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Reiseführer Norwegen

4.0 stars

Norwegen - Reiseführer




Seinen persönlichen Sommernachtstraum kann der Reisende in Norwegen finden. Wer bereits bei der Anreise einen Hauch Norwegen genießen will, sollte die Fähre nehmen (entweder Kiel – Oslo oder Hirthals/Fredrichshavn – Oslo/Kristiansand).

Der Grund, warum Urlauber nach Norwegen kommen, ist die faszinierende Natur. Die unzähligen Fjorde haben daran den größten Anteil, allen voran der Sognefjord, der mit über 200 Kilometern der längste Fjord Norwegens und mit einer Tiefe von über 1300 Metern der tiefste Fjord der Welt ist. An einem Seitenarm des Fjords kann man die älteste Kirche  Norwegens besichtigen, die Stabkirche von Urnes. Einzigartig ist auch Balestrand, ein sehr schön gelegener Ort am Schnittpunkt mehrerer Fjorde, der auch regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen besucht wird.

Wer zu faul zum Wandern ist, der kann den Sognefjord mit der weltberühmten etwa 20 km langen Flåmbahn abfahren. Für Gruppen ist eine Reservierung notwendig. Die Flåmbahn bewältigt auf ihrer kurvigen Fahrt zwischen Flåm und Myrdal knapp 900 Höhenmeter, inklusiver vieler Steilstrecken und Tunneln, vorbei an vielen Wasserfällen.

A propos Wasserfall: der eindrucksvolle Latefossen, der Zwillingswasserfall, ist eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges in Norwegen. Der Geirangerfjord hat die „7 Schwestern“ zu bieten. Der Voringfossen ist mit 181 m einer der höchsten und am meisten besuchten Wasserfälle in der Nähe des Ortes Fossli. Den Wasserfall kann man von oben bestaunen oder durch eine Wanderung über eine kleine Hängebrücke von unten besichtigen.

Der Jotunheimen Nationalpark gehört zu den schönsten unberührten Naturlandschaften Norwegens. Er ist von einem Netz von Wanderwegen durchzogen, durch schluchtartige Täler und vorbei an tiefen Seen und rauschenden Wasserfällen, die zu etwa 60 Gletschern und den schönsten Gipfeln des Landes führen. 

Wetten, dass jeder Norwegen-Urlauber ein Foto von sich auf dem Preikestolen bei Stavanger hat!? Angst einflößend ist die 600 Meter senkrecht abfallende Kante bis zum Lysefjord hinunter, die höchste Steilklippe der Welt. Man erreicht den Preikestolen auf einer Gebirgsstraße und einem 2-stündigen Fußmarsch.

Die nördlichste Stelle Europas ist das Nordkap, eine gewaltige Klippe auf der kleinen Insel Mageroya, 120 km von Hammerfest entfernt. Seit 1999 ist die Insel über einen beeindruckenden Tunnel mit dem Festland verbunden. Hier kann man von Mitte Mai bis Ende Juli die Mitternachtssonne beobachten, wie sie sich dem Horizont nähert und wieder entfernt. Allein ist man hier allerdings nie! Wer die einzigartigen Polarnächte erleben will, der sollte in den (sau-) kalten Wintermonaten nach Norwegen reisen.

Einzigartig sind in Norwegen die Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. In Südnorwegen kann hinter jeder Ecke ein Elch lauern. Rentiere finden sich vor allem am Jontunheimen oder im Nationalpark von Rondane, wo auch Hermeline, Füchse und ab und zu auch Moschusochsen zu sehen sind. Es kann sogar eine Moschusochsensafari gebucht werden. Im Nordwesten von Norwegen gibt es Möglichkeiten Exkursionen und Wal-Beobachtungstouren zu buchen. So kann man von Andenes an der Nordspitze der Vesterålen aus Wal-Beobachtungs-Touren zu den Pottwalen unternehmen. 

In Norwegen sind sogar die Straßen schön. Die Küstenstraße zwischen Kristiansund und Ålesund, über 174 km lang, mit 12 Brücken und Viadukten, verknüpft eine Reihe von kleinen Inseln. Ein Abstecher lohnt zur Vogelinsel Runde westlich von Ålesund. Hier nisten über 30 Vogelarten. Man kann Bootsfahrten buchen und an verschiedenen Beobachtungsplätzen nach Basstööpeln, Dreizehenmöven oder Papageientauchern Ausschau halten. Die berühmteste Serpentinenstraße Norwegens mit 11 Haarnadelkurven liegt bei Geiranger. Etwa auf der Mitte passiert man die steinerne Brücke über den Wasserfall Stigfossen mit einer freien Fallhöhe von fast 180 m.

