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Brasilien - Reiseführer
Brasilien ist Weltmeister – nicht nur mehrfach im Fußball, sondern auch was das Angebot für Urlauber angeht. Der Reisende hat wirklich die Qual der Wahl.
Fangen wir an mit der Urwaldinsel Marajó an den Mündungen des Rio Amazonas und des Rio Tocantins. Hier haben die Besucher bei ihren Ausflügen in den Urwald einen grandiosen Einblick in die einzigartige Flora und Fauna. Neben riesigen Wels- und Barscharten gibt es die gefürchteten Piranhas. Außerdem existieren auf der Insel noch Tausende von Vogelarten wie z.B. Reiher, Tukane, Greifvogel- und Kuckucksarten, Gruppen von Weißflügelsittichen, sowie Krokodile, Affen, Tapire, Reisenschildkröten und sogar Panther.
Die Ilha do Mosqueiro beherbergt ein ganz besonderes Naturschauspiel. Der Wind von Marajó bläst so stark über den Rio Mosqueiro, dass sich Wellen bis zu einer Höhe von 5m bilden können. Es ist der einzige Fluss auf der ganzen Erde, der solche Wellen hat. Ein besonders attraktiver Platz für Surfer.
Ideales Ferienziel für Unterwassersportler ist der Parque Nacional Marinho. In seinem klaren Wasser kann man 40 m weit sehen und 230 Fischarten, 15 Korallenarten sowie 5 Arten von Haien beobachten. Weiteres Highlight ist die Baía dos Golfjinhos, die „Delfinbucht“. Sie darf zum Baden zwar nicht betreten werden, dafür aber der Mirante dos Golfinhos, ein Aussichtspunkt, von dem aus man jeden Morgen Hunderte von Delfinen umhertollen sehen kann. Eine weitere Attraktion sind die Riesenmeeresschildkröten, die „Tartarugas“. Seit jeher dient die Insel ihnen als Brutstätte.
Auch der Parque Nacional Marinho dos Abrolhos, der erste Meerespark Brasiliens, ist ein El Dorado für Unterwasser-Begeisterte. Hier muss man nicht einmal Tauch-Profi sein, da sich teilweise zwischen den Inseln nur 6m tiefe Gewässer befinden, die sich leicht mit Tauchbrille, Schnorchel und Schwimmflossen erkunden lassen. Die gewaltigen Korallenriffe, die weltweit nur hier existieren, und 160 registrierte Arten von Silberbarschen über Papageienfische bis zu Muränen und grünen Meeresschildkröten, rauben einem Atem. Eine Besonderheit der Region sind die Gruppen seltener Buckel-Wale, die zwischen Juli und November aus der Antarktis in die wärmeren Gewässer Bahias kommen, um sich zu paaren und ihren Nachwuchs zu gebären. Ein unvergessliches Schauspiel.
Der berühmteste Nationalpark Brasiliens ist aber der Parque Nacional Jaú im Amazonasgebiet. Hier leben noch viele typische südamerikanische Wildtiere wie der Jaguar, Krokodile, der Tapir und die Seekuh. Mit ein wenig Glück sehen Sie den seltenen roten Amazonas-Delfin. Fahren Sie einen der Bäche mit einem Kanu stromaufwärts, mit einem obligatorischen Halt inmitten des Dschungels, um Kunsthandwerksartikel der Indianer zu kaufen und die Natur zu bewundern.
Der mystischste Ort Brasiliens ist der Parque Nacional Sete Cidades. Das Besondere sind die fantastischen Felsformationen aus Sandstein, die z. T. wie riesige von Menschen geschaffene Skulpturen aussehen und deren Alter auf 190 Mio. Jahre geschätzt wird.
