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Syrien Forum

5.0 stars

marieanne82
Von Amman nach Damaskus (14) 5 Sterne
Als wir dann wieder im Hotel angekommen waren, fielen wir glücklich in unsere Betten. Wir hatten noch einen Tag um Damaskus, die ewige Stadt, zu genießen. Wobei unser nächster Tag eher ruhiger verlief. Und auch die Rückfahrt nach Amman verlief reibungslos. Unser Hoteier bestellte uns ein Taxi, dass uns für 8 EUR pro Kopf direkt von Damaskus nach Amman brachte. An den Grenzen hatten wir auch keine Probleme mehr, denn wir reisten ja nach Jordanien, und dort wird ja bekanntlich jeder aufgenommen. Abschließend muss ich sagen, dass das wirklich eine der beeindruckendsten Kurzreisen war, die ich je erlebt habe. Und auch wenn es manchmal schwer ist, sich als Westler in der arabischen Welt durchzusetzen, sollte man es doch dennoch versuchen. Denn man kann dort die wundersamsten und erinnerungswürdigsten Erlebnisse machen.

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marieanne82
Der Geschichtenerzähler 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Als ob wir an diesem Tag nicht schon genügend wunderbare und unvergessliche Momente erlebt hatten, kam es uns nach dieser Geschichte so vor, als ob diese Stadt nur aus wunderbaren Begebenheiten bestand. Denn als wir das syrische Kaffeehaus betraten, sollten wir noch ein kleines Wunder erleben. Zuerst mussten wir uns aber in dem Café zurechtfinden, denn dort gab es zwei voneinander abgetrennte Räume. Einen, in dem nur Männer Platz nehmen durften und einen anderen, in den auch Frauen zugelassen waren. Es war wohl ein Café der strengeren Sorte, denn aus Amman kannten wir nur die gemischte Form. Nachdem wir also in dem richtigen Raum platz genommen hatten, bestellten wir uns einen arabischen Kaffee und eine Schischa mit Apfelgeschmack. Neben uns spielten ein paar Männer und Frauen Karten und an einem anderen Tisch aßen Kinder Süßigkeiten und rannten herum. Doch plötzlich wurde alles still. Wir hatten nich bemerkt, dass ein älterer Mann in den Raum gekommen war, sich auf einen Stuhl gesetzt hatte und anfing zu erzählen. Alle hörten gespannt zu und sogen jedes Wort von ihm auf. Da er arabisch Sprach, konnten wir nicht viel verstehen. Doch das was wir verstanden, war dass er eine von Rafik Shamis berühmten Geschichtenerzähler war. Als er seine Geschichte beendet hatte klatschten die Leute Beifall und gaben ihm Geld. Und wir waren um ein Erlabnis reicher geworden.

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marieanne82
Ein peinliches Erlebnis 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Als wir uns dann nach unserem anstrengenden aber wirklich denkwürdigen Tag auf dem Weg zurück in unser Hotel befanden, überlegten wir uns, wo wir zu Abend essen sollten. Da wir ziemlich müde waren, wollten wir nur schnell unsere Einkaufstüten in unser Zimmer bringen und dann so schnell wie möglich etwas essen. Also viel unsere Wahl auf das Restaurant des Venezia-Hotels, welches gleich gegenüber unserer Jugendherberge lag. Es sollte sich jedoch herausstellen, das diese Wahl ein großer Fehler sein sollte. Denn das Essen dort war so fad, dass wir uns dann einfach Wein bestellten, um das Essen erträglicher zu gestalten. Dabei verfielen wir in regelrechte Lachanfälle, weil die Kellner uns so komisch musterten (sie dachten wohl wir seien betrunken), dass wir einfach lachen mussten. Um dieses peinliche Intermezzo zu vergessen, zahlten wir schnell und setzten uns in das arabischen Kaffeehaus, welches sich gleich neben unserem Hotel befand.
P.S.: Wir konnten in diesem Restaurant übrigens Wein bestellen, weil es ein internationales Restaurant war. Traditionell syrische Restaurants servieren nur selten alkoholische Getränke.


