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Gara de Nord, Bukarest

3.0 stars

Bewertungen

Zugfahrt Bukarest Stara Zagora

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Nach dem kostenlosen Internet-Zugang sind wir dann in den täglich nach Thessaloniki fahrenden Zug um 12.16 Uhr gestiegen. Dieser hat übrigens auch Waggons nach Istanbul, die Fahrt dauert knapp 20 Stunden (2 Grenzübergänge). Und was für ein Zug: als ob die rumänisch-bulgarische-griechische-türkische Freundschaft nichts bedeuten würde, bestand der Zug fast nur aus bald auszurangierenden Waggons, dreckig, laut, schmutzige Toiletten aber leer, sodass wir sehr entspannt reisen konnten. Die Zugtrasse ist sehr interessant, weil sie nicht nur die über einen Kilometer breite Donau überquert, sondern auch zwei Gebirgsketten und insgesamt eine landschaftlich schöne Gegend durchfährt. Wir sind in Stara Zagora, zu Sonnenuntergang, ausgestiegen, um am nächsten Tag bei Tageslicht Istanbul zu erreichen. [mehr]

Kostenloses Internet am Nordbahnhof-McDonalds

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Bevor wir in den Zug stiegen, musste ich unerwartet noch rasch ein paar Nachrichten ins Internet posten und war überrascht, am Nordbahnhof einen Wireless-Zugang zu erhalten – kostenlos!!! Insider-Hinweisen zu Folge (ich habe eine der üblichen einschlägigen Bahnhofsgestalten gefragt) ist es sogar der einzige im Bahnhof. Der Hotspot befindet sich irgendwo im McDonalds am Ende der Gleise. Ihr solltet hineingehen, draußen funktioniert er nicht richtig. Zum Einloggen, müsst Ihr Euch kostenlos mit einem Fake-Namen registrieren, und ein paar Mouse-Klicks später habt Ihr ein eigenes Account, mit dem Ihr den überraschend schnellen Internetzugang nutzen könnt. Ich kenne nicht viele europäische Bahnhöfe mit dieser Möglichkeit, üblicherweise werden immer ein paar Euro pro Stunde fällig. Das wird auch in Bukarest sicher kommen, aber momentan haben wir Traveller Glück und können Surfen for free. Achja, Ihr müsst übrigens nichts kaufen bei McD, die Reinigungskräfte, auf die Ihr stoßen werdet, interessiert Eure Anwesenheit nicht mehr als der umgefallene Sack Reis in China. [mehr]

Tickets kaufen am Bukarester Kopfbahnhof

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In vielen Ländern der Welt kann man den technischen Entwicklungsstand anhand des Buchungssystems von Zugtickets ablesen – so auch in Rumänien. Auch wenn der offizielle Internetauftritt der rumänischen Eisenbahn erzählt, dass man mittlerweile Onlinereservierungen tätigen kann, solltet Ihr, wenn Ihr Geld, Nerven und Zeit sparen wollt, direkt an den Schalter gehen. Und da Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit am Nordbahnhof in Bukarest Tickets kaufen werdet, hier ein paar „Insider-Tipps“: lasst Euch vom Panzerglas, das Euch von der grimmigen Ticketverkäuferin trennen wird, nicht abschrecken. Ihr solltet Euch allerdings im Klaren sein darüber, dass in aller Regel Euer Rumänisch besser sein wird als das Englisch der Schalterfrau. Aus diesem Grund solltet Ihr, sofern möglich, im Internet bereits die Abfahrtszeit Eures Zuges gecheckt haben und Zielort und Zeit und gewünschte Klasse auf ein Papier schreiben und der Frau zeigen. Das spart Euch Zeit und Missverständnisse!!! Internationale Tickets gibt es nur an einem der Schalter in der gleisnäheren Verkaufshalle. Diesen Schalter erkennt Ihr oft an den vielen Backpackern, die zwischen zwei cholerischen Anfällen versuchen, ihr Ticket zu bekommen. Passt aber stets auf Eure Wertsachen auf, es kann in der Schlange recht eng werden, besonders bei Unwetter, denn das Bahnnetz Rumäniens ist recht anfällig. [mehr]

Der Bukarester Nordbahnhof - Gara de Nord

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Der Nordbahnhof (Gara de Nord) ist ein fast 130 Jahre altes Gebäude und nach dem Modell anderer europäischer Kopfbahnhöfe, nämlich in Paris und Wien, konzipiert. Seinerzeit ein moderner Bahnhof, ist der Nordbahnhof nun einer der unmodernsten großen Bahnhöfe, die ich in Europa habe sehen dürfen. Dennoch ist er mit knapp 15 Bahnsteigen mit großem Abstand der größte Bahnhof Rumäniens und DIE feroviare Drehscheibe des Karpatenlandes. Fast alle wichtigen Eisenbahnlinien des Landes beginnen und enden in der Gara de Nord. Gleiches gilt für internationale Verbindungen wie zum Beispiel nach Chisinau, Kiew, Moskau, Belgrad, Wien, Budapest, München, Prag, Sofia, Thessaloniki und Istanbul. Erwartet keinen Bahnhof nach westlichem Standard, das heißt konkret: geht zu Hause oder im Hotel auf Toilette, wenn möglich, die öffentlichen Bedürfnisanstalten hier sind wirklich nur für den äußersten Notfall – und einige Mädels sagen, nicht einmal dann – gedacht und zu empfehlen. Auch sonst ist die Infrastruktur eher modest. Andererseits ist dieser Bahnhof einer der letzten nicht modernisierten Bahnhöfe Europas und verschafft Euch einen Eindruck, wie Zugreisen vor 30 Jahren abgehalten worden sind. [mehr]


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