Reiseführer St. Petersburg
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St. Petersburg - Reiseführer
Die junge Stadt Sankt Petersburg, die erst 1703 von Peter dem Großen, dem berühmtesten Zar, gegründet wurde, ist eine der prunkvollsten Städte Osteuropas und Russlands. Die Altstadt von St. Petersburg gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und hat damit einen ganz besonderen Status.
Pompöse Paläste, elegante Plätze und unzählige Kanäle, die überall in Sankt Petersburg als Verkehrsader dienen, machen diesen Ort zu einer Attraktion. Von dieser Tatsache profitieren beide Seiten. Die Besucher von Sankt Petersburg werden mit glanzvollen Eindrücken belohnt und Russland benötigt den Tourismus als Einnahmequelle.
Das gesamte Stadtbild von St. Petersburg ist im Stil des Barock, Klassizismus und Jugendstil. Eine Mischung, die in dieser Art und Weise ihresgleichen sucht - vor allem, da auch die russischen Stilmittel, wie der Zuckerbäckerstil, vorhanden sind. 15% der Gebäude St. Petersburgs sind laut der UNESCO historisch wertvoll. Um die ganze Bandbreite an architektonischen und kulturellen Höhepunkten von Sankt Petersburg zu erfassen, braucht es an Zeit. Entdecken Sie die Peter- und Paul-Festung auf der Flussinsel Newa, wo auch der Grundstein von Sankt Petersburg gelegt wurde. Von hier aus gelangen Sie auf einem Rundgang zum Sommerpalast des Zaren, dessen Gartenanlagen ebenso prachtvoll erscheinen wie das gesamte Innenleben des glamourösen Palastgebäudes. Hübsch anzusehen ist das ausdrucksvolle Holzhäuschen, in dem Peter der Große zeitweise gelebt hat und welches auch nach über 300 Jahren noch von bester Beschaffenheit ist. Nicht minder sehenswert ist der pittoreske Menschikow-Palst des damaligen Konkurrenten von Peter der Große. Wegen der vielen Kanäle wird Sankt Petersburg gerne mit Venedig verglichen. Über 300 Brücken halten die Metropole und ihre 4 Millionen Einwohner zusammen.
Die Geschichte von St. Petersburg beginnt erst um das Jahr 1700, als Zar Peter der Große Zwangsarbeiter aus ganz Russland rekrutierte, um das Ufer der Newa trockenzulegen und eine Stadt entstehen zu lassen. Dass unzählige Arbeiter an Krankheiten starben, war Peter dem Großen egal: Er wollte den Traum von seiner Stadt verwirklichen.
Und St. Petersburg wurde zu einer wahrlich blühenden Kunst- und Handelsstadt. Unter Zarin Katharina der Großen entstand der Eremitage Palast und die so berühmte Kunstsammlung konnte entstehen. Ein bedeutendes Relikt aus dieser "Goldenen Zeit" von St. Petersburg war auch das Bernsteinzimmer. Dieses ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen, wurde jedoch vor wenigen Jahren wieder aufgebaut und ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg.
Die Geschichte der Stadt wurde durch Kriege und Machtspiele geprägt. Besonders deutlich wurde dies aber im 20. Jahrhundert. In dieser Zeit wechselten auch die Namen von St. Petersburg stetig. Aus der Stadt wurde während der Sowjetzeit Petrograd und Leningrad, bevor sie 1991 wieder ihren heutigen Namen erhielt.
Der schwierigen Zeit der Leningrader Blockade im 2. Weltkrieg sind einige Denkmäler gewidmet. Besuchen Sie das Blockade-Museum mit Relikten aus dieser traurigen Phase und den Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof. Hier finden Sie das Denkmal der „Mutter Heimat“ und in Gedenken an die Kinder, die während dieser Phase sterben mussten, die „Blume des Lebens“, ein künstlerisches Meisterwerk mit Nachhaltigkeit.