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marieanne82
Beschämt 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Als wir die Moschee verließen, wurde es allmählich dunkel und unser Magen knurrte. Doch bevor wir zurück ins Hotel gingen, wollte Chelsea noch in einen kleinen Laden gehen, um dort ein Mitbringsel für ihre Eltern zu kaufen. Als wir den Laden betraten, war dort gerade ein deutsches Ehepaar dabei, zwei wunderschöne Kupferkessel (mit Blumengravierungen verziert) auf 50 Euro runterzuhandeln. Als sie fertig waren, und ihre Kupferkessel zu einem so billigen Preis erstanden hatten, drehten sie sich beide zu mir um und riefen mit auf Deutsch zu : Lasst euch hier bloß nicht übers Ohr hauen ! Ehrlich gesagt schämte ich mich in diesem Augenblick für meine Landsleute zutiefst. Beide sahen in ihren Burbarry-Mänteln und Ralph Lauren Pullis so etwas von gut bürgerlich und wohlhabend aus, dass sie es wirklich nicht nötig gehabt hätten, zwei so wunderschöne Kupferkessel auf einen solchen Spottpreis herunterzuhandeln. Am liebsten hätte ich sie gefragt, wer hier wohl wen beschissen hat: Der Mann, der mehrere Tage an diesen Kesseln gearbeitet hat und dafür nur 50 Euro bekommt, oder sie, die in Deutschland für diese zwei Schmuckstücke ein Vermögen bezahlt hätten.
Ich war wirklich froh, dass sie gingen, denn ganz ehrlich, ich habe nichts gegen das Herunterhandeln, aber bitte nicht in einem solchen Maß. Als kleine Entschuldigung kauften meine Freundinnen und ich von dem selben Ladenbesitzer drei wunderschön bestickte Tischdeckensets für nur 12 EUR das Stück ohne herunterzuhandeln. Und sogar dafür, war es fast noch geschenkt.


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marieanne82
Die Moschee der Umayyaden 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Nach einer Stunde konnten wir uns dann endlich vom Antiquitätenladen losreißen und setzten unsere Erkundungstour durch die Altstadt fort, wobei unser nächstes Ziel die wunderschöne uralte Umayyadenmoschee war. Diese Moschee ist eine der ältesten Moscheen der Welt und ein heiliger Schreien für Christen und Muslime, da hier das Haupt Johannes des Täufers aufbewahrt wird. Als Frauen sollte man dennoch beachten, dass man bei der Besichtigung Arme und Beine bedeckt halten soll. Und eine Besichtigung lohnt sich wirklich, da die Moschee mit wunderschönen Ornamenten und Mosaiken verziert ist. Einfach einmalig !

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marieanne82
Eine unerwartete Begegnung 5 Sterne
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Als wir am Ende der langen Soukstraße angekommen waren und wir vor der großen Moschee im Inneren der Altstadt von Damaskus standen, habe ich plötzlich vom Platz vor der Moschee aus einen kleinen Antiquitätenladen erblickt. Er lag im ersten Stock eines Eckhauses am Platz und hatte seine Terrasse zum Platz hin geöffnet. Als ich die Terrasse mit den ganzen Antiquitäten sah musste ich einfach die engen Treppen hinaufkraxeln und mich in ein vollkommend anderes Reich begeben. Dieser Laden war einfach wunderschön. Nicht nur das man auf der Terasse einen wunderschönen Blick über den Platz hatte, sondern der Laden selbst war einfach einmalig. Da lag so viel kleiner Krimskram neben wunderschönen Antiquitäten rum, und das auf Regalen die bis zur Decke reichten. Als ich mich dann endlich entschieden hatte, was ich meinem Vater mitbringen würde, bat uns der Ladeninhaber erst einmal mit ihm einen Tee zu trinken. Zu der Runde gesellten sich dann auch drei Italiener. Auf Französisch begannen wir uns dann alle über die derzeitige Politik zu unterhalten, wodurch meine Freunde und ich erfuhren, dass einer der Italiener der Leiter des Italienischen Instituts in Teheran war. Ich kann nur sagen, es war eines der angenehmsten Erlebnisse die ich jemals gehabt hatte. In einem kleinen Antiquitätenladen vor dem Heizofen zu sitzen und mit drei Italienern, zwei Damazenern und meinen Freunden ein interessantes Gespräch über Politik zu führen hat schon was, oder ?


