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Neu-Delhi
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Indien ist laut, Indien ist anstrengend, Indien ist aber dennoch atemberaubend. 

Das verkörpert die Hauptstadt Delhi perfekt. Auf der einen Seite Luftverschmutzung, Menschenmassen und Gestank, auf der anderen Seite lebendige Basare herausragende Bauwerke und erstklassiges Essen. In „Old“ Delhi steht z.B. das gewaltige Red Fort aus rotem Sandstein, das an die Macht und Pracht der Mogule erinnert. Die Hauptstraße ist Chandni Chowk, ein zauberhafter Basar und das schönste Beispiel für das bunte Leben und Chaos im heutigen Indien. Südlich von hier steht die Jama Masjid, die größte Moschee Indiens. 

Goa steht bei vielen Reisenden für Strandpartys, Drogenkonsum und Hippietum, nicht ganz zu Unrecht. Einer der interessantesten Küstenabschnitte erstreckt sich zwischen Chapora und Vagator mit Kokospalmen, kleinen Sandbuchten und Felsenkliffs. Der Strand von Calangute hat sich zu einem Zentrum von Goas rasch wachsendem Pauschaltourismusmarkt gewandelt. Hier ist eine Menge los. Ein Schnäppchen kann der Reisende auf dem bekannten Flohmarkt in Anjuna machen.

Kalkutta entpuppt sich als eine der faszinierendsten und sympathischsten Städte des Landes Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das hervorragende Indian Museum, das größte und wahrscheinlich beste Museum des Landes, und die Botanical Gardens, die einen 200 Jahre alten Banyan-Baum mit dem weltweit zweitgrößten Blätterdach beherbergen, und die zum Wahrzeichen der Stadt gewordene Eisenbrücke Howrah Bridge, die als verkehrsreichste Brücke der Welt gilt.

In Agra gibt es gleich zwei Top-Highlights. Der Taj Mahal, ein extravagantestes Bauwerk (Mausoleum), ist für Touristen das Wahrzeichen Indiens schlechthin geworden. Halbedelsteine sind in wunderschönen Mustern in den Marmor eingelassen. Die andere Sehenswürdigkeit der Stadt ist das große Agra Fort aus rotem Sandstein. Die mächtigen Doppelmauern des Fort umschließen ein Labyrinth aus prächtigen Sälen, Moscheen, Räumlichkeiten und Gärten, die zusammen eine eigene kleine Stadt bilden, die man durchlaufen sollte.

Erstaunliche Einblicke in das Pilgertum Indiens bietet die Varanasi am Ufer des heiligen Ganges. Die Stadt soll die Vorzüge aller anderen Wallfahrtsorte vereinen, und jeder, der hier stirbt, gelangt direkt in den Himmel, ganz gleich, woran er glaubt und wie groß seine Missetaten auch gewesen sein mögen. Varanasi hat über 100 Bade- und Verbrennungs-Ghats, doch das heiligste von allen ist das Manikarnika Ghat, das Hauptverbrennungs-Ghat und einer der verheißungsvollsten Orte, an dem ein Hindu eingeäschert werden kann.

Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans, ist wegen des ocker-pinkfarbenen Anstrichs ihrer alten Gebäude und Zinnen bewehrten Stadtmauern im Volksmund als "rosa Stadt" bekannt. Alle sieben Tore in die Altstadt sind erhalten; eines davon führt zum Johari Bazaar, dem berühmten Juweliermarkt. Das alles überragende Wahrzeichen der Altstadt ist das Iswari Minar Swarga Sul (das "den Himmel durchbohrende Minarett"), doch die größte Sehenswürdigkeit ist die kunstvoll gestaltete fünfstöckige Fassade des Hawa Mahal oder Palast der Winde. Er wurde 1799 errichtet, um es den Damen des Königshauses zu ermöglichen, das Straßenleben und Prozessionen zu beobachten.

