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Palio, Siena

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Das härteste Pferderennen der Welt

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Ich möchte euch in diesem Artikel etwas ausführlicher von einem Ereignis der besonderen Art berichten: Ich war in SIENA! und zwar beim PALIO, dem härtesten Pferderennen der Welt! Bei diesem seit dem Mittelalter zwei mal jährlich stattfindenden Rennen treten so genannte Contraden, das sind so etwas wie Nachbarschaftsgemeinschaften der verschiedenen Ortsteile mit eigenen Wappen, gegeneinander an.
Die Stadtbewohner gehören also verschiedenen Gruppen an, die jeweils einen Reiter ins Rennen schicken, welches auf dem zentralen Platz der Altstadt stattfindet. In die Contrade wird man übrigens hinein geboren und bleibt in ihr bis zum Tod. Je nach dem in welchem Gebiet man sich gerade in befindet, kann man die Vorbereitungen der Gruppen ansehen. Ein alter Mann aus dem Ortsteil des Widders erklärte uns alles über den Palio. Die ganze Stadt war mit den Fahnen der jeweiligen Gruppen geschmückt. Unser fachkundige Führer war ganz begeistert und euphorisch uns alles zeigen zu können. So erfuhren wir, dass die Contraden Wölfin und Stachelschwein, Adler und Panther, Schnecke und Schildkröte, Giraffe und Raupe, Einhorn und Eule, Widder und Muschel sowie Turm mit Gans und Welle verfeindet sind! Insgesamt gibt es heute noch 17 Contraden. Jede Gruppe hat neben dem Wappen, welches jeder Bewohner am Tag des Rennens als Halstuch trägt, eine eigene Kirche und dort sollte nun etwas ganz merkwürdiges stattfinden: Die Segnung des Rennpferdes. Wir schlängelten uns durch die Menschenmenge, die sich bereits vor der kleinen Kirche gebildet hatte und suchten uns einen erhöhten Platz. Dann hieß es warten, denn das Pferd konnte aus Sicherheitsgründen erst herbeigeführt werden, wenn die Italiener halbwegs ruhig waren und das dauerte seine Zeit…Dann plötzlich war es soweit: Es bildete sich eine schmale Gasse und das Pferd wurde in die Kirche geführt, kurze Zeit später schob sich die riesige Menschenmenge hinterher. Ja, da hab ich dann mal drauf verzichtet und wenige Minuten später kamen alle wieder heraus geströmt, zuletzt dann das gesegnete Pferd.
Im Anschluss an dieses Event gingen wir zum Dom, der übrigens sehr sehr schön ist, und schauten uns dort die Parade an. Es gab einen großen Umzug von Männern verschiedenen Alters in traditionellen Kostümen, Musikanten, Reitern, Knappen und Fahnenträgern. Toll anzusehen war das!
Siena ist eine wunderschöne mittelalterliche Stadt und es hat alles zusammengepasst, man fühlte sich wirklich in eine frühere Zeit versetzt. Die Regeln des Palio hab ich nicht so ganz verstanden, was jedoch klar nicht sein durfte war Regen. Denn in diesem Fall wäre das Rennen auf den folgenden Tag verschoben worden, da die Rennbahn sonst viel zu glitschig wäre. Ich hab noch nie zuvor solch einen gewittrigen Himmel gesehen, ohne dass es letztendlich geregnet hat. Die positiven Gedanken und Stoßgebete der gesamten Stadtbevölkerung müssen wohl dazu beigetragen haben. Als wir uns dann mit den anderen Zuschauern auf den Weg auf den Platz machten, eingekesselt von der Absperrung zur Rennbahn, hieß es abermals: ABWARTEN und besser keinen Tee trinken, da auf dem Platz kein Klo vorhanden war.
Über mehrere Stunden wurden unter großem Geschrei die Startplatzierungen ausgelost und der wartenden, pöbelnden Masse verkündet. Da immer nur 10 Pferde pro Rennen starten dürfen (und zwar die 7, die beim letzten mal aussetzen mussten plus drei ausgeloste Plätze der übrigen Contraden), war die Enttäuschung der ausgeschlossenen Gruppen groß. Die Verzweiflung war ihnen anzusehen. Dann sollte es eigentlich losgehen, denn die Zeit drängte, da es bereits anfing zu dämmern. Um ein Haar hätte das ganze Spektakel am folgenden Tag wiederholt werden müssen aber letztendlich, nach mehreren Fehlstarts, klappte es doch. Den ganzen Tag Vorbereitungen für 3 Runden und 100 Sekunden Spaß. Der Adrenalinpegel stieg mit jedem Fehlstart, von denen es mindestens vier gab. Immer wenn die Pferde sich halbwegs beruhigten, denn es war ein enormes Gedränge an der Startlinie, begannen die Italiener wieder herum zu schreien, was die Pferde wieder durchgehen lies: „vafanculoooo“ „los jetzt“ „anfangen!“ Irgendwie hat niemand daraus gelernt und so langsam wurde auch ich verzweifelt. Die Schildkröte hat übrigens gewonnen…Den ganzen Abend bis tief in die Nacht hinein zogen die Sieger durch die schmalen Straßen der Altstadt und wie ich hörte gehen die Feierlichkeiten bis zu mehreren Wochen. An langen Tafelrunden im Freien wurde gegessen, getrunken und gesungen.
Es war ein riesiges Spektakel und ich bin froh, wirklich mittendrin statt nur dabei gewesen zu sein. [mehr]