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marieanne82
Der Souk in der Altstadt 5 Sterne
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Nach unserem hervorragenden Mahl sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen bevor wir zurück ins Hotel gekehrt sind. Wunschlos glücklich sind wir dort ins Bett gefallen, nur um am Nächsten morgen wieder aufzustehen, zu frühstücken und dann wieder in die Altstadt zurückzukehren um im Souk zu shoppen. Vorerst muss ich aber bemerken, dass die Altstadt von Damaskus wirklich ein Schmuckstück ist. Man sollte sie also nicht nur des shoppens wegen aufsuchen. Wir haben uns aber vor allem erst einmal darauf konzentriert, da die Preise in den Souks auch ohne Verhandeln so niedrig sind, dass es für Frauen einfach ein Shoppingparadies ist. Ich habe mir dort ein wunderschönes verarbeitetes Schachbrett mit Figuren für nur 3 Euro gekauft. Ausserdem noch einen wunderschönen Seidenschaal für meine Mutter, eine Holzgitarre für meinen Bruder, einen handgearbeiteten Ledergeldbeutel für eine Freundin und zwei sehr schön verarbeitete Zinnbecher für meinen Vater. Diese Zinnbecher habe ich in einem kleinen Antiquitätenladen gefunden, über den ich in meinem nächsten Kapitel berichten werde. Denn hierzu gibt es eine besondere Geschichte.


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marieanne82
Endlich in Damaskus 5 Sterne
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Als Chelsea also endlich ihre Einreiseerlaubnis erhalten hatte und wir völlig erschöpft ins Taxi stiegen, stand uns noch ein weiter Weg bis nach Damaskus bevor. Ich hatte aus Respekt und Selbstschutz im hinteren Teil des Taxivans Platz genommen, wärend meine zwei Freundinnen sich vorne neben den Fahrer setzten. Ich hatte schon zu Beginn ein ungutes Gefühl deswegen, denn arabische Männer können es manchmal falsch verstehen, wenn man sich im Auto vorne neben sie setzt. Deshalb hatte man uns auch in der Universität eingeschärft, als Frauen im Taxi immer hinten zu sitzen. Männer hingegen sollten immer vorne im Taxi Platz nehmen, sonst würde der Taxifahrer es als Beleidigung auffassen. Unsere Fahrt verlief allerdings bis Damaskus reibungslos, auch wenn der Fahrer meiner Freundin manchmal komisch über die Hand strich. In Damaskus sollte er uns dann wie ausgemacht zu unserem Hotel fahren, doch dafür wollte er noch mehr Geld haben. Also begannen wir mit ihm zu streiten und mussten letzten Endes das Taxi verlassen. Ein anderer Taxifahrer sollte uns dann zu unserem Hotel fahren, in dem man uns schon sehnsüchtig erwartete. Im Hotel angekommen wurden wir dann auch herzlich begrüsst, was uns nach unserer anstrengenden Reise wirklich gut tat.

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marieanne82
Ein wunderbares Essen 5 Sterne
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Natürlich fanden wir drei Frauen mit unserem Stadtplan von Damaskus in der Hand das beschriebene Restaurant nicht. Statt dessen fanden wir ein kleines, von Aussen unscheinbares Restaurant in welchem wir dann endlich Platz nahemen. Es erschien uns recht vertrauenswürdig, da hier viele arabische Familien um uns herum saßen und selber ihr Abendessen zu sich nahmen. Von Innen sah das Restaurant wirklich wunderschön aus, da vor allem die Kerzenbeleuchtung die Räumlichkeiten in ein wunderschönes Licht versetzte. Als wir dann endlich die Speisekarte ausgehändigt bekamen, staunten wir nicht schlecht über die günstigen Preise. Da war für unseren schmalen Studentengeldbeutel durchaus ein Dreigängemenü drinnen, ohne dass wir uns wirklich finanziell übernahmen. Also bestellten wir uns alle drei arabische Vorspeisen, ein Hänchengericht mit Reisund Salat und Syrisches Pistatieneis. Wir haben geschlemmt wie die Götter. Die Syrische Küche ist einfach einmalig. Dieses Essen hat uns wirklich nach dem stressigen Tag mit Syrien wieder versöhnt.


