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Reiseführer Sachsen

4.0 stars

Sachsen - Reiseführer




Sachsen - der Name allein lässt die Herzen kulturbegeisterter und geschichtlich interessierter Urlauber höher schlagen. Das ehemalige Königreich ist für seine zahlreichen Schlösser, Burgen und historischen Altstädte bekannt. Aber auch die abwechslungsreiche Natur des Freistaats hat einiges zu bieten. Während der Süden Sachsens überwiegend gebirgig ist, dominieren im Norden ausgedehnte Heide- und Seengebiete.

 

Ein idealer Ausgangspunkt für einen Urlaub in Sachsen ist die Landeshauptstadt Dresden. Der Zwinger, die Brühlsche Terasse, die wiederaufgebaute Frauenkirche und die Semperoper sind nur einige der zahlreichen architektonischen Highlights, die den Reiz der nicht ohne Grund als "Elbflorenz" bekannten Stadt ausmachen. Kunsthistorische Interessierte sollten auf keinen Fall einen Besuch im Grünen Gewölbe und in der Gemäldegalerie Alte Meister verpassen.

 

Die günstigen klimatischen Bedingungen im Dresdener Umland ermöglichen den Weinbau, der hier schon seit mehr als 1000 Jahren betrieben wird. Heute produzieren die sächsischen Weinbaugebiete um Meißen, Pillnitz und Radebeul vorrangig hochwertige, trockene Weißweine der Sorten Riesling, Burgunder und Müller-Thurgau. Eine Genuss der besonderen Art ist der sächsische Eiswein, der aufgrund der unzuverlässigen Witterungsverhältnisse nur in einigen Jahren gewonnen werden kann.

 

Weniger pompös, aber ebenso eindrucksvoll präsentiert sich die Architektur der Stadt Leipzig. Bekannte sakrale Bauten wie die geschichtsträchtige Nikolaikirche, die gotische Thomaskirche oder die ungewöhnliche Russische Gedächtniskirche spiegeln die Geschichte Leipzigs als religiöses Zentrum wieder. Der Marktplatz mit der Alten Waage und die nahegelegene Alte Börse vermitteln einen Einblick in die historische Bedeutung der Stadt als internationaler Handelsknotenpunkt. Daneben ist Leipzig auch als Stadt der Museen bekannt. Sehenswert ist vor allem das Deutsche Buch- und Schriftmuseum, dem ältesten derartigen Fachmuseum der Welt.

 

Ein Abstecher ins Elbsandsteingebirge, besser als Sächsische Schweiz bekannt, ist ein Muss für alle Sachsen-Besucher. Die Region mit ihren bizarren Felsformationen ist ein Paradies für Wanderlustige und eine Hochburg des Klettersports. 755 Klettergipfel mit 12623 Routen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade bieten sowohl für Anfänger als auch für Kletterprofis die passende Herausforderung. Die Elbsandsteingebirge gilt als die Heimat des Freeclimbings, da hier nach den seit 1913 geltenden sächsischen Kletterregeln die Nutzung von Sicherungsmitteln bis auf wenige Ausnahmen verboten ist.

 

Westlich der Sächsischen Schweiz erstreckt sich über 150 Kilometer entlang der sächsisch-tschechischen Grenze das Erzgebirge. Ein weitläufiges und gut markiertes Wegenetz lädt zu ausgedehnten Wandertouren ein, die schneesicheren Hochlagen des Erzgebirges bieten zudem attraktive Wintersport-Möglichkeiten.

Das mineralienreiche Erzgebirge war über Jahrhunderte hinweg ein Zentrum des Bergbaus. Die hiesigen Silbervorkommen sicherten einst den Wohlstand der sächsischen Herrscher. Wer den harten Alltag der Bergwerksarbeiter hautnah erleben möchte, dem sei ein Besuch in einem der sieben ganzjährig geöffneten Schaubergwerke empfohlen.

 

Der Höhepunkt des Jahres ist im Erzgebirge die Weihnachtszeit, die hier ausgiebig und mit vielen lokaltypischen Bräuchen gefeiert wird. Das Markenzeichen der erzgebirgischen Weihnachtstradition ist der Schwibbogen, ein hölzernes, mit Lichtern besetztes Schaubild, das meist christliche Motive oder Elemente aus dem vom Bergbau geprägten Leben darstellt.

 

Beschaulicher geht es in der Oberlausitz im Osten Sachsens zu. Die Region unterstand lange Zeit der Verwaltung Böhmens und wurde erst im Jahre 1635 dem sächsischen Kurfürstentum zugeschlagen. Noch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts blieb die Oberlausitz weitgehend politisch unabhängig. Das Zentrum der Oberlausitz ist die 1000-jährige Stadt Bautzen, deren aufwendig restaurierte Altstadt auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Die Oberlausitz ist auch die Heimat der Sorben, einer slawischen Minderheit, die sich ihre kulturellen Eigenheiten über Jahrhunderte hinweg bewahrt hat. Bis zum heutigen Tag tragen in einigen Dörfern die Teilnehmer am sonntäglichen Gottesdienst die traditionelle sorbische Volkstracht. Das Osterfest ist für die Sorben von besonderer Bedeutung. Die am Ostersonntag an verschiedenen Orten stattfindenden Reiterprozessionen ziehen zahlreiche Schaulustige aus nah und fern an.

 

Neugierig geworden? Auf unseren Seiten finden Sie weitere ausführliche Informationen über das Urlaubsland Sachsen.


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