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Reiseführer Israel

5.0 stars

Israel - Reiseführer



Reisen nach Israel sind etwas Besonderes. Das merkt man schon, wenn man am Flughafen in Deutschland im entlegensten und besonders gesicherten Terminal einchecken muss. 

Wer den Staat Israel besuchen will, der sollte ihn auch verstehen. Das bedeutet: vor der Reise in jedem Fall Geschichte & aktuelle Politik des Landes studieren und dann den Urlaub mit einem Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem, dem Museum für Holocaustgeschichte, in Jerusalem beginnen. Gänsehaut pur!

Heiliger als in Jerusalem geht\'s eigentlich kaum noch. Die Stadt ist der Ort, an dem sich die Weltreligionen treffen und leider auch zoffen. Magische Anziehungskraft übt die  atemberaubende Grabeskirche mit ihren zahlreichen Kapellen, Aufgängen und kleinen Höhlen aus. So groß die Symbolik des Ortes ist, so groß ist leider auch der Touristenandrang. Der Grabeskirche kann man sich auf der weltberühmten Via Dolorosa nähern, dem  Leidensweg (Kreuzweg) Christi, der über 14 Stationen bis zum Christusgrab in der Grabeskirche führt. Der  Krisenherd schlechthin und trotzdem absolut sehenswert ist der Tempelberg, auf dem der Felsendom und die Al-Aqsa Moschee stehen, einige der wichtigsten Heiligtümer des Islam. Am Fuß des Tempelbergs liegt die Klagemauer, die Westmauer des von den Römern zerstörten jüdischen Tempels. Die betenden Juden unterhalb des Felsendoms, das ist ein verstörender Anblick. Das Versetzen eines Kieselsteines reicht in diesem Bereich schon aus, um die Gesamtheit der Muslime und der Juden auf die Barrikaden zu bringen. Etwas Ruhe bietet der Ölberg außerhalb der Altstadt mit dem Garten Gethsemane mit Jahrtausende alten Olivenbäumen und einer Höhle, in der Maria entschlafen sein soll. 

In Tel Aviv stehen Geld, Geschäfte und Vergnügen im Mittelpunkt. Die Stadt und seine Menschen sind international (die Botschaften und ihre Mitarbeiter arbeiten und leben hier), jung und genießen das Leben. An der langen Strandpromenade befinden sich zahlreiche Cafés und Kneipen, viele (orientale) Märkte und Malls laden zum Shopping ein. Und wenn die Nacht in Tel Aviv beginnt, dann zeigen die Einwohner Tel Avivs was sie haben und wollen: Spaß. Was in Jerusalem wahrscheinlich zu einem Skandal führen würde (gewagte Mode und heiße Partys) ist in Tel Aviv an jeder Ecke zu finden.

Die dritte große Stadt Israels ist Haifa, mit seinem großen Hafen. Hier ist vor allem der Ben Gurion Boulevard interessant, denn hier befinden sich die Gebäude der German Colony, der Tempelgesellschaft, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Haifa kam und entscheidend am Aufbau der Stadt beteiligt waren. Deutsche Inschriften über den Eingangstüren sind Zeichen dieser Zeit. Weitere Sehenswürdigkeit der Stadt sind die unfassbar sauberen und gepflegten terrassenförmigen Bahai-Gärten mit dem Bahai-Shrein, dem Weltzentrum der Bahai-Religion. Von oben hat man einen eindrucksvollen Blick auf Stadt und Hafen.

Das Tote Meer im Süden des Landes ist mit 400m unterhalb des Meeresspiegels der tiefste Punkt der Welt. Sein Wasser ist voll von gesunden Mineralien, es gibt daher viele Spa-Angebote. Ein Foto von sich, Zeitung lesend im Meer ist ein Muss und beeindruckt die zu Hause Gebliebenen. In der Oase En Gedi kann man Streifenhyänen sehen, ist sie doch üppig Grün mit  Wasserfällen und Pools.

Weltberühmt ist die Ruine von Masada, eine Festung, die abenteuerlich ausgesetzt auf einem Bergplateau am Toten Meer gebaut wurde. Man sollte sich das Geld für die Seilbahn sparen, der ca. 45-minütige Weg hoch bietet einen atemberaubenden Blick über das Tote Meer.

