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Reiseführer Tunesien

4.0 stars

Tunesien - Reiseführer



Ein Urlaub in Tunesien bedeutet für die meisten Europäer vor allem „Strand“. Das ist richtig (Tunesien hat auf 1 200 Kilometern Küste alles zu bieten, was sonnen-, bade- und wassersporthungrige Touristen suchen!), aber wird dem nordafrikanischen Land allein bei weitem nicht gerecht. Denn längst spielt auch der Städte-, Kultur-, Natur- und Abenteuertourismus eine wachsende Rolle.
 
Die Insel Djerba gilt zu Recht ganzjährig als Urlaubsparadies, mit 324 Sonnentagen im Jahr, einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 20 Grad Celsius, sehr klarem Meerwasser und vielen Traumstränden. Doch auch die Inselnatur ist außergewöhnlich: So gibt es auf der Insel circa 1,2 Mio. Dattelpalmen und ungefähr 600 000 Ölbäume, was Djerba den Beinamen „Palmeninsel“ eintrug. Die Bäume stammen zum Teil aus der Römerzeit und sind mehr als 1.500 Jahre alt.

Eine der größten Attraktionen Djerbas und absolut erlebenswert ist die Festung Borj El Kebir, 1284 von den Spaniern erbaut und zeitweise im Besitz von Piraten. Sie liegt sehr schön am Meer.  

Älteste Geschichte kann man in den Siedlungen El-Riadh und Hara-Kbira – mit der wahrscheinlich ältesten Synagoge des Judentums  „La Ghriba“ – besichtigen, hier lebt die jüdische Gemeinde der Insel. Die ersten Juden haben sich nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n.Chr. auf Djerba angesiedelt. Im Inneren der sehenswerten Synagoge befinden sich alte Thorarollen, prächtige Leuchter und viele weitere einmalige Kultgegenstände.

Nicht nur für den Geschichtsinteressierten ein Muss ist der Besuch der Ruinen von Karthago und der römischen Ruinen von Dougga an. Die weltbekannte punische Kult- und Begräbnisstätte von Tophet war Schauplatz grausamer Ritualhandlungen. Reiche karthagische Familien ließen ihre Kinder zur Besänftigung der Götter opfern. Bei den Ausgrabungen fand man tausende Kinderskelette und zahlreiche mit Asche gefüllte Urnen.
Die römischen Ruinen von Dougga gelten als die spektakulärsten und am besten erhaltenen ihrer Art in ganz Tunesien. Das Theater mit seinen 3 500 Sitzen ist heute jährlich zwischen Juli und August spektakulärer Schauplatz des Dougga-Festivals, bei dem unter Flutlicht vorrangig klassische Dramen gespielt werden.

Auch Sousse verfügt mit der aus dem 8. Jh. stammenden Kasbah, einer Befestigungsanlage, die über der Stadt thront und in das UNESCO Weltkulturerbe mit aufgenommen wurde, sowie dem Ribat von Sousse über zwei außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten.  

Die fruchtbare Halbinsel Cap Bon lockt mit Hammamet und Nabeul, zwei der attraktivsten Ferienregionen des Landes.  Die Badestrände Hammamets sind leider im Sommer von Touristen überlaufen. Die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die kleine Medina von Hammamet und die Kasbah, eine große Festung, von der man eine sehr schöne Aussicht über Hammamet und die Bucht hat. Das bekannte türkische Bad (Hammam) kann auch von ausländischen Besuchern genutzt werden.
 
Die Nachbarstadt Nabeul hat neben seinen Stränden auch noch einen Campingplatz, der als  bestgeführter im Lande gilt. Außerdem findet hier einer der berühmtesten Kamelmärkte Tunesiens statt. Hier kann man auch hervorragend Töpferware erwerben, Nabeul ist eine bekannte Töpferstadt, dort trocknen Hunderte von Tonkrügen in der Sonne.  
 