Ein Muss für jedermann, der das erste Mal nach Brasilien kommt, sind auch die Wasserfälle von Iguaçu, die sich im gleichnamigen Nationalpark befinden, eines der Sieben Weltwunder. 275 Wasserfälle donnern einen 3 km breiten Abgrund hinab und erzeugen dabei einen immerwährenden Regenbogen geschmückten Sprühnebel. Im Zentrum des unvergesslichen Schauplatzes liegt der Teufelsrachen, eine Stelle, an der 14 Wasserfälle mit ohrenbetäubendem Getöse und dichten Nebelschwaden die 90 m hohen Felsen hinabstürzen. Ein schmaler Steg führt zur unteren Steilstufe der Wasserfälle.
Im Nationalpark Aparados da Serra liegt der phantastische schmale Canyon Itaimbezinho, dessen Wände 600-700 m steil abfallen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der 30 km lange und 900 m tiefe Steilabbruch des Canyon da Fortaleza.
Im mittleren Westen von Brasilien an der Grenze zu Bolivien liegt das riesige Überschwemmungsgebiet Pantanal, wo ein riesiger Artenreichtum herrscht. Hier leben Krokodile, Tapire, Wildschweine, Ameisenbären, Hirschen, Jaguare und hunderte tropischer Vogelarten sowie unzählige Urwaldpflanzen. Verschiedene Touren werden z.B. in Campo Grande angeboten.
Wer nach dem Naturerlebnis die Großstadt braucht, der kommt in Rio de Janeiro und Sao Paulo auf seine Kosten. Beide Städte füllen eigene dicke Reiseführer. Aber auch kleine Städte in Brasilien haben einiges zu bieten.
Florianópolis liegt geteilt zwischen Festland und gleichnamiger Insel. Diese ist mit ihren ca. 50 Stränden und faszinierender Landschaft ein begehrtes Ferienziel für Touristen, Brasilianer und Argentinier. Hier gibt es zwischen August und November auch vielfach die Möglichkeit, an Whale-Watch Touren auf dem Atlantik teilzunehmen.
Zentrum der Lebensfreude in Brasilien ist Fortaleza. Seine Bevölkerung besteht vorwiegend aus Indios, Portugiesen und Einwanderern aus Dürre-Geplagten Gebieten, die Sertanejo-Traditionen werden gepflegt und der kulturelle Mix spiegelt sich wider in der Küche, Architektur. In Fortaleza gibt es kaum einen Strand ohne Tanzmusik mit Mitreißenden Forró-Klängen, wo getanzt, gesungen, getrunken und viel gelacht wird. An der Praia da Iracema spielt sich das Nachtleben Fortalezas ab mit Discotheken, Musik-Kneipen, Restaurants und Nachtbars.
Olinda, „die Wunderschöne“, gehört mit seinen schmalen Gassen aus Kopfsteinpflaster, bunten Häusern und vielen Künstlerateliers seit 1982 zu den „Kulturdenkmälern der Menschheit“. Während die Natur ihre magischen Düfte der Blumen und Bäume verbreitet, breitet sich Geläut der mehr als 20 Kirchen und etwa 11 Kapellen aus, deren Glockenorchester nachmittags ums 6 Uhr die ganze Stadt einnimmt. Ein unvergessliches Schauspiel.
Salvador de Bahia ist Brasiliens Stadt der Geheimnisse, Stadt aller Heiligen und das Seismozentrum afro-brasilianischer Lebensart. Hier werden die Wurzeln der afrikanischen Vorfahren lebendig. In einer einzigartigen Küche, in Festen voll religiöser Inbrunst und dem größten Straßenkarneval der Welt, dem nicht einmal Rio den Rang ablaufen kann.
Itacaré ist bekannt durch seinen atemberaubenden Sonnenuntergang, das Kreuzen der Segelboote und der Tradition als Capoeira-Zentrum. Die Strände sind paradiesisch, von hohen Kokospalmen eingerahmt und von unendlich grünen Gewässern umgeben. Itacaré ist auch ein idealer Ort für Surfer, hier gibt es perfekte Wellen und verzauberte Buchten sowie tropische Vegetation satt.
Einen perfekten Tag kann der Brasilien-Reisende mit einem leckeren Caipirinha abschließen. Den Cocktail gibt es an jeder Ecke.
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