Durchaus einen Ausflug wert sind die Golan-Höhen im Nordosten Israels, die teilweise von den Israelis besetzt sind. Es geht vorbei an markierten Minenfeldern, Panzersperren und gespenstigen zerschossenen Gebäuden. Ein besonderes Erlebnis ist das Café „Coffee Anan“ auf einem Hügel, wo früher ein befestigter Posten der israelischen Armee lag. Hier kann man Bunker besichtigen und auf die Kaserne der UN-Soldaten schauen, die die Grenze zwischen Israel und Syrien sichern. Auch lässt sich auf das Feld herabschauen, wo im Yom-Kippur-Krieg eine der blutigsten Panzerschlachten stattgefunden hat.

Von den Golan-Höhen kann man auf Galiläa herabschauen, den grünsten Teil Israels und dem See Genezareth. Galiläa ist ein beliebtes Pilgerziel, vor allem der Ort Nazareth, wo Jesus als Kind zu Hause gewesen sein soll. Als Ausgangspunkt für Ausflüge bietet sich das Pilgerhaus Tabgha an, ein modernes Haus mit vielen Zimmern und idyllisch am See gelegen. In Tabgha sollen 3 wichtige biblische Ereignisse stattgefunden haben, die „Brot- und Fischvermehrung“, die „Bergpredigt“ und die „Dritte Erscheinung nach der Auferstehung“. Auch Kapernaum ist ein Muss für jeden Galiläa-Reisenden.

Am Südende des See Genezareth fließt übrigens der Jordan. Hier liegt auch die der Stelle, an der Jesus angeblich von Johannes dem Täufer getauft wurde. In touristischen Hochzeiten waten die Menschen hier wie am Fließband durch das nicht immer saubere Wasser.

Etwas kompliziert ist der Besuch der Sehenswürdigkeiten im Westjordanland. Je nach politischer Lage ist die „Einreise“ gesperrt, was sehr schade ist, denn hier liegt u.a. Bethlehem mit der Geburtskirche.

Kreuzfahrer-Feeling kann man noch heute hautnah in Akko erleben, nördlich von Haifa. Die Festung ist nach Jahrhunderten wieder in großem Mause restauriert worden. Die unterirdische Kreuzfahrerstadt ist eine abenteuerliche Reise durch Gewölbe, Templertunnel und große Säle. Man sollte in jedem Fall auch das türkische Bad besuchen, ein Museum mit einer witzigen Multimedia-Show. Jedes Jahr im Oktober findet in Akko ein sehenswertes alternatives Theaterfestival statt. 

Wenn es nicht zu heiß ist, dann hat auch Israels Natur einiges zu bieten. Abgesehen von den Stränden und Küsten ist vor allem das Hula-Naturschutzgebiet ein schönes Ausflugsziel. Im Park mit seinen vielen Tieren gibt es auch ein Informationszentrum, in dem die Flora und Fauna des Gebiets erklärt werden.

Das Rote Meer ist weltbekannt als Taucherparadies und beheimatet unzählige Korallenriffe und einen erstaunlichen Artenreichtum exotischer Fische und anderer Meerestiere. Die Küste des Roten Meeres steht unter Naturschutz, die Mitnahme von Souvenirs wie abgebrochenen Korallen ist daher streng verboten.



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Tipps

Camping, Achtung vor Raubüberfällen!

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Campingplätze gibt es viele in Israel, sie sind allerdings meistens teurer als die Jugendherbergen! Du kannst hier im Land , besonders an Stränden auch an markierten Stellen wild zelten. Davon wurde mir aber extrem abgeraten! Es gibt hier häufig Raubüberfälle! Am Totem Meer wollten wir in einer kleinen Gruppe wild campen und haben uns dann gegen Abend doch entschlossen, in die Jugendherberge zu gehen, da wir schon beobachtet und umzingelt wurden! Kein Scherz! Also wenn Du nicht unbedingt zelten willst oder eine empfohlene sichere Stelle kennst, musst Du Dein Zelt erst gar nicht mitnehmen. [mehr ]

Jugendherbergen in Israel, besser mit Kreditkarte

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Offiziell gibt es 33 Jugendherbergen im Land. Diese sind von der Israel Youth... [mehr ]

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