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Jordanien:
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Jordanien - ReiseführerIn Jordanien, dem Land von Lawrence von Arabien, sind die Zeugnisse vergangener Kulturen, wie Steinzeitdörfer und mittelalterliche Kreuzfahrerburgen, noch immer allgegenwärtig. Doch die viel beschriebene Gastfreundschaft und die atemberaubenden Spuren der Vergangenheit können nicht über aktuelle Probleme wie den israelisch-palästinensischen Konflikt und eine defizitäre Wirtschaft hinweg täuschen. Das „Haschemitische Königreich Jordanien“ liegt in Vorderasien und trägt seine jüngste Geschichte praktisch im Staatsnamen. Begründet wurde der moderne Staat Jordanien nämlich von Abdullah ibn al-Hussain, der 1946 als erster König die bis heute herrschende Dynastie der Haschemiten begründete. Jordanien grenzt im Norden an Syrien und den Irak, im Westen an Saudi-Arabien, im Süden durch eine Seegrenze an Ägypten und im Westen an Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete. In den heutigen Grenzen besteht Jordanien seit 1967, eine Folge des Sechs-Tage-Krieges, als die Gebiete westlich des Jordans an Israel fielen. Durch seine wechselhafte Geschichte in der Region, die man als die Wiege der Menschheit bezeichnet, bietet das Land heute zahlreiche unvergleichliche architektonische und landschaftliche Schätze. Doch genauso weit reichen die Auswirkungen der Religionskriege und die Überreste des Kolonialismus in die Jetztzeit und lassen die gesamte Region politisch nicht zur Ruhe kommen. Berühmt und weltbekannt ist Jordanien durch die Felsenstadt Petra, die Hauptstadt des untergegangenen Nabatäerreiches. Die in den Sandstein geschlagene Wüstenstadt, filmisch und literarisch verewigt u. a. durch „Indiana Jones“ und „Tim und Struppi“, kann nur zu Fuß durch eine enge Schlucht erwandert werden und bietet atemberaubende Lichtspiele und einen einmaligen Einblick in eine versunkene Kultur. Pulsierender Mittelpunkt und Ausgangspunkt für eine Erkundung des Landes ist die Hauptstadt Amman, eine Metropole mit knapp zwei Millionen Einwohnern. Kulturelle Ereignisse anderer Art kann man z. B. in Jerash, einer alten griechisch-römischen Stadt, erbaut von Alexander dem Großen, erleben, denn einmal im Jahr findet hier in Theatern und Tempeln das 14-tägige Fest für Kultur und Kunst statt. Ein Erlebnis der besonderen Art ist ein Bad im Toten Meer, mit 395 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der Erde. Durch die hohe Salzkonzentration ist ein Untertauchen praktisch unmöglich. Ein weiteres Naturerlebnis für Wüstenfans bietet der Nationalpark Wadi Rum, eine von Wind und Wetter zerfurchte Felsen- und Wüstenlandschaft im Süden des Landes. Staub und Sand lassen sich anschließend nicht weit entfernt bei einer Schnorcheltour im Roten Meer abwaschen, der größte Badeort des Landes ist Aquaba im Süden an der Spitze des gleichnamigen Golfes. Jordanien befindet sich zwar seit etwa 30 Jahren im Frieden und momentan in einer Phase wirtschaftlicher Modernisierungsversuche und innenpolitischer Verbesserungen, wie ein Reformprogramm zur Armutsbekämpfung beweist, trotzdem ist ein Besuch, wie die Bombenanschläge in Amman im November 2005 zeigen, nicht ohne Risiko. Vor der Reise sollte die aktuelle Lage, auch in den Nachbarländern wie dem Irak, aufmerksam verfolgt werden und beim Auswärtigen Amt sollten unbedingt weitere Informationen angefordert werden. Diesen Seite bookmarken bei: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||



