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kaptn73
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Mit dem Geländewagen durch Rumänien und Westbulgarien
Hallo,
da ich im Internet viel zu wenig Beiträge über Offroad und wild campen gefunden habe, möchte ich hier ein paar Infos posten, falls es noch jemanden so geht.
Will man in Rumänien und Bulgarien halbwegs voran kommen, bleiben einem nur die Hauptverkehrsverbindungen. Hier sind die Wege bestens beschildert und die Strassen bereits in relativ befahrbaren Zustand. Sobald die Strasse am Plan aber nicht mehr eine dicke rote Linie ist, muss mit allem gerechnet werden: soeben renovierte, bestens asphaltierte Strassen sind dann ebenso möglich wie Kraterlandschaften und Schotterpisten!
Nachteil an den Hauptrouten ist der Schwerverkehr und die vielen Baustellen, die beide Länder zieren. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 50km/h kann zur Berechnung der Tagesetappen herangezogen werden. Ebenfalls gleich ist beiden Ländern, dass man zur Benützung des Straßennetzes eine Vignette erstehen muss und im Auto ist ein Feuerlöscher Pflicht!!!
Wir haben im Juli 2009 zu viert mit zwei Geländewagen eine Tour von Wien bis zur griechischen Insel Thassos (eigener Beitrag) und zurück gemacht. In zwei Wochen 3.770km und trotzdem einiges an Kultur und Entspannung genossen!
Die perfekt ausgebauten Autobahnen bringen uns zügig über Budapest nach Szeged. Da wir letztes Jahr schon in Rumänien (bis zur Schwarzmeerküste) waren, war dieser Abschnitt bekannt. In Rumänien war unser erster Stopp in der Stadt Deva - eine Kleinstadt mit allem Drum und Dran, sehr nett nur leider ist die Burg gerade in Renovierung - wir besichtigen die wunderschöne Schloss-Burg in Hunedora einige Kilometer südlich von Deva. Die Burg liegt nicht besonders schön in einem alten Industriegebiet, ist aber selbst wunderschön und gut restauriert. Auf jeden Fall einen Abstecher wert!
Wir nehmen die Fähre von Calafat nach Vidin (1 Fahrzeug u 2 Personen = EUR 29,-) und befinden uns in Bulgarien wo Belogradchik unser erstes Ziel ist. Ein paar Kilometer vor der Felsenburg wollen wir wild campen und schon der zweite Feldweg erweist sich einfach als perfekt. Wir campieren auf einer kleinen Lichtung, finden genügend Feuerholz für unser Lagerfeuer und essen gemütlich unser Chili *g*
Exkurs: Auch wenn es in Rumänien und Bulgarien nicht üblich ist, so nehmen wir natürlich immer unseren Müll mit und versuchen ihn ordnungsgemäß zu entsorgen (gar nicht so leicht einen Müllcontainer zu finden manchmal). Die Landschaften sind einfach zu schön, um das Vorbild der einheimischen Umweltverwüstung nachamen zu wollen! Wirklich schade, denn die saftigen Wiesen und klaren Bäche laden überall herrlich ein zum Rasten und Campieren... was auch vielerorts gemacht wird. Sind die Wochenendtouristen aus den Städten aber weg, bleibt deren Müll einfach in der Wiese und im Bach zurück. Dafür sind die Campingplätze in der Regel sehr sauber, denn hier sind die paar internationalen Touristen zu finden, die von dem engen Verbotstafelwald in der westlichen Heimat schon gar nicht mehr anders können, als ihr Zelt in einem umzäunten Areal aufzustellen!
Aber weiter mit der Reise ansich:
Die Festung Belogradchik ist sehr sehenswert, da die Mauern teilweise die Felsformationen in die Verteidigungslinie miteinbeziehen! Ein sehr weitläufiges Areal mit einer tollen Aussicht. Jedenfalls etwas zu trinken mitnehmen!
... weiter gehts mit dem Bericht über "Rila".
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