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Bezahl-strand vs. Public beach
Einen Strand, wie man ihn aus den Reisekatalogen der großen Reiseanbieter kennt, sucht man in Montego Bay vergeblich. Innerhalb von drei Jahren sind All-Inclusive-Hotels mit eigenem Strand auf dem Vormarsch und ruinieren nicht nur die Bevölkerung, deren Haupteinnahmequelle der Tourismus ist.
Wer dennoch nicht auf einen gepflegten Sandstrand mit Palmen verzichten möchte, wird an der Hauptstraße (etwa 15 min. Fußweg von Downtown) für 500 Jamaica-Dollar (ganzer Tag) freundlich begrüßt. Der so genannte Bezahlstrand ist eine weitaus sicherere Alternative zum öffentlichen Strand. Doch ein komisches Gefühl im Bauch hat man schon…
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Heimatkundemuseum
Ein Geheimtipp für verregnete Tage ist das Heimatkunde-Museum im Herzen Downtowns in der St. James Street, direkt gegenüber der NBJ-Bank. Auf recht kleinem Raum ist die Geschichte MBs mit vielen Bildern, Gegenständen und leicht verständlichen Texten dargestellt. Wer noch mehr erfahren möchte, kann mit den netten Damen von der Kasse plauschen und die sehr nervigen „Jahmann“- und „Taxi?“-Typen der Straße vergessen machen. Lasst euch Tipps geben was gerade los ist und wo ihr einkaufen könnt. Der Eintritt ist nicht der Rede wert und hinterher ist man wieder um Einiges schlauer.
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Stadtführung der besonderen Art :(
Die Einheimischen haben ein Gespür dafür zu sehen, wer neu und orientierungslos in der Stadt umherläuft. Das nutzte ein junger Mann aus, der zuerst mein Mitleid und dann viel Geld bekam für etwas, das gar nicht so viel wert war. Er gab sich als Invalide nach schwerem Motorrad-Unfall. Ich durfte sogar seine Narbe am Kopf fühlen. Dann führte er mich durch die Straßen von Montego Bay, mir immer versichernd, dass ich ohne seinen Geleitschutz hier wahrscheinlich schon tot wäre. Es war ein schöner Rundgang und ich wollte mich freundlich von ihm verabschieden, als er Geld forderte, für seine Arbeit. Als ich ihm nur recht wenig anbot, wurde er aggressiv und machte mir verständlich, dass andere Touristen ihm das Zehnfache zahlen würden. Zum Glück hatte ich noch einen Fünf-Euro-Schein dabei…
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Bus fahren
Solltet ihr das Bedürfnis haben, aus dem doch eher langweiligen Ort Montego Bay in andere Teile der Insel aufzubrechen, möchte ich euch eine sehr günstige und abenteuerliche Möglichkeit nennen: nehmt den Bus. Der Busbahnhof befindet sich am südlichen Ende der St. James Street. Wundert euch nicht, wenn an euch, sobald ihr das Gelände betretet, etwa fünf kräftige Männer zerren und versuchen, euch nicht ganz ohne Gewalt für ihren Bus zu überreden. Den Grund habe ich bis heute nicht verstanden, denn ihr zahlt auch nicht mehr als die Einheimischen.
Die Busse sind kleine 9-Sitzer, in denen gut und gerne 15 bis 16 Menschen passen. Auf der Fahrt könnt ihr euch dann entspannt mit den anderen Fahrgästen unterhalten. Ein schönes Abenteuer…
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