Zu den wichtigsten Touristenorten des Landes zählt Monastir, vor allem weil es einen eigenen Flughafen besitzt. Daher kann der wohlverdiente Urlaub schon am ersten Tag beginnen. Im  Ribat, dem Wahrzeichen Monastirs, das als Wehrkloster für die Verteidigung des islamischen Glaubens errichtet wurde, befindet sich auch das islamische Museum. Die schönsten Sandstrände befinden sich in Skanes, etwas außerhalb von Monastir.  

Die Ile Sidi el Gadamsi bietet für alle Tauch- und Schnorchel ideale Bedingungen. Auch Golfbegeisterte kommen auf hier auf ihre Kosten. Die beiden Golfplätze „Flamingo Golf Kurs“ und „Palm Links Golf Course“ sind sehr gepflegte, gut geführte 18-Loch Anlagen mit angeschlossener Golfschule.   
 
Beeindruckend ist die traditionelle Falkenzucht an der Felsenküste von El Hauoaria. Hier findet auch das alljährliche Falkenfestival Ende Mai/Anfang Juni statt, ein Erlebnis auch für Kinder.

Wer Pauschaltouristen aus dem Weg gehen will, der sollte nach Tabarka gehen.  Neben kilometerlangen Sandstränden und einem 18-Loch Golfplatz direkt am Meer laden hier Tauchausflüge u.a. zum Unterwasserfelsen Roche Merou mit seiner Zackenbarschkolonie oder zu den Riffs der schwarzen Korallen ein. Sie machen den Tauch-Urlaub in dieser Region unvergesslich.

Die Hauptstadt Tunis darf sich der Kultur interessierte Tunesien-Urlauber nicht entgehen lassen. Im Jahre 1981 wurde die Medina in das Weltkulturerbe der UN aufgenommen. Eine der ältesten Sehenswürdigkeiten ist die Ölbaum-Moschee. Auf dem Prachtboulevard Avenue Habib Bourguiba in Tunis flaniert man fast wie auf den Pariser Champs-Elysees und auf dem Parfüm-Markt Souq el-Attrarine werden Duftseifen, aromatische Öle und wohlriechende Gewürze gehandelt.  

Die magische Sahara eröffnet dem Urlauber Zutritt in eine völlig unbekannte Welt aus Licht, Stille und Farben. In den Oasenstädten Tozeur oder Nefta blüht das Leben mit altertümlichen Altstädten, Paradiesgärten oder dem süßlichen Saft der Palmen. Als Balkon der Sahara bezeichnet man die Bergoasen bei Chebika, Tamerza und Mides, die jeden Umweg wert sind. In der Sahara werden auch Kameltouren angeboten, die dann mehrere Tage dauern können.

Im zentral im Land gelegenen Nationalpark Bou-Hedma ist die Tierwelt Tunesiens zu sehen, wie Flamingos, Königsadler oder Mufflons.  
 
Eine ganz besondere Erfahrung in Tunesien ist der nostalgisch idyllische Trip mit dem ehemaligen Salonzug des Bey von Tunis „Lezard Rouge“, auch „Orientexpress“ Nordafrikas genannt. Er gibt auf der Strecke zwischen Redeyef und Metlaoui beeindruckende Aussichten preis: Tiefe Schluchten, eng stehende Felswände und Palmen bewachsene Täler.


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Wer die Möglichkeit hat, sollte sich unbedingt eine Hochzeit in Tunesien ansehen. Im Sommer finden täglich in jeder Stadt mehrere Hochzeiten statt. Fragt man nett einen Hotelangestellten, so wird man mit etwas Glück zu einer Hochzeit eingeladen, obwohl man eigentlich keine Einladung braucht, jeder Gast ist willkommen. Die Hochzeit dauert mehrere Tage und wird mit vielen traditionellen Ritualen begleitet. Dazu trägt die Braut die schönsten Kleider und viel Musik ist im Spiel. Die Stimmung kann man mit keiner Deutschen Hochzeit vergleichen, nimmt man teill, wird man mitgerissen. [mehr ]

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