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Simien National Park, Debark'

5.0 stars

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Essen in Tschorolewa

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Der Name des „Ethiopian Millenium Hotel“ im Dörfchen Tschorolewa führt leicht in die Irre, denn in Wahrheit handelt es sich nur um einen kleinen, dunklen Holzverschlag mit zwei wackeligen Holzbänken und einer Kiste als Tisch. Man bekommt zu Essen, was gerade in der Küche da ist sowie etwas Erfrischung zum sehr günstigen Preis. Dennoch, fast alle Wanderer kehren hier kurz ein – es gibt nämlich keine Alternative und die Dorfbewohner freuen sich sehr über einen Besuch. Neben möglicher Praxis in Amharisch und vielem Lächeln schmeckt auch das Essen. Das Highlight ist jedoch sicherlich ein vergilbtes Plakat von Jennifer Lopez an der Wand, eine fast absurde Hommage an den goldenen Westen in einer äthiopischen Lehmhütte. [mehr ]

Ein Lagerfeuer im Simien National Park...

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... ist trotz aller romantischen Erwartungen nur an ganz wenigen Orten (in den offiziellen Camps), und dann auch nur zu festgelegten Zeiten im Jahr gestattet. Der Grund ist neben der hoch sensiblen, kargen Natur relativ simpel – Feuerholz ist ein kostbares Gut in diesen Landstrichen. In der Tat basiert jede Wärme und jede heiße Mahlzeit der hier wohnenden Menschen auf Holz – die Kinder laufen dafür oft täglich 8 bis 10 Stunden für wenige dürre Zweige. Auch wenn ich gern abends vor einigen Flammen sitze, im Simien Gebirge verzichtete ich auf diesen Genuss letztlich einsichtig und gern. [mehr ]

Ras Dashen

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Der „Ras Dashen“ ist zwar der höchste Berg in Äthiopien(4600m), aber so abgelegen und schwer zugänglich, das bisher nur wenige Traveller auf seiner Spitze standen. Es ist ein langer, anstrengender Anstieg, am Schluss muss sogar noch ernsthaft auf das Gipfelplateau geklettert werden, man ist die halbe Nacht unterwegs – aber es lohnt sich wirklich. Sehr wilde Landschaften, ausgesetzt und auf Augenhöhe mit den Adlern, ist es ein wunderbarer Moment, um dieses Land mit seiner Herzlichkeit und seiner Originalität noch einmal in sich aufzunehmen. Es gibt leider kein verlässliches bzw. sogar falsches Kartenmaterial, aber wieder einmal erweisen sich die Führer des Nationalparks als unverzichtbar, um den richtigen der umliegenden Gipfel zu erklimmen. [mehr ]

Das kleine Dorf Ambico...

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...liegt an den Flanken der höchsten Erhebungen Äthiopiens und ist noch weitgehend touristisch unberührt, auch wenn einige findige Jugendliche bereits Cola und Zuckergetränke als Einnahmequelle bei hellhäutigen Wanderern entdeckt haben. Gezeltet wird mitten auf dem Dorfplatz, gewaschen in und an einem nahen Flüsschen. Essen sollte man ausreichend dabei haben, hier wird jedes Getreidekorn wirklich selbst gebraucht. Die vielen Hunde im Ort bellen zwar böse, aber die wachen Augen des Scouts lassen einen doch irgendwann schlafen. Eine Überraschung noch – es war tatsächlich möglich, lokales Bier am Lagerfeuer zu bekommen! [mehr ]

Der „Bwawit Pass“ im Simien Gebirge...