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marieanne82
Grenzgeschichten die Zweite 5 Sterne
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An der syrischen Grenze angekommen erwarteten uns allerdings schon die nächsten Probleme. Anna und Ich hatten Dank unseres Visas die Einreise genehmigt bekommen, doch für Chelsea war es immernoch ungewiss, ob sie nach Syrien einreisen durfte. Die Grenzbeamten teilten uns mit, dass wir warten sollten, bis sie Chelseas Papiere durchgecheckt hatten. Leider teilten sie uns nicht mit, wie lange wir warten sollten. Insgesamt sollten wir dann geschlagene 7 Stunden auf Chelseas Visa warten. In dieser Zeit lief uns der Taxifahrer davon, lernten wir Südkoreanische Jugendliche kennen, die kurz davor standen im Irak zu dienen, frohren wir uns in der kalten Wartehalle den Hintern ab und lernten eine irakische Familie kennen, deren Töchter amerikanische Pässe hatten und ihr Leid mit uns teilten. Nach diesen 7 Stunden sollten sie uns dann auch zu einem neuen Taxi verhelfen, was wirklich ein Kunststück war, da es schon fast dunkel war und wie uns scheinte niemand mehr an der Grenze war ausser uns.

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WilderVogel
apamea 5 Sterne
Auf halbem Wege zwischen Hama und Aleppo liegen die Reste der römischen Stadt Apamea. Völlig zu Unrecht wird Apamea oft zugunsten von Palmyra im Besichtigunsprogramm außenvor gelassen. Dabei lohnt allein die Lage der 2 km langen Kollonadenstraße auf einem Bergrücken mit Blick über die Ebenen Syriens den Besuch! Insbesondere im Frühling, wenn die Blumen blühen, ist Apamea im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaft! Allerdings braucht man ein eigenes Fahrzeug oder sollte eine organisierte Tour von Hama oder Aleppo buchen, da Apamea mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zugänglich ist.


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marieanne82
Syrien allgemein (was es zu beachten gibt) 5 Sterne
Das Land Syrien ist eine arabische Republik welche auch nördlich des Libanons über eine Mittelmeerküste verfügt. Besonders sehenswerte Städte sind dabei Damaskus und Aleppo. Damaskus zum einen, weil es üner eine wunderschöne Altstadt verfügt, welche zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Aleppo zum anderen, weil es vom Islam im Jahre 2006 zu Kulturhauptstadt erhoben wurde und ebenfalls über schöne Bauwerke (Zitadelle) verfügt.
Allerdings sollte man so einiges beachten, bevor man versucht ins Land einzureisen. Man sollte über kein israelisches Visum in seinem Pass verfügen, da man sonst nicht ins Land gelassen wird. Syrien erkennt Israel als Staat nicht an und unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel.


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Ghayma
Frisch gepresste Obssäfte! 5 Sterne
Was ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet, wenn ihr in Syrien seid, sind frisch geprässte Obstsäfte. Ob Orangen-, Mango-, Guaven-; oder Zitronensaft - alles ganz frisch!
Aufpassen solltet ihr mit Eis, wenn ihr empfindliche Mägen habt. Verzichtet zur Sicherheit lieber darauf und trinkt den Saft ungekühlt. Ich selbst - um ehrlich zu sein - trinke die Säfte dort immer mit Eis und hatte noch nie Probleme. Aber mein Magen ist durch das viele Reisen auch schon sehr abgehärtet.
Erhältlich sind die Obstsäfte praktisch überall. Haltet einfach nach kleinen Obstständen Aussschau.


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