Romantik pur kann der Reisende in Udaipur im Bundesstaat Rajasthan erleben. Die Stadt liegt am zauberhaften Lake Pichola und hat zwangsläufig den Beinamen "Venedig des Ostens" erhalten. Die Stadt ist eine harmonische Mischung aus weiß getünchten Gebäuden, Marmorpalästen, Gärten am Seeufer, Tempeln und havelis (traditionellen Herrenhäusern). Der Lake Pichola beherbergt zwei bezaubernde Inselpaläste - Jagniwas und Jagmandir. Trotz der langen Liste an Sehenswürdigkeiten besteht der wahre Reiz eines Besuches von Udaipur darin, ein schönes Gästehaus am See zu finden, auf dessen Dach zu klettern und das Treiben an den Ghats zu beobachten, dem rhythmischen "klatsch!" zu lauschen, wenn die Waschfrauen den Schmutz aus der Wäsche prügeln, und das sanfte Wechselspiel des Lichts auf dem Wasser zu verfolgen, während gemächlich der Tag verstreicht.

Mysore ist für seine Seidenstoffe bekannt und auch ein blühendes Zentrum für Sandelholz und Weihrauch. Der Devaraja Fruit and Vegetable Market ist einer der farbenfrohesten Märkte Indiens. Nicht verpassen sollte man die Wanderung über 1000 Stufen auf den nahe gelegenen Chamundi Hill, wo der riesige Chamundeswari Temple steht. Die Treppe wird von dem berühmten 5 m hohen Nandi (Shivas Stier) bewacht.

Die Hafenstadt Kochi ist eine ungewöhnliche Mischung aus mittelalterlichem Portugal, Holland und englischem Dorf mit der ältesten Kirche Indiens, 500 Jahre alten portugiesischen Häusern, verwinkelten Straßen, einer jüdischen Gemeinde, deren Wurzeln bis zur Zeit der Zerstreuung (Diaspora) zurückreichen, und einem Palast mit sehr schönen indischen Wandmalereien.

Schon die Anfahrt nach Darjeeling ist ein Erlebnis in Form der berühmten Schmalspurbahn, die sich in Kurven und Serpentinen in einer 10-stündigen Berg- und Talbahn von der Ebene hoch windet. Der Ort bietet buddhistischer Klöster, Touren zu Teeplantagen, Einkaufsbummel über geschäftige Basare und Wanderungen in der Gebirgsregion im Norden an. Beeindruckend – aber nichts für nicht schwindelfreie Menschen - ist eine Fahrt mit dem Sessellift Passenger Ropeway. Er verbindet Darjeeling mit dem weiter unten gelegenen Singla Bazaar. Wer sich über den Prozess der Teeherstellung informieren möchte, sollte die Happy Valley Tea Estate besuchen.

Wie in 1001 Nacht fühlt sich der Reisende in Jaisalmer, einer ehemaligen  Versorgungsstation für Karawanen. Das beeindruckende Fort thront auf einem 80 m hohen Hügel. Durch das Fort mit seinen gewaltigen Toren, dem Maharadschapalast und wunderschön verzierten Jain-Tempeln schlängeln sich viele kleine Gassen. Kamelritte sind das große Geschäft in Jaisalmer und eine unvergessliche Möglichkeit, die Wüste zu erleben.

Natur pur vom Boot aus kann der Reisende in den „Backwaters“ – einem komplexen Netz von Lagunen, Seen, Flüssen und Kanälen an der Küste von Kerala – genießen. Es geht über seichte, von Palmen gesäumte und mit Fischernetzen übersäte Seen und entlang schmaler schattiger Kanäle, an denen Kokosfasern, Kopra und Cashewnüsse auf Boote verladen werden. Der beliebteste Backwatertrip ist die 8-stündige Route von Kollam nach Alappuzha oder umgekehrt. Hier findet auch eines der größten Ereignisse des Jahres statt: die Nehru Cup Snake Boat Races, das am zweiten Samstag im August ausgetragen wird.

Spektakuläre Natur bietet der Kanha National Park. Der Park beherbergt eine imposante Vielfalt an Tieren, darunter Leoparden, Chitals Axishirsche, Sambars und vor allem Tiger. Es ist möglich, den Park am frühen Morgen oder Abend auf dem Rücken eines Elefanten zu erkunden.  Mit etwas Glück sieht man auch Panther, Elefanten und Nashörner.




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