Palio auf der Piazza del Campo

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Zwei Mal im Jahr steht die schöne Stadt Siena "Kopf". Alles rüstet für den bekannten "Palio"! Er wird am 2. Juli und am 16. August ausgerichtet. Jeweils zehn Contraden (Stadtbezirke) kämpfen dann in einem halsbrecherischen Ritt um die Standarte("Palio"). Dreimal galoppieren sie um den Campo, dreimal vorbei auch an der gefährlichen "Kurve von San Martino". Sie sorgt trotz dicker Decken zum Schutz, fast jedes Mal für einen oder mehrere Unfälle der Reiter und Pferde. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Contrade wird übrigens sehr ernst genommen, man wird hineingeboren und bleibt, auch wenn man in eine andere einheiraten sollte, das ganze Leben ihr Mitglied. So kommt es beim Palio oft zu aufbrausenden Emotionen! :-) Sichere Dir rechtzeitig einen Platz, ruhig in der Mitte des Platzes. Eventuell Sonnenschutz und viel Wasser mitnehmen! Ich sah einige Menschen ohnmächtig werden, da jeglicher Schatten am Platz fehlt! [mehr]

Palio in Siena

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Zweimal jedes Jahr, anfang Juli und mitte August, findet in Siena der traditionelle Palio statt. Bei diesem Pferderennen treten die verschieden Contraden Sienas (Stadtteile) gegeneinander an. Ein Besuch beim Palio ist ein gigantisches Erlebnis! Am besten ist man schon am Vormittag in der Stadt, dann kann man beobachten wie die verschiedenen Contraden eine nach der anderen zum Dom ziehen um sich vom Bischof dem Segen zu holen. Spätestens um 16.00 Uhr muss man auf dem Campo sein, wer dann nicht drin ist kommt auch nicht mehr rein. (Vorher aufs Klo gehen!!)Keine Angst vor der Hitze, ab spätestens 17.00 Uhr liegt der obere Teil des Campos im Schatten. Die Contraden ziehen dann in einer Parade auf dem Campo ein und um 19.00 Uhr fällt der Startschuss für das drei Runden dauernde Rennen. Dabei ist völlig unwichtig ob der Jockey ankommt, nur das Pferd muss ins Ziel!Am besten plant man noch etwas Zeit danach ein, denn wenn es dunkel wird ist der Campo an diesem Tag von tausenden Kerzen bleuchtet. [mehr]


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