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Tipps Taizé

3.0 stars
fez478
Der Angstschweiß brach mir aus 1 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Wenn es etwas gibt, das ich hasse, ist das ein Gewitter. Besonders mag ich diese nicht, wenn ich dabei draußen bin und schon gar nicht mag ich Gewitter im Zelt. Es war nichts zu machen: ich hatte mich für eine Woche in die Hand Gottes begeben und wurde nun getestet. Im Abstand von 2 Minuten blitzte es grell auf und der Donner, der jedes Mal folgte, betäubte mich schier. Einmal zuckte es auf und donnerte zur selben Zeit. Ich konnte nur mit sehr viel Mühe einen Aufschrei des Entsetzens unterdrücken. Geschlafen habe ich auch in dieser Nacht nicht viel.

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fez478
Sogar zum Sitzen zu nass 2 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Wie bereits des öfteren erwähnt, waren insgesamt an die 4000 Leute in dieser Woche in Taizé. Alle Schranken der Kirche waren geöffnet worden und wir konnten uns hinsetzen, wohin wir wollten, in der ganzen Kirche. Gewöhnlich war das zumindest so, denn an diesem Abend war es bereits an manchen Stellen am Boden nass und es war nicht sehr ratsam sich ins Nasse zu setzen. Wir hatten Glück, denn der kleine Teil mit Treppen, der für den Chor reserviert war, befand sich noch in trockenem Zustand.

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fez478
Es hörte schon gar nicht mehr auf 1 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Der Regen hatte sich nicht aufhalten lassen. Nicht einmal meine Freundin, die gewöhnlich einen guten Draht zu Petrus hat, konnte Sonnenschein und mehr Wärme für uns aushandeln. Die kalten Tropfen fielen erbarmungslos zu Boden und machten alles und jeden nass, der sich zwischen Himmel und Erde befand. Ich war froh darüber, dass ich sowohl mehrere dicke Pullis, als auch lange, warme Hosen dabei hatte. Ich hörte auch nun von vielen, dass Regen im August für Taizé ein typisches Wetterphänomen war, dass sich so leicht nicht abstellen ließ.

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fez478
Die schüchterne deutsche Schwester dirigiert knapp 1000 Gesangswillige 5 Sterne
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Schon als Schwester Irene das Mikrofon hochhob, merkte ich zwar ein hingebungsvolles Leuchten in ihren Augen, doch sobald ihre dünne und schüchterne Stimme aus den Lautsprechern erklang, war ich überzeugt, dass sie ein wenig Angst hatte. Aus der Schule kenne ich, wie die Schüler solchen Lehrern niemals zuhörten; doch nicht so in Taizé: jeder lauschte ihr gebannt und voller Liebe zur Musik und sie brachte uns die Lieder bestimmt, wenn auch zurückhaltend, bei und lächelte uns am Ende dankbar an.

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fez478
„Es stinkt, als hätten die gerade auf unser Zelt gepinkelt“ 1 Sterne
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Das waren die Worte meiner Freundin, als wir in dieser Nacht mitbekamen, wie zwei oder drei Jungs aus ihr Zelt kletterten, zum Gebüsch gingen und sich der Last ihrer drückenden Blase entleerten. Es stimmte: der Geruch, der sich verbreitete, war ziemlich penetrant und wir wunderten uns, dass es den Nachtwächtern nicht aufgefallen war, dass diese Jungs sich nicht die Mühe machten, drei Minuten zu laufen, um die Toiletten zu benutzen. Einerseits war das zwar amüsant, aber der Gestank blieb noch die ganze Nacht lang.

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fez478
Der Wasserfall 4 Sterne
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Gleich an der Quelle angekommen sah ich auch weshalb dieser Ort die Quelle genannt wurde: ein Wasserfall spendete Wasser, das in einen kleinen Teich floss und dadurch das Erblühen vieler Pflanzen und Blumen ermöglichte. In diesem Teich schwammen sogar große Fische, die sich in dem sehr trüben und nicht besonders sauber aussehenden Wasser sichtlich wohl fühlten und für die Größe des Teiches recht zahlreich waren.


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fez478
Die Menüs der Woche 3 Sterne
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Nudeln und Kartoffelbrei in mehreren Variationen gab es häufig: mal mit Eiern, Tomatensauce, einem Bratwürstchen, vielen Gewürzen, keinen Gewürzen, viel Salz, keinem Salz und so weiter. Als Abwechslung wurde uns auch öfter Reis in den selben Varianten aufgetischt. Erstaunlich war jedoch, dass es immer unterschiedliches Essen gab, je nachdem, wann die Leute an die Reihe kamen. Während man selber also vielleicht noch die Nudeln löffelte, kam der nächste schon mit Kartoffelbrei und 2 Chicken wings aus dem Verteiler-Häuschen.

