Zanipolo (Basilica Santi Giovanni e Paolo), Venedig
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Die Dominikaner bauten des größte Gottesthaus
1217 habe der heilige Dominikus Venedig besucht und ihm soll ein Oratorium gewährt worden sein. Fakt ist, daß die ersten Dominikaner oder Wanderprediger tatsächlich 1217 nach Venedig kamen. Das Oratorium sei 1234 erweitert worden. 1245 erhielten die Dominikaner vom Dogen Jacopo Tiepolo - wie andere Orden in dieser Zeit auch - hier am Rande der Stadt ein Stück (Sumpf-)Land zum Bau einer Kirche. Sie wurden damit in den Dienst der Stadtentwicklung genommen. Tauben, Engel und der heilige Dominikus sowie das plötzliche Erblühen von Rosenhainen hätten dem Dogen jenen Platz gezeigt. Förderlich war auch eine Ablaßerklärung des Papstes, so daß man 1250 mit dem Neubau einer Kirche beginnen konnte, 1293 zog das Ordenskpitel ein, aber erst 1300 entstanden die Grundmauern der Apsis. Bald wurde die Kirche aufgrund des Erfolgs des Ordens zu klein und so wurde im wesentlichen von 1333 bis 1369 die gotische Basilika Santi Giovanni e Páolo (gewidmet den im 3. Jh. unter Kaiser Decius hingerichteten Märtyrern Johannes und Paulus) gebaut. Die Arbeiten waren erst 1414 erst vollendet. Der Altar von Vicenzo Ferrer ist mit einem großen Polyptycon von Giovanni Bellini ausgestattet. Am rechten Querhausarm ist ein Glasfenster aus Murano nach Vorlagen von Bartolomeo Vivarini. Die Sakristei (Tür links kurz vor dem Querschiff) ist mit gewaltigen Gemälden zur Geschichte der Dominikaner ausgeschmückt. Sie sind fast ausschließlich in den Farben der Dominikaner Schwarz und Rot gehalten. Ursprünglich lag vor der Hauptfassade ein Friedhof, was an den Grabmählern außen noch zu erkennen ist. Diese Kirche ist quasi das Pantheon Venedigs: Prunkvolle Gräber von 27 Dogen und anderen Persönlichkeiten der Stadt befinden sich hier, denn 1354 sei beschlossen worden, daß kein Doge mehr in der Basilika di San Marco beigesetzt werden dürfe. Ab dem 15. Jh. fanden die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Dogen hier statt. Wegen der offiziellen Funktion vor allem bei den Trauerfeierlichkeiten wurde der Platz vor der Kirche als einer der ersten 1495 gepflastert - und zwar auf Kosten der Stadt (die meisten Plätze ließen die Anwohner auf eigenen Kosten pflastern). Der Brunnen vor der Seitenfront der Kirche ist mit einem Reigen von Füllhörnern tragenden Putti nach einem Entwurf von Jacopo Tatti, genannt Sansovino, versehen. Auf dem Brunnenrand steht in Latein: Herrlich ist der Stein, doch herrlicher noch ist dieses Wasser, das schöner ist als das der Flüsse. 1869 wurden die an die Südseite der Kirche angebauten 2 Scuole (Scuola Santissimo und die Scuola di San Vincenzo) abgerissen und damit der Platz erheblich vergrößert. [mehr] |
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Vorplatz und Kirche
Direkt neben dem riesigen Krankenhausgelände im Norden von Castello liegt der ehemalige Dom Venedigs, die Kirche Santi Giovanni e Paolo. Auf dem hübschen Platz vor der Kirche kann man ganz gut verschnaufen und sich in einem der Cafés stärken, bevor man zur Besichtigung antritt. Die Kirche ist im Stil der Gotik erbaut und von enormer Grösse. Sehr interessant sind die zahlreichen Grabmäler für wichtige Dogen, die sich an den Seitenwänden befinden. [mehr] |
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