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Reiseführer Rumänien

4.0 stars

Rumänien - Reiseführer



Dichter Nebel umhüllt dunkle Wälder, aus denen schauriges Wolfsgeheul ertönt. Dieses Bild von Rumänien wurde besonders durch Bram Stokers „Dracula“ geprägt und stimmt nicht. Rumänien ist eines der am wenigsten bekannten Reiseziele Europas. An landschaftlicher Vielfalt ist Rumänien kaum zu übertreffen: Nördlich des Karpatengürtels erstreckt sich hinter der ungarischen Grenze zunächst eine flache Ebene, die dann in üppig bewaldetes Hügelland übergeht. Die Karpaten, die Rumänien von Westen nach Osten durchziehen, sind ein einmalig schöner Naturraum, der seltene Tier- und Pflanzenarten beherbergt, die im übrigen Europa schon längst ausgestorben sind. Südlich dieses Gebirgszuges schließlich liegt eine weite Tiefebene, die an das Schwarze Meer grenzt und in der ein deutlich wärmeres Klima vorherrscht.

 

An der rumänischen Schwarzmeerküste um Constanta laden zahlreiche Badeorte zum Strandurlaub ein. Da das schwarze Meer im Sommer Temperaturen von über 25 Grad erreicht, die Küste sanft abfällt und kaum Wellengang herrscht, ist es ideal für den Familienurlaub geeignet, auch mit kleineren Kindern. Auch die günstigen Preise, die hier für Unterkunft und Verpflegung verlangt werden, sind sehr familienfreundlich. Hinzu kommt, dass in Rumänien Kinder einen sehr hohen Stellenwert besitzen und überall von Herzen willkommen sind.

Rumänien ist ein Paradies für Freunde des naturverbundenen Aktivurlaubs. Obwohl die Karpaten durchaus beachtliche Höhenzüge von rund 2.500 Metern vorweisen können, stellen sie keine zu hohen bergsteigerischen Ansprüche, so dass sie auch von Hobbykletterern gut bewältigt werden können. Die Naturlandschaft der rumänischen Karpaten ist von unberührter, wilder Schönheit. Hier findet man noch Wälder, in die nie ein Mensch seinen Fuß hineingesetzt hat. Bären, Wölfe und Luchse leben unbehelligt in den Karpaten und lassen sich mit etwas Glück in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
Auch zahlreiche Kulturdenkmäler, wie z.B. die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannte Kloster Horezu sorgen hier für Abwechslung.

Das Land der Grünen Berge“, das Apuseni-Gebirge in den Westkarpaten, beheimatet in seinem Naturpark Apuseni eine artenreiche Flora und Fauna. In den vielen Flüssen und Bächen kann man sein Glück bei der Goldsuche probieren.  

Die wenigsten Westeuropäer wissen, dass es in Rumänien hervorragende Wintersportgebiete gibt, in denen von Ski Alpin über Snow Board bis hin zum Ski Langlauf alles möglich ist. In Sinaia, Predeal oder Poiana Brasov kann man auch mit einem kleinen Budget schöne Skiferien verbringen, selbst Einzelunterricht durch geprüfte Skilehrer ist hier zu erschwinglichen Preisen buchbar.



 

Im Banater Bergland gibt es etliche Naturparks mit u.a. Bären, Luchsen und Wölfen, wie z.B. den Retezat Nationalpark oder den Naturpark Eisernes Tor. Die sichtbaren Spuren der alten Daker, ihre Festungen (u.a. Sarmizegetusa Regia, Costesti Blidaru, Banita und Capalna), wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. 



Das sogenannte „Buchenland“, die Bucovina, besticht mit den Bucovina Klöstern (auch Moldau-Klöster), z.B. Arbore, Humor oder Dragomirna, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Auch hier kann man sich der zauberhaften Natur hingeben, z.B. im Calimani Nationalpark. 

Im Donaudelta können sich Tierliebhaber an den 325 teils seltenen Vogel- und mehr als 100 Fischarten erfreuen, ganz besonders im von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Biosphärenreservat Ramsarzone. 



