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Tamil Nadu Forum

3.0 stars

clawfish
Auf der Strecke - Vegetation 3 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Je näher wir an Ooty heran kamen desto deutlicher änderte sich die Vegetation. Während wir im Tal an Palmenhainen vorbeigefahren waren, begleiteten uns bergauf vermehrt Blumen und Kakteen.
Irgendwann wichen diese Teeplantagen. An manchen Stellen wogten die Teefelder so weit das Auge reichte. Es wirkte fast wie ein grünes Meer, allerdings mit interessantem Muster.
Kurz vor Ooty fielen uns die großen Nadelbäume immer stärker auf. Teilweise fuhren wir durch kleine Wäldchen in denen Kräutersammler unterwegs waren.


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clawfish
Auf der Strecke - Bahnwechsel 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Für Zugliebhaber besonders interessant ist der letzte längere Stopp. Hier werden die Bahnen gewechselt. Den Rest der Strecke werden die Waggons von einer Diesellok geschoben.
Dafür ist einiges Rangieren notwendig. Dem entsprechend lang ist der Aufenthalt hier.
Eine super Gelegenheit um im nostalgischen Depot nahe an Dampf- und Dieselloks heranzukommen. Die Mechaniker präsentieren ihre Loks stolz. Und erklären gerne, wenn auch in schwerverständlichem Englisch, ihre Arbeit.
Wer nett fragt, kann tolle Bilder knipsen.


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clawfish
Auf der Strecke - Zuginspektion 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Ich nutze den Stopp außerdem, um mir anzuschauen wie die Lok für die Weiterfahrt gerüstet wurde. Zunächst wurden Kohlereste aus dem Ofen auf die Schienen gekratzt. Dann fühlte die Zugbesatzung aus einem Wasserturm neues Wasser in den Kessel. Dabei wurde die Lok komplett in eine große Dampfwolke gehüllt. Dann schmierte der Maschinist noch Öl auf das Gestänge. Nach ca. 15 Minuten waren die Männer zufrieden und ein lauter Pfiff forderte alle zum Einsteigen auf.
Ich war fast ein wenig traurig diese museumsreife Szenerie verlassen zu müssen. Zum Glück konnte ich einige gute Fotos machen.


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clawfish
Auf der Strecke - Affenfütterung 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Beim nächsten Zwischenstopp gab es eine Imbissbude, die Kaffee und kleine Snacks anbot. Leider gab es hier keinen Tee.
Allerdings wartete bereits eine Affenhorde. Die Fahrgäste fütterten die Tiere begeistert. Wir drehten ihnen unsere ekeligen Bananenchips an. Belohnt wurden wir dafür mit ein paar tollen Klettereinlagen der Affen. Besonders süß war ein ganz kleines Äffchen, das eine Banane eroberte. Diese war fast so groß wie es selbst. Aber es verteidigte seinen Schatz erfolgreich und ließ ihn mit unglaublicher Geschwindigkeit im Mund verschwinden.


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clawfish
Auf der Strecke - Der Bremser 3 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Für eine ganze Weile kniete ich mich auf die vordere Bank, direkt hinter den Bremser. Er ließ sich gerne über die Schulter schauen und rief mir durch die offene Schulter ein paar Erklärungen zu. Leider nur in Tamil, was ich nicht verstand.
Aber auch das bloße Zuschauen war interessant genug. An besonders kurvigen Stellen drehte er teils hektisch an seinem Bremsrad und während der Fahrt gab er die Signale der Fahnenmänner am Streckenrand an den Lokführer weiter. Das alles gab der Fahrt eine nostalgische Atmosphäre.


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clawfish
Auf der Strecke - Beste Sitzplätze 3 Sterne
1 von 2 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Wie schon geschrieben waren wir nur zu viert in unserem Waggon. Das hatte den Vorteil, dass jeder einen Fensterplatz auf der linken Seite bekam. Diese ist bergauf die interessantere Seite zum Sitzen, da sie meist die dem Tal zugewandte ist.
Auch als wir uns an der Aussicht auf die Ebene satt gesehen hatten, bot der Platz im Wagen Vorteile. Jeder konnte sich in Fahrtrichtung setzen. Durch die großen Fenster nach vorne bekam man einen wunderbaren Eindruck von der Strecke durch die Berge.


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clawfish
Auf der Strecke -Zwischenstopps 3 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Etwa jede Stunde muss die Bahn einen Stopp einlegen, um wieder neu mit Wasser befüllt zu werden. Der erste Halt war ein einer sehr günstigen Stelle. Von diesem Teil der Bergflanke hatten wir einen weiten Blick auf die Ebene unter uns. Den wir nun ruckelfrei mit der Kamera einfangen konnten. Die Kombination von brauner Ebene, bewaldeten Bergen und blauem Himmel gefiel mir sehr gut.