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...markiert nicht nur einen der höchsten Punkte der gesamten Hochebene, sondern ist vor allem eine wichtige Verbindung zu den Dörfern am Fuße des Grabenbruchs. Für Trekking – Reisende, die hier zwischen voll beladenden Eseln, Ziegen und zahlreichen Trägern Serpentinen erklimmen, ist neben der fantastischen Aussicht auf Himmel und Erde vor allem die Höhe zu bedenken. Nehmt also ausreichend Getränke mit auf den Marsch, lasst Euch Zeit beim Aufstieg und geht ruhig mal zur Seite, wenn wieder schwer bepackte Frauen und Kinder barfüßig vorbei wollen – für sie ist dieser Weg leider kein Urlaub, sondern harter Kampf ums Überleben. [mehr ]

Tschorolewa

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Das ärmliche Dorf Tschorolewa liegt schon abseits der Zivilisation im Herzen des Simien National Parks. Es ist nur über Fußpfade zu erreichen, dementsprechend ist das Hallo und das Staunen über verstaubte und verschwitzte Weiße noch enorm. Obwohl mancher skeptischer Blick geworfen wird, die Freundlichkeit überwiegt bei weitem – auch, weil viele im Dorf die obligatorischen Scouts und Führer kennen, und so alle von Kontakten zum Tourismus etwas profitieren, direkt oder indirekt. Zu kaufen gibt es wegen der Armut hier aber noch kaum etwas, und die einzige Toilette am unteren Dorfrand ist ziemlich gruselig. [mehr ]

Das Dschenek Camp im Simien National Park...

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...ist das höchste offizielle Gelände, um seine Zelte über Nacht aufzustellen – leider deswegen auch das kälteste. Ich hatte zumindest ordentlich Raureif auf meinen Sachen am Morgen, aber wenn die Sonne irgendwann über den Bergrücken kommt (worauf man sehnlich frierend wartet), taut und trocknet es sehr schnell. Hier ist nichts mehr mit geraden Flächen zum Schlafen, dafür aber windgeschützt. Und die Höhe (4100 m) verursacht nicht selten Erschöpfung und Kopfschmerz – dieses Camp, zugleich letzter Ort mit Verbindung zur Zivilisation per Schotterpiste, ist also eigentlich eine Prüfung auf Tauglichkeit. Als verdienten Lohn gibt es äußerst seltene Tierarten mitunter schon vom Zelt aus zu bewundern. So nah wird man sonst ohne Tricks selten an Wildtiere in Äthiopien herankommen. [mehr ]

Geech Camp

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Das Geech Camp im Simien National Park liegt schon ziemlich hoch auf einer weiten Ebene. Der ausgesetzte Platz bietet zwar einigermaßen plane Flächen zum Zelten, man ist jedoch den Launen des Windes schutzlos ausgeliefert. Der ist bekanntlich im Hochgebirge oft schneidend kalt, aber zumindest eine Hütte zum Kochen bietet Unterschlupf vor dem Gröbsten. Weiterhin fließt hier Wasser und etwas unterhalb des Camps findet man sogar neue, robuste sanitäre Anlagen - auch eine gute Idee bei Windstärke sieben. [mehr ]

Der Aussichtspunkt „Imit Gogol“ im Simien National Park...

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...ist ohne jede Übertreibung atemberaubend. Eine schmale Kanzel auf knapp 4000 Metern Höhe – und weit, sehr weit unter dir breitet sich das nördliche Afrika über hunderte von Kilometern zu den Füßen aus. Bei klarem Wetter begrenzt wirklich nur die Schärfe deiner Augen den geschätzten Blick bis zu den Ufern des Mittelmeeres – wohlgemerkt, von der Nähe des Äquators aus, so extrem fällt dort das äthiopische Hochland abrupt am nordafrikanischen Grabenbruch in die Tiefe. Ein unbedingtes Muss, noch mit einem knappen Zeitbudget zu erreichen und in dieser Dimension ein absolut einzigartiges Schauspiel der Natur. [mehr ]

