisleben, die Geburtsstadt Luthers, ist auch für den 1521 erstmals urkundlich erwähnten Wiesenmarkt bekannt. Mit rund einer halben Million Besuchern gehört der jährlich am dritten Septemberwochenende stattfindende Wiesenmarkt zu den größten Volksfesten in Mitteldeutschland.
Das Gartenreich Wörlitz-Dessau ist ebenfalls als Weltkulturerbe anerkannt. Die einzigartige, im 18. Jahrhundert entstandene Parkanlage ist nur eine von fast 1000 historischen Gärten und Parks in Sachsen-Anhalt. Als einzige Stadt in Deutschland besitzt Dessau damit zwei Weltkulturerbestätten, denn auch der hiesige, von Walter Gropius entworfene Bauhaus-Komplex findet sich zusammen mit den Bauhaus-Stätten im 150 Kilometer entfernten Weimar auf den UNESCO-Listen wieder. Das vierte Weltkulturerbe Sachsen-Anhalts ist die Stadt Quedlinburg mit ihren mittelalterlichen Fachwerkbauten und Wehranlagen sowie ihren romanischen und gotischen Kirchen.
Die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt Magdeburg kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit ihrem zwischen 1209 und 1520 errichteten Dom, ihren über sechs Jahrhunderte hinweg ausgebauten Festungsanlagen sowie dem romanischen Kloster Unser Lieben Frauen ist die ehemalige Kaiserpfalz Magdeburg ein Muss für historisch interessierte Besucher. In Magdeburg kreuzen sich übrigens die beiden Teilabschnitte der Straße der Romanik, einer mehr als 1000 Kilometer langen touristischen Erlebnisstrecke, die die bedeutendsten mittelalterlichen Kirchen, Dome, Klöster und Burgen des Bundeslandes miteinander verbindet.
Sachsen-Anhalt kann zudem auf eine eindrucksvolle musikalische Vergangenheit zurückblicken. Mit Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel stammen zwei der bekanntesten klassischen Komponisten aus der Region. Auch Johann Sebastian Bach hatte als Köthener Hofkapellmeister zwischen 1717 und 1723 seinen Lebensmittelpunkt im heutigen Sachsen-Anhalt. Liebhaber klassischer Musik kommen bei den jährlichen Händelfestspielen in Halle, den alle zwei Jahre stattfindenden Köthener Bachfesttagen und den ebenfalls im Zwei-Jahresrhythmus ausgetragenen Magdeburger Telemannfesttagen voll auf ihre Kosten.
Auch die sachsen-anhaltische Natur hat einiges zu bieten. Die bekannteste landschaftliche Attraktion ist der Harz, den Sachsen-Anhalt mit dem benachbarten Niedersachsen teilt. Hier erhebt sich der mächtige Brocken, mit 1141 Metern der höchste Berg Norddeutschlands. Vor allem der im Herzen des Harzes gelegene gleichnamige Nationalpark beeindruckt mit einer ungewohnten, tundraartigen Vegetation, die an die kargen Küstenregionen Islands erinnert. Ein hervorragend ausgebautes Wegenetz lädt zu ausgedehnten Wandertouren ein. In der kalten Jahreszeit verwandelt sich der Harz in ein attraktives Wintersportgebiet mit familienfreundlichen Abfahrten und weitläufigen Skilanglaufstrecken.
Egal ob Kulturreise oder Naturerlebnis, Sachsen-Anhalt hat mehr zu bieten, als sein Ruf vermuten lässt. Wenn Sie mehr erfahren möchten, dann finden Sie auf unseren Seiten ausführliche Informationen über Sehenswürdigkeiten der Region.
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Diese kleine Stadt im Ostharz ist wirklich süß und einen Besuch wert. Die gesamte Innenstadt gilt als Weltkulturerbe und hat sehr viele verschiedene Fachwerkhäuser, die das Städtchen interessant und auch so hübsch machen. Wir waren hier an einem Sonntagabend im Frühling- vielleicht nicht die lebendigste Zeit- denn es war leider noch zu kalt, um draußen zu sitzen. Aber sehr angenehm und romatisch war alles beleuchtet und deshalb einfach schön für einen abendlichen Spaziergang. Quedlingburg liegt an der Straße der Romanik- nur so- für die, die sich für solche Dinge interessieren. [mehr] |
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Brocken, Harz
Der Brocken ist die höchste Erhebung im deutschen Mittelgebirge Harz das sich... [mehr] |
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