 

Die ursprünglichste Region ist Maramures. Die unter UNESCO-Weltkulturerbeschutz stehenden Holzkirchen (z.B. Barsana, Budesti), der originelle Fröhliche Friedhof in Sapanta und eine Fahrt mit der nostalgischen Dampfbahn (Mocanita) durch das Wasser-Tal sind hier einzigartige Ausflugsmöglichkeiten. 



Beim Stichwort "Transsilvanien" mögen die meisten gleich an die Legende von Fürst Dracula denken, doch diese Landschaft hat an sich überhaupt nichts Unheimliches. Das Gebiet, das erst nach dem ersten Weltkrieg zu Rumänien kam, nachdem es zuvor zum österreichisch-ungarischen Kaiserreich gehörte, ist stark deutsch geprägt, weil dort die Siebenbürger Sachsen über Jahrhunderte erfolgreich Landwirtschaft betrieben. Ihre befestigten Kirchenburgen, mit denen sie sich gegen den Ansturm von Türken, Mongolen und anderen Feinden verteidigten, vermitteln Besucher einen guten Eindruck von ihrer Lebenswelt.

 

Auch die Hauptstadt Rumäniens, Bukarest, ist unbedingt einen Besuch wert. In dieser Metropole, die rund zwei Millionen Einwohner besitzt, sind noch heute die Erinnerungen an die kommunistische Zeit unübersehbar. Am eindrucksvollsten wird dies an dem zweitgrößten Gebäude der Welt deutlich, dem Palatul Poporului, den der Diktator Ceausesu errichten ließ. Sehenswert ist auch das romantisch-geheimnisvolle Viertel Curtea Veche erkunden, die aus dem 18.Jahrhundert stammende Karawanserei Hanul lui Manuc bewundern oder auch die Paläste und Prachtbauten auf der Calea Victoriei.
Die Architektur der rumänischen Hauptstadt ist auch von französischen Einflüssen geprägt, weswegen sie früher als das kleine Paris bezeichnet wurde. Heute ist Bukarest eine sehr lebendige, manchmal auch leicht chaotische Stadt, die niemals zur Ruhe kommt. Besonders viel Wert wird in Bukarest auf das kulturelle Leben gelegt: Insbesondere die Nationaloper hat einen hervorragenden Ruf und überrascht Besucher aus dem Westen mit ihren sehr niedrigen Eintrittspreisen.

Auch Sibiu, die europäische Kulturhauptstadt von 2007 mit ihrem bunten Programm, darf man sich nicht entgehen lassen.

 

Wenig bekannt ist ebenfalls die schmackhafte rumänische Küche: Suppen, gesäuert oder mit Sahne gebunden, Grillfleisch jeglicher Art, eingelegtes Gemüse wie Paprika und Gurken, Maisbrei, Rouladen, verschiedene Kohlgerichte sowie gefüllte Pfannkuchen sind auch deswegen so lecker, weil sie stets frisch aus natürlich vor Ort produzierten Zutaten hergestellt werden.
 



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Nun, wie in allen ehemaligen Entwicklungsländern dauert es ein Weilchen, bis, mit steigendem Wohlstand, Commonsense auf den Straßen einkehrt. Rumänien hat eine hohe Todesrate im Straßenverkehr vorzuweisen und genau aus diesem Grund nehme ich, wenn immer möglich, den Zug anstatt den Überlandbus, geschweige denn das Auto... Andererseits kommt man mit der Bahn nicht überall hin, sodass man oft keine andere Wahl hat. Am gefährlichsten sind diese Halbautobahnen mit 1,5 Fahrstreifen in jeder Richtung. Hier wird mit 130 km/h gefahren und es gibt keinen Mittelstreifen, aber dafür nachts unbeleuchtete Eselskarren mitten auf der Fahrbahn. Das ist der etwas amüsantere Teil im Straßenverkehr, da man... [mehr ]

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