Wer genug hat von der Natur, den zieht es nach Oslo. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählt die mittelalterliche Festung Akershus mit seinen finsteren und winzigen Verliesen und den feudalen Sälen für Staatsempfänge. Musentempel sind das Nationaltheater und das Munch-Museum. Auf der  Museumshalbinsel Bygdøy erwarten den Besucher das größte Freilichtmuseum Norwegens und das Seefahrtmuseen mit ausgegrabenen und wieder hergerichteten Wikingerschiffen sowie Thor Heyerdahls Balsafloß Kon-Tiki. Wer zufällig Mitte Mai in Oslo ist, der darf sich die Feiern zum  Nationalfeiertag am 17. Mai nicht entgehen lassen, mit Straßenparaden in traditionellen Trachten und vielen Festen.

Nicht weit von Oslo liegt der kleine Fischerhafen Risør mit seinen dicht gedrängten historischen weißen Häusern, einer der malerischsten Orte Norwegens.

Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt das Hanse- bzw. Hafenviertel Brygge in Bergen, mit seinen fast 300 dicht aneinander gebauten Holzhäusern. Bergen selbst ist ein guter Ausgangspunkt für Fahrten zum Sognefjord, zum malerischen Hardangerfjord oder zu den beeindruckenden Wasserfällen am Geirangerfjord und Trollveggen.

Den Atem der Antarktis kann der Reisende in Tromsø spüren, einer lebhaften Stadt mit den meisten Kneipen pro Einwohner in Norwegen. Ein Muss ist ein Besuch der Tromsø bru, der Hochbrücke, des Nordlichtplanetariums sowie des Aussichtspunktes auf dem Storsteinen. Ein einmaliges Bauwerk ist auch die Eismeerkathedrale. Übrigens besitzt Tromsø die nördlichste Universität der Erde!

Wer auf den Spuren norwegischer Könige wandern will, der muss den Nidarusdom in Trondheim besuchen. Über dem Grab von König Olav, dem Heiligen, wurde die größte Kathedrale Norwegens erbaut, seit Jahrhunderten Pilgerort und Intronisierungsstätte norwegischer Könige. 

Es ist kein Wunder, dass auch der Sport in Norwegen überwiegend in der Natur stattfindet. Norwegen besitzt tausende von Kilometern gepflegter Langlaufloipen und zahlreiche Wintersportorte mit alpinen Skipisten wie z.B. in der Gegend von Holmenkollen am Stadtrand von Oslo, in Geilo, Lillehammer und dem nahe gelegenen Gebiet von Gudbrandsdalen. Die vielen Fjorde und Flüsse laden zum Kanufahren und Rafting ein. Beliebt sind die Gebiete bei Femunden, Gudbrandsdal oder Numedal. Sehr interessant für Sportangler ist der Saltstraumen ca. 30 km südlich von Bodø. Auch unerfahrene haben hier die Chance einen Dorsch oder Makrelen zu erwischen. 

Die Norweger pflegen ihre Traditionen. Neben dem Nationalfeiertag sind vor allem die Feiern zur Mittsommernacht (meist am 23. Juni) beliebt. Dann werden häufig Feuer an den Stränden entfacht. Die Samen (Lappen) veranstalten an Ostern in Karasjok und Kautokeino ein farbenprächtiges Festival mit Singen von traditionellen Volksliedern, Konzerten und Rentierrennen.

 



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Norwegen gehört sicher zu den schönsten Landschaften in Europa und besticht durch tolle Küsten, aber auch skurrilen Bergregionen.
Unsere Fahrt begann in Oslo. Führte mit der Bergenbahn nach Bergen (8 h Fahrt) über eine wunderschöne, karge Gletscherlandschft hin zu dem leider immer verregneten "Fischerort", der Norwegens zweitgrößte Stadt ist.
Mit einem historischen Schiff der Hurtigroute ging es die nächsten 36 h über Alesund - Geiranger - Alesund nach Trondheim. Der traumhafte Abschnitt Alesund - Geiranger und zurück stellte sicher auf diesem Teilstück der Route den Höhepunkt dar - und diesmal stimmte auch das Wetter, auf das in Norwegen kein Verlass ist.
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