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fez478
Abendgebet 5 Sterne
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Um 20:30 Uhr erlebten wir unser zweites Abendgebet. Diesmal hatten wir jedoch einen festen Sitzplatz in der Mitte des Chores, im Sopran, hinter Mikrofonen, damit wir diesmal die Gemeinde gesanglich unterstützen konnten. Wir wurden auch im Laufe des Gebets von der Schwester dirigiert, die uns am Nachmittag die Lieder beigebracht hatte. Nach dem Abendgebet war unsere Arbeit für den Tag getan. Wenn wir Lust gehabt hätten, hätten wir noch ins Oyak gehen können, denn da gab es jeden Abend Party für die Jugendlichen mit Cidre und viel Gesang. Aber wir entschieden uns für das Zelt und das Schlafen.

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fez478
Die Quelle 2 Sterne
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Als Mitglieder des Chores waren wir mit der Arbeit am Nachmittag bereits fertig und so ging ich mit meiner Freundin zu Quellen, auch „Source St. Etienne“ genannt. Auf dem Weg hinunter unterhielten wir uns ganz normal, ich lachte wie immer sehr viel, bis eine Gruppe junger Frauen, die uns voraus ging, sich umdrehte, uns böse anfunkelte und uns sagte, dass die Quelle ein Ort der Stille und des Schweigens sei. Ich war verblüfft über die etwas schroffe Art, wie uns diese Frauen zurechtwiesen, aber ich sah ein, dass sie wohl recht hatten, den Taizé war an vielen Stellen ein Ort der Stille.


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fez478
Mit Fleisch oder lieber vegetarisch? 3 Sterne
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Diese Frage beschäftigte uns beim Mittagessen, denn wir hatten bis zu diesem Tag immer die Kost mit Fleisch gegessen und sie schmeckte uns auch nicht besonders. Viele Jugendliche warfen ihr Essen auch weg, was mich störte, weil ich nicht denke, dass Essen, das für 4000 Menschen zubereitet wird, unbedingt einem 4 Sterne Restaurant entsprechen muss. Wir beschlossen, getrennt vorzugehen und so erhielt ich Kartoffelbrei mit einer Scheibe Schinken und meine Freundin kam mit Nudeln und Tomatensauce bei unserem Treffpunkt an. Der Vergleich war somit schwierig, aber wir einigten uns auf unentschieden.

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fez478
Abspülen und schnelles Umziehen 4 Sterne
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Das Angebot kam wie gerufen: meine Freundin und ich waren sehr hungrig und wollten so schnell wie möglich etwas zu essen bekommen. Es fehlten dem Abwaschteam noch 10 Helfer und so sind wir optimistisch eingesprungen, weil wir wussten, dass wir dadurch als aller erstes zu essen bekommen würden. Das Abspülen war auch eine große Gaudi, wenn man bedenkt, dass es keine Stelle an unserem Körper gab, der trocken geblieben ist. Nach erledigter Arbeit liefen wir schnell zurück in unser Zelt, um uns umzuziehen, weil wir beim Abendgebet bei Chor sitzen sollten.

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fez478
Der Chor 5 Sterne
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Ich war sehr gespannt auf den Chor, denn ich wollte nicht nur die Hauptstimme der Lieder singen können, sondern auch die anderen. Um 14 Uhr fing die allgemeine Singübung an, an der jeder, der wollte, teilnehmen durfte. Wir lernten leichtere Stücke, wie zum Beispiel Kanons, bei denen es keine Mehrstimmigkeit gab. Um 15 Uhr wurden alle, die eine andere Arbeit hatten, weggeschickt, nur die Chormitglieder durften bleiben. Diese beiden Stunden wurden von einer Schwester geleitet, die selbst auch in Taizé lebte.

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fez478
Die Zwillinge im Rollstuhl 3 Sterne
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Mir fiel erst ein paar Tage später auf, dass dieses im letzte Kapitel erwähnte Mädchen mich nur zu manchen Gelegenheiten zurückgrüßte und mich manchmal gar nicht beachtete. Ich war darüber sehr verwundert, aber schließlich erkannte ich den Grund, als auf einmal zwei junge Frauen aus Kroatien im Rollstuhl an mir vorbeigeschoben wurden. Es waren eineiige Zwillinge, die sich sogar in der Frisur nicht unterschieden. In diesem Moment wurde mir der Grund klar, weshalb die Kroatin aus meiner Gesprächsgruppe so zurückhaltend war: sie hatte bereits ihr Spiegelbild zum Zuhören.

