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Reiseführer Marseille

4.0 stars

Marseille - Reiseführer



Die "Perle des Mittelmeeres" ist nicht nur eine Stadt der Kunst und Kultur, Marseille ist auch eingebettet in eine unvergleichlich schöne Landschaft, die alljährlich Tausende von Sonnenhungrige und Naturliebhaber in ihren Bann zieht. Bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. wussten die Griechen den Reiz dieser Stadt und ihrer Umgebung zu schätzen.


Marseille, Frankreichs zweitgrößte Stadt, lockt mit dem Charme einer rauen Hafenmetropole. Sie ist eine multikulturelle und multiethnische Stadt, die als Hauptsitz des Islam in Frankreich gilt . Viele Einwanderer zog es im Verlauf der Geschichte nach Marseille, das auch als Frankreichs „Tor zum Mittelmeer“ bezeichnet wird. Nach dem zweiten Weltkriegt kamen immer mehr Menschen aus den französischen Kolonien, aus Staaten des Maghreb und Schwarzafrika nach Marseille.

 

Im 7. Jahrhundert v. Chr. fuhren griechische Seehändler an Frankreichs Südküste nahe der Rhône-Mündung, um Handel zu treiben. Aufgrund der felsigen Küste war es schwierig, passende Landeplätze zu finden. Schließlich bot sich der Hafen des heutigen Marseilles an. Um 620-600 v. Chr. gründeten sie die Siedlung Massalia. Sie wuchs zu einer großen griechischen Kolonie heran und wurde bald zur reichsten griechischen Stadt im westlichen Mittelmeerraum.

 

Trotz Konflikten mit den keltischen Stämmen konnten die Bewohner lange ihre Unabhängigkeit bewahren. Später wechselte die Zugehörigkeit häufiger. Massalia wurde der Provinz Narbonensis zugeordnet, fiel an die West- und Ostgoten sowie an die Franken und an Niederburgund, um schließlich von den Sarazenen zerstört zu werden. Nach dem Wiederaufbau wurde Marseille zur selbstständigen Republik, um letztendlich 1418 mit Frankreich vereinigt zu werden.
Während der Französischen Revolution 1789 unterstützten zahlreiche Freiwillige die neue Regierung in Paris. Hierbei entstand die Nationalhymne, die Marseillaise.

 

1943 ließ Hitler einen großen Teil der historischen Altstadt zerstören. In der Nachkriegszeit wuchs Marseille, und es kam zu größeren Problemen bezüglich Verkehr, Kriminalität, illegaler Einwanderung sowie Stadtverschmutzung. Heute hat sich das Bild Marseilles gewandelt. Das Stadtbild wurde verschönert, der Tourismus boomt und die Sicherheit ist wiederhergestellt.


Wenn Sie sich zunächst einen Überblick über das ausgedehnte Stadtgebiet mit seinen über 850.000 Einwohnern verschaffen möchten, empfiehlt sich ein Besuch von Marseilles Wahrzeichen: Der auf einem Kalkfelsen von 147m Höhe gelegenen Basilika Notre-Dame-de-la-Garde. Weit sichtbar thront die 1853-64 erbaute neobyzantinische Basilika über der Stadt, aber nicht nur der Ausblick von der Plattform um die Kirche ist einmalig. Die Basilika verfügt auch über einen 46m hohen Glockenturm, auf dem sich eine riesengroße Statue der Jungfrau Maria dem Himmel entgegenstreckt. Schiffs- und Meeresliebhaber werden von dem Inneren der Basilika begeistert sein, da Dutzende von Schiffsbildern und Modellen die Wände zieren, als Ausdruck für den göttlichen Schutz aller Seeleute.

 

Neben einem Eindruck von dem immensen Stadtgebiet bietet die Aussichtsplattform der Basilika einen Blick aufs Meer und die Marseille gegenübergelegene Insel d’If mit dem besuchswerten Chateau d’If. Die Festung wurde 1529 zur Abwehr vor feindlichen Angriffen vom Meer gebaut, jedoch bald in ein Gefängnis umgerüstet. Sie diente auch als Schauplatz von Alexandre Dumas‘ Erzählung „Der Graf von Monte Cristo“. Fähren zur Insel d’If legen vom Alten Hafen ab und erreichen d‘If in fünfzehn Minuten. Wer die Insellandschaft um Marseille näher erkunden möchte, kann mit derselben Fähre weiterfahren bis zu den Frioul Inseln. In landschaftlicher Schönheit und Abgeschiedenheit vom städtischen Trubel stehen diese Inseln den Calanques zwischen Marseille und Cassis in nichts nach. Kleine Badebuchten in den Kalkfelsen laden mit grün- und türkisblauem Wasser zum Schwimmen ein und man kann herrliche Spaziergänge unternehmen.