Die echte Schönheit von Sankt Petersburg ergründen Sie über den Dächern der Stadt. Mit malerischen Gebäuden, Kirchtürmen und goldenen oder bunten Kuppeln präsentiert sich Sankt Petersburg ihren Betrachtern wie ein künstlerisch wertvolles Gemälde. Geführte Touren über die Stadtdächer, nichts für Reisende mit Höhenangst, werden selten angeboten und bedürfen einer Voranmeldung, die sich lohnt.
Aller Glanz von Sankt Petersburg bleibt oberflächlich, ist man nicht in die geheimnisvollen Hinterhöfe vorgedrungen, die sich vornehmlich im Ballungszentrum des berühmten Einkaufsbezirkes Bolshoi Prospekt verstecken. Jeder der Höfe hat sein charakteristisches Bild und seine Geschichte.
Im Bolshoi kauft vornehmlich zahlungskräftige Klientel. Besonders im Passasch werden Sie von Shops in eindrucksvollen Galeriegängen in Versuchung geführt. Insgesamt ist Einkaufen in Sankt Petersburg ein besonderes Erlebnis, betrachtet man, abweichend von unserem Modeverständnis, die pompösen Fellmützen. An jeder Ecke finden Sie russische Volkskunst wie die weltbekannte Matrjoschka-Puppe. Delikatessengeschäfte in prächtigen Jugendstilgebäuden zeigen, was die wohlhabenden Sankt Petersburger zu sich nehmen.
Probieren Sie russische Genüsse wie Borschtsch, Blinis, Kaviargerichte oder kräftige Eintöpfe in den unzähligen Restaurants von St. Petersburg. Die kunstbewussten Sankt Petersburger speisen gerne in Themenrestaurants, wo sie künstlerische oder literarische Darbietungen mit einer ausgedehnten Mahlzeit verbinden.
Die beste Reisezeit ist definitiv der Sommer. Denn dann kann der Besucher die sogenannten "Weißen Nächte" erleben. Schon Dostojewski war von ihnen so begeistert, dass er eine Art Liebeserklärung formulierte. Grund für die "Weißen Nächte" ist St. Petersburgs Lage auf dem 60. Breitengrad - also nördlich des Polarkreises. So wird es in den Sommermonaten niemals ganz dunkel - ganz St. Petersburg ist auf den Beinen und genießt diese einmalige Atmosphäre. Denn früh genug kommen die Wintermonate, welche eher von endlosen, dunklen Nächten geprägt sind.
In den "Weißen Nächten" im Sommer finden in St. Petersburg auch viele Musikfestivals und Aufführungen unter freiem Himmel statt.
In der Kulturhochburg St. Petersburg sorgen mehr als 100 Museen, 70 Theater und vor allem Tausende von Sehenswürdigkeiten täglich für Zerstreuung. Falls Ihre Zeit es erlaubt, ist die Aufführung eines Russischen Balletts von bleibendem Wert. Als echte Attraktion gelten auch die Folklore-Veranstaltungen, wo Ihnen die russische Seele in feurigen Tanzdarbietungen und Gesang näher gebracht wird.
Ein reales Märchen wartet auf Sie in Sankt Petersburg.
Tipps
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Weiße Nächte und die Öffnung der Brücken in Petersburg
Bin eher zufällig gerade zur Zeit der Weißen Nächte in Petersburg gewesen, aber es ist wirklich was Besonderes. Wer ein Freund langer Sommerabende ist, kommt hier voll auf seine Kosten. Es wird nachts eigentlich gar nicht richtig dunkel, nur etwas trübe. Für die Petersburger ist es die ausgelassenste Zeit des Jahres, wo man sich auch bis spät nachts auf den Straßen herumtreibt und feiert. Die hellen Nächte verleiten leicht dazu, die Zeit zu vergessen. Aber Vorsicht für all jene, die außerhalb der Innenstadt wohnen und über eine der Brücken nach Hause gelangen müssen: zwischen 2 und 5 Uhr nachts sind sie unpassierbar, denn sie werden für den Schiffsverkehr geöffnet. Für die meisten ist... [mehr] |
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Petersburg ist immer eine Reise wert
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An der Newa, neben der Eremitage, gibt es zwei Plätze, die unterschiedlicher... [mehr] |
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