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fez478
Begegnungen anderer Art 5 Sterne
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Während ich also so am See entlang schlenderte, merkte ich plötzlich, wie sich mir ein Mann näherte, der mich auch gleich ansprach. Auch er hatte eine Kamera in der Hand und zeigte mir auf einmal Fotos von mir, während ich mich zu Blüten und Steinen hinabbeugte und sie selber ablichtete. Wir unterhielten uns kurz, bis ich merkte, dass es bereits an der Zeit war zum Abendessen nach oben ins Dorf zurück zu gehen. Auf dem Weg nach oben lief ich neben einer kleinwüchsigen Frau, die sich automatisch meinem Gehtempo anglich ohne ein ausgesprochenes Wort mit mir zu wechseln.

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fez478
Mittagessen 4 Sterne
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Nach dem Mittagsgebet folgt gleich um 13 Uhr das Mittagessen. An diesem zweiten Tag hatten wir den Rhythmus Taizés noch nicht gefunden und auch nicht verstanden und blieben noch etwas länger zum Singen. Nach einer Weile, als die musikalische Begleitung aufgehört hatte und nur noch eine Sopranistin mit dünnem Stimmchen die Gemeinde beim Gesang unterstütze, gingen auch wir hinaus und sahen uns einer 30 Meter langen Schlange gegenüber. Nach einer halben Stunde hatten wir schließlich tatsächlich etwas zu essen und sogar einen Löffel als Besteck.

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fez478
Ein fehlendes Gruppenmitglied 2 Sterne
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Unsere Gesprächsgruppe setzte sich natürlich wieder zum Diskutieren zusammen und wir gingen einen Zettel mit bestimmten Fragen, die uns helfen sollten eine Diskussion aufzubauen, durch. Aber eine der zwei Kroatinnen fehlte. Sie hatte sich nicht sehr wohl gefühlt und wollte alleine sein, um in Stille nachzudenken, wozu Taizé einen sehr wohl einlud. Ich fand es schade, dass sie nicht da war, denn obwohl sie immer leise war und kein Englisch konnte, schien sie ein faszinierender Mensch zu sein. Und auffällig war sie auch, denn sie saß im Rollstuhl.

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fez478
Der See 5 Sterne
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Durch einen künstlich angelegten Kanal zwischen hellen Felsen floss das Wasser des Wasserfalls in einen kleinen See, der gerade mal so groß war, als dass ich in sehr langsamem Tempo und mit Kamera in der Hand nur 45 Minuten gebraucht habe, um ihn einmal zu umkreisen. Es führte auch eine Holzbrücke genau durch die Mitte des Sees und ermöglichte einen weiteren Pfad entlang bereits herbstlich gelblicher Bäume, die ich mit Vorliebe fotografiert habe. Überhaupt gab es viele Motive, die sich gut haben ablichten lassen, denn trotz eines gewöhnlichen Äußeren hatten sie den besonderen Hauch von Taizé an sich.


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fez478
Mittagsgebet 5 Sterne
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Um 12:20 Uhr läuten wieder die Glocken, wenn alle Jugendlichen und Erwachsenen mit den Brüdern zusammen kommen, um sich in der großen Kirche auf den Boden zu setzen, zu singen, beten und zu meditieren. In jedem Gebet gibt es nach der Lesung eine Stillezeit von 10 Minuten. Es ist faszinierend zu erleben, dass 4000 Menschen zur selben Zeit in beinahe gänzliche Stille gehen, ihre Köpfe in die Hände oder auf den Boden legen und sich einfach nur ihrer inneren Mitte widmen.

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fez478
Der Bruder sprach ohne Unterlass 1 Sterne
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Im nachhinein weiß ich nicht, ob das Wetter meine Laune betrübt hatte. Ich weiß nur noch, dass von diesem Tag an die Bibeleinführung immer langweiliger wurde. Der Bruder schien mir immer das Selbe zu erzählen; von der Bibel, vom Leben Jesu und von seiner Mutter Maria, die sich trotz der Schande eines ehelosen Kindes erhobenen Hauptes vor die Leute stellte. Auch meine Freundin war nicht sehr begeistert und lehnte sich stattdessen gegen mich, um ein wenig Schlaf nachzuholen.

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fez478
Gesprächsgruppen 3 Sterne
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Nach der einstündigen Bibeleinführung kamen wir zum ersten Mal in unserer Gruppe zusammen. Außer zwei Kroatinnen waren wir alle deutsch und aus verschiedenen Altersstufen, was zukünftige Diskussionen einerseits interessant machte, da wir von einander viel lernen konnten und verschiedene Ansichten kennen lernen durften. Andererseits stieß ich, als eine der jüngsten mit knapp 18 Jahren auf Unverständnis und Ignoranz derjenigen, die bereits 23 oder 24 Jahre alt waren.

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