 

Marseilles Vieux Port, alter Hafen, erstreckt sich vom Golfe du Lion Richtung Innenstadt. Beliebt ist er vor allem wegen seines täglichen Fischmarktes. Unzählige Segelboote und Yachten ankern an beiden Ufern bis zur Hafeneinfahrt, die von zwei Forts gesäumt wird. Der Pharo Garten am Bas Fort Saint-Nicolas an der Ostseite des Hafens entwickelt sich besonders bei Sonnenuntergang zum Treffpunkt für viele Marseillais und Touristen und eignet sich vorzüglich für ein Picknick oder Stelldichein. Schräg gegenüber, an der Westseite des Hafens zwischen altem und neuem Hafen, liegt die imposante Kathedrale de la Major im byzantinischen Stil.

 

Westlich des Hafens liegt auch Marseilles Altstadt, unter den Einwohnern ‚Panier‘ genannt. Ein Gewirr aus engen Gassen erwartet den Besucher und die Häuser versprühen mit ihren farbigen Schlagläden und teils bunten Anstrichen italienisches Flair. Wer die Welt an sich vorbeziehen lassen und die Marseillais ungestört beobachten möchte, kann dies bei einem Kaffee auf der Place de Lenche tun. An anderen Ecken lassen sich Männer beim Petanque spielen zusehen. Jedes Jahr im Juli ist Marseille außerdem Austragungsort für das größte Petanque-Turnier der Welt.

 

Marseille, einst eine griechische Kolonie, später der wichtigste Hafen im Kaiserreich Frankreich, wurde im zweiten Weltkriegt großteilig zerstört. Wenn Sie sich für die Geschichte Marseilles interessieren, sollten Sie das Musee d’Histoire de Marseille nicht verpassen sowie das Musee de Vieux Marseille, die beide in der Hafengegend liegen. Sehenswert ist auch das Musee des Beaux-Arts, das sich im Palais Longchamp befindet und Stadtansichten aus Zeiten der Pest zeigt als auch zur Zeit der Besiedlung durch die Römer oder Griechen.

 

Marseille ist nicht nur eine unvergessliche Stadt, auch die Umgebung der ältesten Hafenstadt Frankreichs kann sich sehen lassen. Ganz entgegen der herkömmlichen Meinung, dass große Hafenstädte unansehnlich und dreckig sein müssen, bietet sie eine saubere, teilweise unberührte Landschaft außerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen. Die Küste entlang des Stadtgebietes lockt alljährlich nicht nur Sonnenhungrige, sondern auch Liebhaber des Tauch- und Wassersports an. Kristallklares Wasser bietet eine faszinierende Unterwasserwelt, die Ihresgleichen sucht. Saubere Strände laden zum Relaxen ein. Entlang der Küstenpromenade – der Corniche – können Sie mondäne Villen sowie atemberaubende Aussichten bestaunen. Die Calanques – ein etwa 20 Kilometer langes, teils unberührtes Bergmassiv entlang der Küste Marseilles – beeindruckt durch einen unvergesslichen Blick weit über Land und Meer.
 


Tipps

Château d’If:

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Château (Schloss) d’If ist bekannt geworden, nachdem der Schriftsteller Alexander Dumas das Buch „Der Graf von Monte Cristo“ veröffentlich hat. In der Geschichte ist die Hauptperson Gefangener im Gefängnis Château d’If. Im Schloss kann man noch die Zellen der ehemaligen Gefängisinsassen sehen. Meiner Meinung nach das Schönste in diesem Schloss ist der Ausblick: auf einer Seite das blaue Meer des Mittelmeers, auf der anderen die Stadt. Von Marseille bis zum Schloss dauert es 25 Minuten mit dem Schiff. Hin-und Zurück kostet 10€ vom Vieux Port (Alter Hafen). [mehr ]

Zugfahrt Marseille-Toulon-Nizza-Monaco-Mailand

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Zumindest das Teilstück der in der Überschrift genannten Strecke zwischen... [mehr ]

Bouillabaisse

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Fischfreunde unter Euch werden an folgendem Gericht, das in Marseille in fast... [mehr ]

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