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Carolina
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Kleiner Strand nahe der Hauptsatdt
Nur einen Steinwurf von Santo Domingo entfernt -- eine anderthalb Stunden dauernde Fahrt mit der Guagua nämlich -- liegt der kleine Badeort Boca Chica. Wer sich in der Hauptstadt aufhält und keine Zeit für einen längeren, richtigen Strandurlaub hat, sollte sich ruhig einmal auf eine kleine Reise in dieses Wochendziel vieler dominikanischer Städter machen. Bereits die Anfahrt verschafft eine Menge neuer Eindrücke, namentlich das Erlebnis des öffentlichen Nahverkehrs der Insel. Die Guaguas, oft grosse VW- oder Schulbusse, kosten beinah nichts, halten alle drei Meter an, um Leute aufzulesen oder abzusetzen, und sind meist so voll, dass man mit einer Menge Körperkontakt rechnen muss. Es wird viel und laut geplaudert, bei jedem Stop versuchen Händler, einem durch die Busfenster hindurch frische Kokosnüsse, Eis, Kekse oder Taschentücher zu verkaufen und der Bus wird meist mit einer vielfältigen Mischung der dominikanischen Bachata-Musik bespielt. Alles in allem ein für alle Sinne eindrucksvolles Erlebnis.
Boca Chica selbst ist nicht unbedingt ein schöner Ort, eher laut, touristisch, dreckig. Und während der Sand zwar weiss und das Wasser türkis ist, ahnt man hier nur etwas von der Ruhe, die man normalerweise mit solcherart Attributen assoziiert. Dennoch: in den vielen kleinen Imbissbuden und Restaurants entlang des Strands kriegt man gutes Essen (sehr gut ist dort der frittierte Fisch) und bunte Cocktails, die man im Schatten der Sonnenschirme schlürfen kann, die man in eben diesen Restaurants ebenfalls mieten kann. Für viele Leute aus Santo Domingo das Ziel ihres Sonntagausflugs, vermittelt Boca Chica, obwohl sehr kommerziell, auf jeden Fall ein wenig mehr Normalität und Natürlichkeit als die üblichen Resorts. Am Strand kann man Zuckerrohr, frisches Obst und Kokosnüsse kaufen, die mit Elan und einer riesigen Machete erst kurz vor dem Handel aufgeschlagen werden. Die Guaguas fahren regelmässig und bringen einen immer wieder sicher zurück. Und die gute Luft, die Palmen und die Sonne stellen einen angenehmen Ausgleich zur Hitze und Hektik auf Santo Domingos Strassen dar. Fazit: Zwar kein einsamer Sandstrand und nicht perfekt, trotzdem ein Fleckchen Erde mit grossem Erholungpotential, das man gemeinsam mit den Einheimischen geniessen kann.
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