Sankabar Camp im Simien Gebirge

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Das Sankabar Camp ist der Ausgangspunkt vieler Trekkingtouren im Simien National Park. Hier warten meist auch die Treiber, um die genau abgewogenen Rucksäcke auf die stoischen Maultiere zu binden. Eine nahe, sogar genießbare Wasserstelle bietet seit neuestem sogar eine Gelegenheit zum Duschen, eine überdachte Feuerstelle bietet sich zum gemeinsamen Kochen an. Bis hierher kommt man noch mit dem Jeep, ab dann heißt es vornehmlich laufen, wenn man die wirklich spektakulären Ausblicke genießen will. Alternativ gibt es auch eine Piste im Tal bis zur Mitte des Parks, die sich auch vorzüglich als Rückzug für Notfälle anbietet – nicht jeder verträgt nämlich hier die Höhe zwischen 3000 und 4000 Meter über dem Meeresspiegel! Allerdings, Wasser gibt es hier trotzdem nicht immer, bringt also lieber etwas für den Ernstfall mit. [mehr ]

Warum mit Führer und Scout Trekking im Simien Gebirge machen?

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So manchem eingefleischtem Wanderfreund mag der Umstand, mit Führer und bewaffnetem Scout durch die Gegend zu laufen, unangenehm erscheinen. Meine anfängliche Skepsis verflog jedoch schnell – alle mich begleitenden Personen waren sehr freundliche, hilfsbereite, kundige und zugleich unaufdringliche Menschen, die nicht nur Schutz vor Schakalen und anderen Dieben boten, sondern auch so manche Nacht am Lagerfeuer unvergesslich machten. Die extrem sensible Natur und die Weitläufigkeit im Hochgebirge verlangt einfach Ortskenntnis, besonders in so abgelegenen Gegenden der Welt. Schließlich kommt die Bezahlung hier vielen Einheimischen zugute – alle im Park arbeitenden Führer und Treiber stammen selbst aus dem Bergdörfern, was gerade die Akzeptanz von „Fremden“ hier ungemein steigert und zugleich mit der Begrenzung der Besucherzahlen ein schönes Beispiel für nachhaltigen, sinnvollen Tourismus gibt. [mehr ]

Zur Vorbereitung auf eine Trekkingtour im Simien Nationalpark ...

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...empfiehlt sich die Einstellung auf Hochgebirge – das heißt vor allem dünne Luft, festes Schuhwerk und kalte Nächte. Ein Schlafsack sollte auch mal Frost abhalten, ein Fleece-Pullover ist buchstäblich wärmstens zu empfehlen. Kocher und entsprechende Utensilien sind zwar nicht unbedingt notwendig, aber ein warmes Getränk am Morgen wirkt Wunder. Und eine Einladung der einheimischen Reisebegleiter zum Essen ein schönes Gefühl von Gemeinschaft. [mehr ]

Simien National Park

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Der Simien Mountain National Park erfüllt wahrscheinlich nicht die Bilder im Kopf, die sich bei den Begriffen Afrika und Nationalpark unweigerlich einstellen – keine Akazienbäume, keine Elefanten und auch keine Löwen. Dennoch ist dieser Park ein echtes Paradies und immer noch ein Geheimtipp – was hier fasziniert, ist der unglaubliche Blick in die Weite vom Rand eines über 1000 Meter senkrecht abfallenden Grabenbruchs. Ein karges Hochplateau voller Gräser, Schluchten, Bromelien und immer nur eine Handbreit bis zum Himmel – übrigens, zumindest Hyänen und Wölfe kann man hier aber gelegentlich auch antreffen. Affen und Adler sind aber weitaus häufiger. [mehr ]

Anmeldung Simien National Park

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Die Verwaltung des Nationalparks in Debark' ist überaus freundlich und hilfsbereit – auch wenn manchem die Preise der zahlreichen angebotenen Touren und Leistungen für äthiopische Verhältnisse astronomisch anmuten mögen. Die Anmietung eines Führers sowie eines Scouts zum Betreten des Parks sind Pflicht – aber über den Koch sowie die Maultiere samt Treibern lässt sich durchaus reden. Auf jeden Fall wird man hier wirklich gut beraten, was Zeit und Umfang der Tour betrifft – der Park ist riesig und man sollte sich hier nicht überschätzen! Mein persönlicher Eindruck: Es sollte eigentlich für jeden etwas Machbares dabei sein, von reinschnuppern bis Hochleistungssport. [mehr ]


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