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clawfish
Auf der Strecke - Streckenzustand 3 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Der Zustand der Strecke war eigentlich ganz gut. Natürlich war der Streckenverlauf sehr kurvig. Aber bei der geringen Geschwindigkeit war es kein Problem.
Spannender war es da schon die kleineren und größeren Schluchten zu überqueren. Oftmals bestanden die Brücken nur aus zwei Stahlträgern, ein paar Holzbohlen und den Gleisen. Es gab also eine ungehinderte Sicht nach unten.
Richtig gut fand ich aber die Teile der Strecke, wo wir rechts und links von Felsen eingeschlossen waren. Da kam schon Wildwest-Feeling auf.


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clawfish
Auf der Strecke - Personalaufwand 3 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Der Personalaufwand für den Betrieb der Eisenbahn war groß. Zusätzlich zu dem Lokführer, dem Bremser und einem Schaffner arbeiteten auch viele Menschen an oder auf der Strecke.
Auf der Strecke waren Bauarbeiter tätig. Sie entfernten kleine Steinschläge und zogen vor dem herankommenden Zug noch mal schnell die Schrauben nach (kein Scherz).
Am Streckenrand standen an kritischen Punkten uniformierte Männer mit Fahnen und winkten uns durch. Für Regentage hatten sie winzige Unterschlüpfe.


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clawfish
Mettupayalam - Es geht los 4 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Außerdem konnten wir dem Bremser, der auf einer schmalen Bank außen auf unserem Waggon saß, bei der Arbeit über die Schulter schauen.
Und dann war es so weit. Mit einem lauten Pfiff setzte sich die Dampflok ratternd in Bewegung. In gemütlichem Tempo schob sie uns auf überraschend schmalen Gleisen Richtung Berge.
Zunächst ging es an einigen Hütten und Feldern vorbei. Bald stieg die Strecke aber an.


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clawfish
Mettupayalam - In der 1. Klasse 4 Sterne
1 von 2 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Die 1. Klasse war ihr Geld absolut wert. Hier gab es insgesamt nur 16 Plätze, jeweils vier gegenüber. Von diesen waren aber nur zwei weitere belegt. Die Sitzbänke waren bequem gepolstert und es gab genügend Platz, um unser Gepäck sicher zu verstauen.
Neben dem Komfort im Waggon war auch die Anordnung der einzelnen Waggons ein entscheidender Vorteil der 1. Klasse. Bergauf schob die Dampflok die Waggons. Der 1. Klasse-Wagen war der Vorderste in der Reihe. Das hatte, neben einer super Aussicht nach vorne, den Vorteil, dass wir selbst bei ungünstigen Windverhältnissen oder in Tunneln vom Qualm der Lok verschont blieben.


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clawfish
Mettupayalam - Up-grade 4 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Im Andrang auf die Wagen wurden wir in einen hineingespült. Bevor wir richtig wussten, was mit uns geschah saßen wir mit schwerem Gepäck auf dem Schoß, dicht gedrängt auf harten Holzbänken in einem Waggon voll junger, lärmender Inder. Sie versuchten uns mit besonders coolem Gehabe zu beeindrucken.
Da wir uns das und vor allem die Enge nicht unbedingt für die nächsten 5 Stunden zumuten wollten, fragte ich einen Schaffner nach der 1. Klasse. Und siehe da, es war überhaupt kein Problem eines der ca. 7 Euro teuren Tickets zu bekommen und den Waggon zu wechseln.


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clawfish
Mettupayalam - Bahnhofsleben 3 Sterne
1 von 2 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Als wir entspannt wieder am Bahnhof ankamen, schoben gerade einige Männer Gleisstränge auf einem kleinen Schienenwagen durch die Gegend. Es war schon sehr seltsam zu sehen, dass sie die schweren Stahlteile mit reiner Körperkraft bewegen mussten.
Noch war kein Zug zu sehen. Also warteten wir geduldig am angegebenen Gleis. Nach 20 Minuten dampfte es hinter uns gewaltig und auf dem Nachbargleis rangierte die Dampflok ihre Waggons in Position. Hier hatte sich mittlerweile auch eine Menschenmenge angesammelt, die unruhig darauf wartete einsteigen zu können.


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clawfish
Mettupayalam - Teestube 5 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Da es bis zur Abfahrt noch über eine Stunde hin war, beschlossen wir, uns die Wartezeit mit einem „Chai“ zu versüßen. Auf dem Hinweg hatten wir in der Straße zwischen Busbahnhof und Bahnhof eine kleine Teestube entdeckt.
Der Abstecher hierher lohnte sich. Die sehr irritiert dreinblickenden Betreiber waren sehr nett und servierten uns einen super leckeren Tee. Kaum hatten wir uns gesetzt, waren wir auch schon Gesprächsmittelpunkt für Nachbarn und vorbeikommende. Aber die Szenerie mit kleiner, wackeliger Teestube und noch winzigerem Esel war super entspannt.


