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Japan - Reiseführer
Japan („Nippon) steht für Wolkenkratzer, Neonwerbung und Mädchen in Schuluniform? Richtig, aber eben auch für einmalige Kultur- und Naturschätze und Jahrtausende alte Geschichte.
Hauptattraktion Japans ist die Hauptstadt Tokio. Wer sich erst einmal einen Überblick über die Stadt schaffen will, sollte die eintrittsfreien Aussichtsplattformen des Tokio Tocho im lebhaften Viertel Shinjuku, aufsuchen. Vom 45. Stock (Hochgeschwindigkeitslift!) hat man einen fantastischen Überblick über die Stadt.
Einen Überblick und ein Gefühl für Tokios Geschichte und Kultur erhält der Besucher im Edo-Tokio-Museum, vom Edo der Shogun bis zum Wiederaufbau Tokios nach dem Krieg.
„Learning bei Wohning“: Wer mehr über japanische Lebensweisen erfahren möchte, sollte in den japanischen Minshukus (Familienpensionen) oder Riokans (traditionelle Herberge) wohnen.
Den Kaiserpalast muss jeder gesehen haben. Dabei ist der Kyoko Higashi Gyoen, der Östliche Garten des Kaiserpalasts, der einzige Teil des Kaiserpalasts, der regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Nicht verpassen darf der Tokio-Reisende auch das lebendige Einkaufs- und Vergnügungsviertel Asakusa mit einem der ältesten Tempel des Landes (Asakusa Kannon) und zahlreichen Tempeln, Schreinen und herrlichen Landschaftsgärten.
Ruhe in der hektischen Metropole bietet dem Besucher der stimmungsvolle Meiji-Schrein. Er liegt etwas versteckt inmitten eines dunklen, kühlen Waldes, einer unerwarteten Oase im Stadtzentrum, und wurde zu Ehren von Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken errichtet, unter deren Herrschaft Japan sich gegenüber der restlichen Welt öffnete.
In einem Nationalpark mit prächtigen Tempeln und Mausoleen liegt Nikko, eines der beliebtesten Ausflugsziele. Die Schnitzerei mit den drei Affen (Toshogu-Schrein), von denen sich der erste die Augen, der zweite die Ohren und der dritte den Mund zuhält, ist die berühmteste dieses Tempelbezirks.
Japans höchster Berg, der Mount Fuji (3776 m), bietet vor allem im Winter und zum Frühlingsanfang einen atemberaubenden Blick. Man kann den Fuji eigentlich zu jeder Jahreszeit besteigen. Die beste Zeit, auf dem Gipfel anzukommen, ist die Morgendämmerung: der Sonnenaufgang ist inspirierend.
Die fünf Fuji-Seen an der Nordseite des Berges bieten sich für einen Tagesausflug von Tokio aus an. Sie bieten Wassersportmöglichkeiten, Vergnügungsparks, Eishöhlen und schöne Aussichten auf den Fuji, sind aber häufig überlaufen.
Nara ist eine der ältesten Städte Japans und wird oft als Wiege der japanischen Kultur bezeichnet. Die Besucher kommen vor allem, um die historische fünfstöckige Kofuku-ji-Pagode, die antiken Statuen, Schreine und Tempel zu besichtigen. Der berühmte Todai-ji-Tempel mit dem weltgrößten Holzgebäude und der weltgrößten bronzenen Buddhastatue beeindrucken jeden Besucher.
Traurige, aber beeindruckende Sehenswürdigkeit ist Hiroshima, das Ziel des ersten Atombombenabwurfes der USA am Ende des Zweiten Weltkrieges. An diese Tragödie erinnert der Peace Memorial Park und der Atomic Bomb Dome, von der UNESCO 1996 zum Weltkulturerbe erklärt. Jährlich im Mai findet in Hiroshima das Blumenfest statt, ein Ereignis, das Tausende von Besuchern anzieht.
In Nagasaki, dem zweiten Ziel der Atomangriffe auf Japan, kann man das berühmte Glover Mansion sehen, das Schauplatz von „Madame Butterfly“ war und das älteste Holzhaus Japans ist. Weiter sehenswert: die heißen Quellen von Beppu-Onsen und der Aso, der größte tätige Vulkan der Welt.
Okinawa, eine Inselgruppe südlich von Kyushu, bietet dem Urlauber tropische Strände. Da kein Ort in Japan weiter als 150 km vom Meer entfernt ist sind Sporttauchen und Surfen äußerst beliebte Sportarten, besonders im Süden. Zahlreiche kleine Inseln leben von Wassersportlern, die als Wochenendtouristen kommen. Ein Traumziel für viele Taucher sind die Unterwasserpyramiden von Yonaguni.
Beim Tauchen kann man auf einzigartige Tiere stoßen, wie die bis zu 4 m großen Dugongs (Seekühe), die einzigen marinen Pflanzen fressenden Säugetiere weltweit, oder den Krausenhai, ein lebendes Fossil mit seinem schlangenähnlichen Kopf.
Kioto war ein Jahrtausend lang die kaiserliche Hauptstadt und ist Pflichtprogramm für jeden Japan-Reisenden. Der Kaiserpalast im Zentrum Kiotos, aber vor allem das Higashiyama-Viertel sollte man gesehen haben. Kiotos Gion Matsuri am 17. Juli ist vielleicht das berühmteste aller japanischen Feste. Der Höhepunkt ist ein Umzug riesiger, unglaublich prachtvoll geschmückter Wagen, der auf das 9. Jahrhundert zurückgeht, als man die Götter darum bat, einer Seuche, die die Stadt befallen hatte, ein Ende zu bereiten. Die Burg Himeji-jo, leicht als Tagesausflug von Kioto zu erreichen, ist die schönste noch erhaltene Burg Japans. Sie ist als Weißer Reiher bekannt, ein Name, der sich auf die elegante weiße Form der Burg bezieht.
Der Daisetsuzan-Nationalpark ist Japans größter Nationalpark (2309 qkm) und liegt in Zentral-Hokkaido. Der Park umfasst mehrere Berggruppen, Vulkane, Seen und Wälder und ist ein großartiges Wander- und Skigebiet. Sounkyo ist das touristische Zentrum des Parks und ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen: Hier gibt es auch ein Resort mit heißen Quellen und eine Schlucht.
Der Kirishima-Nationalpark ist für den beeindruckenden Senriga-taki-Wasserfall und die Wildblumen im Frühling bekannt. Die Tageswanderung vom Dorf Ebino-kogen zu den Gipfeln einer Vulkankette ist eine der schönsten Vulkanwanderungen in Japan.
Die Mehrzahl der Skiresorts in Japan befindet sich auf der Insel Honshu. Furano ist einer der berühmtesten japanischen Skiorte - ein Leckerbissen für Tiefschneefans.
Wer es sich legen kann, der sollte Japan während der weltberühmten japanischen Kirschblüte besuchen. Das Land wird dann durch ein Meer von Kirschblüten - fast die Hälfte aller Laubbäume in japanischen Städten sind Kirschbäume - in rosa und weiß getaucht. Die Kirschblüte beginnt Mitte oder Ende März in Kyushu und „wandert“ dann nach Nordosten, bis sie etwa Anfang Mai in Hokkaido ankommt. Während dieser Zeit wird im Rahmen der Wettervorhersage sogar die „Kirschblüten-Front“ angekündigt.
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