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Linosa, Berlin

1.0 stars

Bewertungen

nie wieder!

 Sterne
Am Silvester-Mittag 2009 besuchte ich mit sieben weiteren Personen das Restaurant Linosa. Am Eingang fragte man uns nach der Personenzahl und führte und anschließend in die erste Etage zu einem Tisch. Genauer gesagt waren es zwei Tische, die in dieser Konstellation maximal für sechs Personen ausgelegt waren. Wir schoben die Tische so, dass wir alle - wenn auch etwas beengt - Platz fanden. Nach etwa fünf Minuten brachte uns die unseren Tischen zugeteilte Bedienung eine Karte. Etwas verwirrt nahmen wir diese entgegen und fragten um einige mehr. Weitere fünf Minuten später bekamen wir dann zwei weitere Karten gebracht. Die Bedienung fragte doch tatsächlich genau die beiden Personen, denen er die Karten gab, im selben Moment, ob sie schon ausgesucht hätten - na gut, vielleicht ein Scherz zum Jahresende. Man ließ uns dann sehr viel Zeit für die Auswahl der Speisen und Getränke, immerhin mussten wir uns ja mit acht Personen drei Karten teilen. Unsere sehr unsicher wirkende Bedienung kam dann irgendwann dazu, unsere Bestellung aufzunehmen. Er lehnte dabei halb über unserem linken Tisch und benötigte pro Bestellung geschätzte dreißig Sekunden Zeit zum Aufschreiben. Zu dieser Zeit dachte ich, ich würde schon verhungern, bis alle Bestellungen aufgenommen sind. Doch dann ging es erst los: mitten in der Bestellphase ging die Bedienung ohne Worte von unserem Tisch weg und unterhalb sich lautstark und in bester Laune mit einer anderen Bedienung in einer anderen Sprache - natürlich nicht auf italienisch, was man bei einem italienischen Restaurant durchaus vermuten könnte. Nach einigen Minuten unterbrachen wir diese Dreistigkeit mit der Bitte um Fortführung mit der Bestellung. Wiederum wortlos und ohne jegliche Entschuldigung erschien unsere Bedienung wieder an unserem Tisch und es ging im selben Schneckentempo weiter. Irgendwann war es dann geschafft und zur Sicherheit wiederholte unsere Bedienung noch einmal gemütlich alle Bestellungen - ist natürlich wichtig, man hätte ich der nicht vorhandenen Hektik ja etwas vergessen können. Nach langer Zeit ohne Merkwürdigkeiten brachte er uns unser Besteck, allerdings leider nicht auf einem Teller mit Servietten, sondern zwei Hände voll Messer, Gabeln und Löffel, die er - wiederum völlig wortlos - in die Mitte des rechten Tisches legte... nein eher warf. Ich und meine sieben weiteren Mitstreiter suchten ab diesem Moment die versteckte Kamera, die wir aber nicht fanden. Immerhin wollten wir bloß einen großen Hunger in der Hauptstadt stillen. Aber dass das so aufregend werden sollte, hätte keiner gedacht. Erst recht nicht, dass es sich noch steigern konnte. Als nächstes brachte die Bedienung Gläser, da einige von uns sich gemeinsam Wasserflaschen bestellt hatten. Beim Anblick der Gläser schlug unser Gemüt dann endgültig um: erstens waren sie (wahrscheinlich vom letzten Spülgang) noch nass, zweitens waren sie nicht sauber, sondern mit Fingerabdrücken übersaht, verschmiert und an einigen war sogar noch Lippenstift zu finden - ekelhaft! Einige von uns waren kurz davor, aufzustehen und zu gehen. Ich beruhigte sie vorerst und machte die Bedienung auf den Zustand der Gläser aufmerksam mit der Bitte um neue, saubere und trockene Gläser. Er belächelte die Sache bloß, nahm die Gläser wieder mit und brachte anschließend eine Cola und eine Schorle an den Tisch, die allerdings wohl nicht für uns gedacht waren. Demjenigen aus unserer inzwischen leicht gereizten Runde, der Cola bestellt hatte, wurde diese kurz vor dem ersten Schluck dann natürlich wieder weggenommen. Anschließend kam eine Person aus dem Untergeschoss nach oben stellte sich breitbeinig vor unseren Tisch und fragte uns - während unsere Bedienung lächelnd und Gläser abtrocknend hinter ihm stand - wo denn das Problem mit Gläsern sei. Wir glaubten zunächst, der Geschäftsführer kümmere sich jetzt persönlich um unsere ungewöhnliche Geschichte, was sich allerdings später auch als falsch herausstellte - es war bloß eine andere Bedienung. Ich antwortete dem Herren mit verärgerter Stimme, dass das Problem mit einem Blick erkennbar sei und wir zumindest erwarten, saubere Gläser zu erhalten und angemessen bedient zu werden. Daraufhin wurde er laut und rief mir (wortgetreu) zu: "So reden Sie nicht mit mir! Ich bin ein ehrenhafter Mann, Familienvater mit drei Kindern! Hier ist alles sauber und gut, aber wir haben viel zu tun unten!" Das war dann auch für mich die Stelle, an der mir klar wurde, dass es nur eine Möglichkeit gab: das Restaurant verlassen! Wir standen auf und gingen, woran unsere Bedienung und der Familienvater uns natürlich noch hindern wollten, da das Essen ja bereits bestellt war. Davon ließen wir uns jedoch nicht abhalten, außerdem hatten wir noch nichts verzehrt, weder Speisen noch Getränke. Ich muss sagen, dass ich noch nie in einem der vielen verschiedenen Restaurants, die ich schon besucht habe, so unfähige, arrogante und dreiste Bedienungen in Kombination mit unhygienischen Vorfällen erlebt habe. Was können die Gäste dafür, wenn das Restaurant überfüllt ist und daher die Qualität leidet?!? Inzwischen möchte ich nicht einmal mehr wissen, wie das Essen wohl geschmeckt hätte, wenn es nicht schon vorher gescheitert wäre. Fazit: nie wieder Linosa! Tipp: einige Meter weiter gibt es in derselben Preiskategorie im Restaurant Piazza Rossa wunderbares Essen inklusive vorbildlicher und zuvorkommender Bedienung! [mehr ]


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