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clawfish
Mettupayalam - Ticketkauf - Teil 2 4 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Am nächsten Morgen machten wir uns gespannt und sehr zeitig auf den Weg zum Bahnhof. Würde die Bahn heute fahren? Und würden wir überhaupt noch Tickets ergattern?
Der Reiseführer hatte vor einem großen Andrang gewarnt. Doch am Schalter war es angenehm ruhig. Wir bekamen ohne Probleme Tickets. Allerdings gab es angeblich keine Tickets für die 1. Klasse. Und nur für die sollte es laut Auskunft von Bekannten fest zu geteilte Plätze geben. Na ja, würden wir eben um einen Fensterplatz kämpfen.


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clawfish
Mettupayalam - Ticketkauf - Teil 1 3 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Eigentlich begann das Abenteuer schon am Vortag. Wir wollten Tickets reservieren, aber uns wurde mitgeteilt, dass die Strecke, nach einen Steinschlag im Gebirge, zurzeit nicht befahrbar sei. Ob es am nächsten Tag klappen würde war noch unklar.
Aber immerhin wurde uns gesagt, dass der Zug, wenn es klappen würde, gegen 10 Uhr abfahren würde. Also hatte sich der Abstecher doch gelohnt. Denn im sonst gut informierten Reiseführer stand eine frühere Uhrzeit. So blieb uns wenigstens unnötiges Frühaufstehen erspart.


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clawfish
Mettupalayam - Kurze Nacht 4 Sterne
0 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Später merkten wir, dass die rote Leuchtreklame direkt vor unserem Fenster war. Das rote Licht verbreitete eine romantische Bordellatmosphäre im Zimmer. Es dauerte eine Weile bis wir schliefen.
Am nächsten Morgen wurden wir um sieben Uhr durch lautes Klopfen an der Zimmertür geweckt. Wir versuchten es einfach zu ignorieren. Doch die Taktik scheiterte. Müde schlurfte ich zur Tür. Auf der anderen Seite stand ein Junge, der den Zimmerschlüssel haben wollte. Seine Begründung der Chef würde gleich wegfahren. Ich war etwas perplex. Machte ihm dann aber sehr unmissverständlich klar, dass wir den Schlüssel nicht herausrücken würden.
Wir beschlossen diese Irrenhaus schnell zu verlassen, packten unsere Sachen und gingen.


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clawfish
Mettupalayam - Überwachung durchs Hotelpersonal 4 Sterne
0 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Zurück im Hotel warteten einige Überraschungen auf uns. Zunächst stand an der Rezeption ein Mann, der unbedingt unsere Klimaanlage prüfen wollte. Wir hätten unseren Schlüssel ja mitgenommen, so seine empörte Aussage.
Obwohl er sich über eine halbe Stunde am Gerät zu schaffen machte, wirkte das Ganze eher wie ein Observierungsmanöver. Der „Monteur“ reinigte nämlich nur recht planlos das Schmutzsieb.
Auch später gab es ähnliche Vorfälle. Gegen 21 Uhr versuchte der „Zimmerservice“ einen Blick ins Zimmer zu werfen. Recht bestimmt schickten wir ihn fort.


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clawfish
Mettupalayam - Kleiner Vegi-Laden 4 Sterne
1 von 1 Benutzern finden diesen Beitrag hilfreich
Also beschlossen wir erstmal zum Hotel zurückzukehren. Auf dem Weg dorthin kamen wir, schräg gegenüber der Einfahrt zum Busbahnhof, an einem winzigen, namenlosen Laden mit vegetarischen Gerichten vorbei.
Er war von Einheimischen umlagert. Kurz entschlossen gingen wir hinein. Zum Essen zwängte man sich auf eine Holzbank. Das Essen wurde in kleinen Schüsseln gereicht. Wir bestellten wir uns Reis bzw. Nudeln mit Gemüse. Die Portionen waren zwar nicht übermäßig groß, dafür aber absolut lecker. Und mit 12 Rupien pro Portion war das Essen spottbillig. Ein echter Geheimtipp eben.


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clawfish
Mettupalayam - Essensangebot in Mettupalayam 4 Sterne
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Nach unserem Rundgang bekamen wir gegen 17 Uhr Hunger. An den Hauptstraßen von Mettupalayam gibt es ein vielfältiges Essensangebot. Snackbars, kleine Supermärkte, Marktstände, kleine Läden mit rein indisch-sprachigem Personal und Speisekarten sowie größere Restaurants warten auf Kundschaft. Meist gibt es vegetarisches Essen.
Zunächst versuchten wir unser Glück in einem kleinen laden. Allerdings sprach hier niemand Englisch. Eine Karte gab es auch nicht und den anderen Gästen wurde nur eine breiige Masse serviert. Das war nichts für uns. Also schauten wir bei den größeren Restaurants vorbei. Wie wir mit knurrendem Magen erfahren mussten, öffnet hier die Küche leider erst um 19 Uhr.


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