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Rote-Bohnen-Wackelpudding
Japanisches Konfekt oder Süßspeisen sind für Europäer etwas gewöhnungsbedürftig. Eine Spezialität in der Nähe von Nikko ist rote Bohnen-Paste in wackelpuddingartiger Konsistenz. Sie wird feucht in Kistchen verpackt (Achtung: waagerecht halten!) und ist in Quader in Fischstäbchengröße geschnitten, von denen man abbeißt. Der Geschmack ist süß, aber nicht fruchtig, so wie Bananen auch süß und dabei nicht saftig sind. Die ganze Angelegenheit ist recht rutschig. Taschentücher sind empfehlenswert. Ich habe es gerne ausprobiert, eine Schachtel genügte jedoch.
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Kabuki-Theater
Die Aufführung eines Kabuki-Theaters zu besuchen ist kulturell sehr spannend. Die Musik ist äußerst gewöhnungsbedürftig, das Schauspiel hat mit deutschem nichts gemeinsam. Die Stücke, Kostüme und Inszenierungen sind traditionell, das Bühnenbild karg. Aber der gebildete japanische Zuschauer kann aus den kleinsten Details und Gesten viele Informationen herauslesen. Seltsam sind die schwarz gekleideten Gestalten, die ein geübter Zuschauer nicht mehr wahrnimmt. Sie helfen den Schauspielern bei Bewegungen in den langen verwickelten Gewändern. Man kann getrost in der Pause das Theater verlassen, viele bleiben nicht für das ganze stundenlange Schauspiel.
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Pachinko
Der japanische Flipperautomat heißt Pachinko. Dieses Glücksspiel ist enorm beliebt. Ganze Hallen, in denen die Spieler ordentlich in Reihen sitzen, haben wir gesehen. Kleine Kügelchen müssen um Hindernisse herummanövriert werden. Ist man geschickt, prasselt ein Regen von Kugeln in einen Auffangbehälter. Manche Spieler hatten mehrere Plastikkästen gewonnener Kugeln neben sich stehen. Diese werden am Ende gegen Sachpreise umgetauscht. Geld wird nicht gewonnen. Der Lärm der ratternden Kugeln ist ohrenbetäubend, gerade in Hallen mit 40-70 Automaten. Dazu kommt natürlich noch die Hintergrundmusik.
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Shabu-Shabu
Dieses Gericht ist mit Fleischfondue vergleichbar. Hauchdünn geschnittenes Fleisch wird mit Stäbchen bei Tisch in heißes Wasser getaucht, gewendet und dabei gegart. Dazu gibt es verschiedene Soßen und Dips. Auch Gemüsestücke können auf diese Weise zubereitet werden. Sehr lecker! Man achtet in der geselligen Runde immer darauf, dass die anderen genug zu essen haben und bereitet eher für sie als für sich selbst das Fleisch zu. Das Gleiche gilt für das Nachschenken von Getränken. Der Name Shabu-Shabu ist lautmalerisch und beschreibt das Geräusch, das beim Umwenden des Fleisches entsteht.
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Edamame
Ein leckerer Snack zum abendlichen Bier in der „Kneipe“ sind Edamame. Das sind, glaube ich (ganz habe ich es nicht herausgefunden), grüne junge Sojabohnen, die kurz gekocht und dann gesalzen werden. Man muss sie aus den Schoten herausdrücken. Sie schmecken salzig-nussig. Abgepackt im Supermarkt haben wir sie leider nicht gefunden. Ich bevorzuge sie eindeutig gegenüber Knabberzeug auf Fischbasis, aber das ist Geschmackssache.
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Wie komme ich an Geld
Der Versicherung meiner Bank, das Maestro-Zeichen auf Scheckkarten sei in Japan weit verbreitet, Geld abzuheben sei kein Problem, muss ich leider widersprechen. Nur die Postämter kennen dieses Zeichen, ich habe mit einer Japanerin zusammen die sechs größten Banken ausprobiert. Fehlanzeige. Die Postämter sind zum Glück auf vielen Stadtplänen eingezeichnet, ihr Zeichen ist ein rotes T mit doppeltem Querbalken. Sie verfügen über Geldautomaten. Sonst ist das Bezahlen mit gängigen Kreditkarten kein Problem, nur beim Kauf von Zugfahrkarten hat es nicht geklappt, dort also am Besten bar zahlen.
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Frühstück
In den meisten Hotels kann man zwischen japanischem und Frühstück „western style“ wählen. Erstes beinhaltet meist Fisch, verschiedenen Sorten sauer eingelegtes Gemüse, Reis und Sauce. In den kleineren Städten und Hotels kann das westliche Frühstück interessante Dimensionen annehmen. Immer dabei ist Omelett (oft mit Ketchup). Manchmal bekommt man mehrere Gänge (Suppe, Omelett, Salat und Marmeladenbrot). In den großen Hotelketten mit Frühstücksbuffet gibt es aber auch Cereals, Speck, Würstchen, Toast etc., also eher englisch orientiert. Wir fanden es spannend zu sehen, was uns aufgetischt wurde und haben teils über den Kulturtransfer gegrübelt.
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Shinkansen: Hochgeschwindigkeit
Was für Deutschland der ICE ist für Japan der Shinkansen – nur dass er pünktlicher ist: 90 Sekunden Verspätung im Jahresdurchschnitt. Auf den Bahnsteigen ist markiert, wo sich die Zugtüren befinden werden, und da sind sie dann tatsächlich. Bei viel Andrang stellt man sich bei dieser Markierung in die Schlange. Die Durchsagen im Zug sind auf Japanisch und Englisch, ebenso die Leuchtschrift zum nächsten Halt. Man sitzt bequem, die Toiletten sind sauber. Der Fahrkartenkauf war meist nicht mit Kreditkarte, sondern Cash möglich. Wir haben in Großbuchstaben aufgeschrieben oder auf dem Zugfahrplan gezeigt, wohin wir wollten, das hat gut geklappt.
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Hotelbuchung
Für unsere Rundreise hatten wir alle Hotels über das Internet im Vorhinein gebucht. Das war ganz praktisch, weil an japanischen Hotels in kleineren Städten meist kein großes Leuchtschild „Hotel“ prangt. So hatten wir ein Bild von dem Gebäude, eine Anschrift und eine Anfahrtsbeschreibung. Da auch nicht immer jemand englisch spricht, legten wir einfach die Bestätigungsemail der Buchung vor. Das hat immer geklappt. So gab es auch keine preislichen Überraschungen. Die Zimmer waren alle sehr sauber, einige winzig, der Service tadellos. Ein Ryukan (traditionelles Hotel) war uns leider zu teuer. Wäre sicherlich ein Erlebnis gewesen.
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Mit dem Mietwagen durch Japan
Obwohl uns vielfach abgeraten wurde, haben wir einige Strecken in Japan mit dem Mietwagen durchquert, dabei aber die ganz großen Städte umfahren.
Man fährt zwar auf der anderen Straßenseite, aber die Schilder kann man lesen (fast alle transkribiert). Das Tempolimit liegt deutlich unter dem in Deutschland. Landstraßen befährt man im Durchschnitt mit 50 kmh. Wir hatten ein japanisches GPS und einen japanisch-englischen Straßenatlas. Durch den Vergleich der Schriftzeichen (nächste Ausfahrt hat 3 Zeichen, das mittlere sieht aus wie eine Heugabel) kamen wir gut zurecht.
Fazit: Man sieht mehr vom Land und ist zeitlich flexibler als mit dem Zug.
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